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Unglück in Crans-Montana: Die Schweiz trauert

Der Schock sitzt tief nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana mit etwa 40 Toten. Vor allem junge Menschen waren in der Bar. Augenzeugen berichten von Panik, nachdem sich die Flammen schnell ausgebreitet hatten.
"Die Schweiz ist traurig, aber sie ist auch vereint im Schmerz", sagt Bundespräsident Guy Parmelin bei einer Pressekonferenz gestern Abend und spricht von einer der schlimmsten Tragödien in der Geschichte des Landes. Etwa 40 Menschen haben ihr Leben verloren bei dem verheerenden Brand in Crans-Montana. 115 wurden verletzt, die meisten von ihnen schwer. Viele Todesopfer konnten noch nicht identifiziert werden.
Nach Angaben der Behörden waren es vor allem junge Leute zwischen 15 und 26, die das neue Jahr feierten, als gegen 1.30 Uhr in der Bar "Le Constellation" das Feuer ausbrach. "Das ist das Schlimmste", sagt am Abend sichtlich bewegt und mit den Tränen kämpfend der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard im Sender RTS. "Das Schlimmste ist, dass es junge Menschen sind. Und wenn ich die Angehörigen treffe, dann sind das ihre Freunde, Brüder, die Eltern. Es ist schrecklich."
"Es herrschte Gedränge und Geschubse"
Auch die 17-jährige Laëtitia hatte in der Bar gefeiert und es wie durch ein Wunder, sagt sie, nach draußen geschafft. "Es herrschte Gedränge und Geschubse von allen Seiten, über mir Menschen in Flammen oder Tote. Ich habe nichts verstanden, nur geschrien, dass ich nicht sterben will."
Schockierende Szenen, brennende Menschen, totale Panik - davon berichten die Überlebenden. "Wir schulden den jungen Menschen Respekt", so Bundespräsident Parmelin, "und müssen alles tun, damit sich solche Tragödien nicht wiederholen".
Video soll Ausbruch des Feuers zeigen
Während Familien verzweifelt nach ihren vermissten Kindern suchen und die Schwerverletzten in Krankenhäusern versorgt werden, insbesondere den auf Brandverletzungen spezialisierten Unikliniken von Lausanne und Zürich, laufen in Crans-Montana Untersuchungen zur Ursache des verheerenden Brandes.
Mehrere Augenzeugen hatten von Wunderkerzen und kleinen Tischfeuerwerken auf Champagnerflaschen berichtet. Am Abend postete der französische Sender BFM auf X ein Foto, das angeblich den Moment des Feuerausbruchs zeigt. Darauf sind in der Menschenmenge mehrere Flaschen mit brennenden sogenannten Zimmerfontänen zu sehen, sowie erste Flammen an der Decke.
Nach den Augenzeugenberichten gefragt, verwies die zuständige Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud, auf die laufenden Ermittlungen. Sie könne nichts bestätigen. Die genauen Umstände des Unglücks würden noch untersucht. Nach Angaben der Walliser Kantonsregierung war es in der Bar zu einem sogenannten Flashover gekommen: Ausgehend von einem kleinen Brand entzünden sich dabei alle brennbaren Oberflächen im Raum schlagartig.
Schutz von Rettungskräften: "Existierende Gesetze anwenden"

Wie können Rettungskräfte und Polizei besser vor Übergriffen geschützt werden? Die Bundesregierung setzt auf Abschreckung durch härtere Strafen. Der Berufsverband des Rettungsfachpersonals hält das für wenig zielführend.
Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte bereits vor dem Jahreswechsel einen Gesetzentwurf vorgelegt, der härtere Strafen bei Gewalt gegen Rettungskräfte sowie Polizistinnen und Polizisten vorsieht. Ist das sinnvoll? Der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst jedenfalls zweifelt an der Wirksamkeit der Regierungspläne.
Die vorgesehenen Strafverschärfungen für Angriffe auf Helfer halte er für "wenig zielführend", sagte der Verbandsvorsitzende Frank Flake der Funke-Mediengruppe. Entsprechende Gesetze gebe es bereits: "Aber sie werden nicht angewendet." Das mögliche Strafmaß, das schon jetzt bei bis zu fünf Jahren Haft liege, werde fast nie ausgereizt, bemängelt Flake. "Es würde reichen, wenn wir die existierenden Gesetze anwenden."
Er kritisierte auch die Dauer von Strafverfahren: "Bis es zu Prozessen kommt, dauert es Monate, manchmal Jahre, bis dahin ist das Geschehene schon fast vergessen", sagte Flake.
Mindestens sechs Monate Freiheitsstrafe
Hubig will, dass Menschen, die Einsatz- und Rettungskräfte angreifen, härter bestraft werden können. Dem Gesetzentwurf zufolge sollen tätliche Angriffe auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mit mindestens sechs Monaten Freiheitsstrafe geahndet werden - statt wie bisher mit drei. Wer Einsatzkräfte in einen Hinterhalt lockt und angreift, muss künftig mit einer Mindeststrafe von einem Jahr statt sechs Monaten rechnen.
Auch sollen Angriffe auf medizinisches Personal allgemein künftig so hart bestraft werden wie tätliche Übergriffe auf Polizei und Rettungskräfte. Bisher gelten besondere Strafvorschriften für Angriffe auf medizinisches Personal nur für Einsätze im Notdienst oder der Notaufnahme. Diese Einschränkung soll entfallen.
Laut Statistik immer mehr Angriffe
Angriffe auf Einsatzkräfte nehmen laut amtlicher Statistik seit Jahren zu. Verbandschef Flake sagt dazu: "Wie sich die Zahl von Angriffen auf Rettungskräfte tatsächlich entwickelt hat in den vergangenen Jahren, ist schwer zu beurteilen. Was wir sicher sagen können: Diese Fälle werden jetzt besser erfasst und kommen jetzt mehr an die Öffentlichkeit."
Die zurückliegende Silvesternacht scheine deutlich entspannter gewesen zu sein als in den vergangenen Jahren. "Es gab Übergriffe gegen Einsatzkräfte, die gibt es leider immer", so Flake. Aber es seien nicht außergewöhnlich viele gewesen.
GdP beklagt Attacken auf Polizei
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) bestätigte, dass die vergangene Nacht ruhiger gewesen sei als im Vorjahr. Dennoch sei man immer noch weit entfernt von einem aus polizeilicher Sicht hinnehmbaren Zustand, so GdP-Sprecher Benjamin Jedro im rbb. "Wir können nicht von einer normalen oder friedlichen Silvesternacht sprechen", sagte er. Es habe zahlreiche Angriffe mit Böllern, Batterien und Raketen auf Einsatzkräfte gegeben. "Das darf niemals Normalität werden."
Man erlebe als Polizist im Silvestereinsatz eine Szenerie, wo man von überall beschossen werde, führte Jendro aus. "Das macht natürlich auch was mit Menschen." Es fehle an einer wirklichen Handhabe, um Täter hart zu bestrafen und so andere potenzielle Täter abzuschrecken. "Wir sind nicht vollzugsfähig", betonte er. Die Realität sehe so aus, dass viele Täter nie eine Anklagebank sehen würden. Wenn dann mal einer verurteilt wird, gebe es "drei Stunden Brabbelkreis und Delfin-Therapie".
Diskussion über Böllerverbot geht weiter
Jedro forderte angesichts der neuerlichen Feuerwerksexzesse zu Silvester ein Böllerverbot. "Wir brauchen ein Pyrotechnikverbot für den Privatgebrauch", sagte der GdP-Sprecher. Es müsse sich was an den Rahmenbedingungen verändern. Sonst würde man in einem Jahr erneut über schlimme Ausschreitungen sprechen.
Verschärfung der Asylpolitik: CSU-Abgeordnete fordern Rückkehr der meisten Syrer

Über die Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien wurde in der Union zuletzt viel diskutiert. Nun kommt von der CSU ein neuer Vorstoß für eine härtere Migrationspolitik - und die Forderung, die meisten Syrer müssten zurückkehren.
Die CSU im Bundestag spricht sich für eine weitere Verschärfung der Asyl- und Migrationspolitik aus. Im Beschlussentwurf zur bevorstehenden Klausurtagung der CSU-Landesgruppe heißt es, die meisten syrischen Flüchtlinge sollten zurück in ihre Heimat geschickt werden. Für Syrer mit vorübergehendem Bleiberecht entfalle nach dem Ende des Bürgerkriegs der Schutzgrund. Über das Positionspapier berichteten der Münchner Merkur und die Nachrichtenagentur dpa.
"Für diejenigen, die nicht freiwillig ausreisen, müssen Rückführungen schnellstmöglich eingeleitet werden", heißt es darin. 2026 müsse es eine "Abschiebeoffensive" geben - "mit Linienflügen und auch nach Syrien und Afghanistan". Zudem müssten "in einem ersten Schritt Straftäter konsequent abgeschoben werden". Erst vor gut einer Woche hatte die Bundesregierung erstmals seit 14 Jahren einen Straftäter nach Syrien abgeschoben.
Die Forderung, die meisten Syrer sollten in ihr Heimatland zurückkehren, hatte in den vergangenen Monaten heftige Debatten in der Union und der schwarz-roten Regierungskoalition ausgelöst.
Hürden für Migration ins Sozialsystem
Auch bei ukrainischen Flüchtlingen möchte die CSU einen härteren Kurs einschlagen, insbesondere für "wehrfähige ukrainische Männer". Weitere Details dazu gibt es in dem Entwurf nicht. Auch die Hürden für die Migration ins deutsche Sozialsystem sollen nach dem Willen der Partei erhöht werden. Dazu wolle man die Definition von "Arbeitnehmer" im Sinne der EU-Freizügigkeitsrichtlinie einschränken.
Nach Brand in Silvesternacht: Amsterdamer Vondelkirche soll wieder aufgebaut werden

In der Silvesternacht brannte die Vondelkirche im Herzen Amsterdams und wurde stark beschädigt. Nun ist klar: Das berühmte Bauwerk soll wieder aufgebaut werden. Als Vorbild dafür soll Notre-Dame dienen.
Nach dem Brand der Vondelkirche in Amsterdam konnten die ersten Anwohner des angrenzenden Viertels nach Hause zurückkehren. Wer nicht bei Freunden, Verwandten oder im Hotel unterkam, war vorübergehend in ein Yogastudio in der Nähe einquartiert worden und war froh, wieder daheim zu sein - wenn auch mit Blick auf eine Ruine.
"Das ist nicht das, was man am Silvesterabend erwartet", so einer der Anwohner. "Klar, es war viel Feuerwerk am Himmel. Das haben wir uns noch angeschaut. Aber wenn dann diese Kirche vor deinem Haus niederbrennt - das ist schon etwas anderes." Am Neujahrstag dann Entwarnung: Das Haus des Mannes war noch da. Die Feuerwehr hatte den Funkenregen eindämmen können.
Es war der Tag der guten Nachrichten für Amsterdam: keine Verletzten, kein Ausbreiten des Feuers auf andere Gebäude. Die Brandursache soll nun untersucht werden. Eine weitere gute Nachricht: Die denkmalgeschützte Kirche aus dem vorletzten Jahrhundert soll wieder aufgebaut werden. Die Außenmauern stehen fest.
Spendenaktion für den Wiederaufbau
Bisher war die Kirche eine gefragte Location für Konzerte, Hochzeiten und Events aller Art, seit die Katholische Kirche vor fast einem halben Jahrhundert ihr Gotteshaus an die Stadt übertragen hatte und das Gebäude in seiner Funktion umgewidmet wurde. Die Kirche hatte nicht mehr genügend Mitglieder und war zu arm, das riesige Haus zu unterhalten.
Jetzt soll es in den alten Glanz zurückversetzt werden. Es gibt alte Zeichnungen des Architekten Pierre Cuypers, der Schöpfer des Reichsmuseums und anderer wichtiger Gebäude. Er hatte die Kirche gebaut. "Sein schönstes Haus" - so hatte er seine Schöpfung 1880 genannt. Nun wird an eine Spendenaktion gedacht. Die Anwohner ziehen Parallelen zur Pariser Kathedrale Notre-Dame, die 2019 durch einen Brand schwer beschädigt wurde. Die Schäden konnten auch hier dank vieler Spenden repariert werden.
Letzte Silvesternacht ohne Böllerverbot
Ein Tag der Hoffnung nach einer brenzligen Silvesternacht, in der so viel geböllert wurde wie nie zuvor. Im nächsten Jahr soll ein Verbot greifen: keine Raketen, keine Böller. Statt heißer Silvesternächte sollen die Niederländer alte Traditionen wiederentdecken und sich abkühlen, zum Beispiel beim Neujahrstauchgang. Hunderte ließen sich das schon jetzt nicht nehmen - bei eisigen Temperaturen in den niederländischen Gewässern.
Im nächsten Jahr könnten es noch mehr Tauchgänger werden, falls sich die Niederländer vom Silvesterfeuerwerk überhaupt abbringen lassen. 20 Gemeinden versuchten es schon diesmal mit einem Feuerwerksverbot. Kaum jemand hat sich daran gehalten.
Amtsantritt von Mamdani: Eine neue Ära für New York?

Der erste muslimische Bürgermeister New Yorks, Mamdani, verspricht radikale Sozialreformen. Doch zwischen der Euphorie seiner Anhänger und den politischen Hürden der Realität liegt ein steiniger Weg.
"Wem gehört New York?", fragt Zohran Mamdani in seiner Antrittsrede, in der der links-demokratische Politiker deutlich macht, dass er nicht vor hat, kleine Brötchen zu backen. Er wendet sich direkt an jene Kritiker, die ihm im Vorfeld zur Mäßigung rieten: "Beim Schreiben dieser Rede wurde mir gesagt, dies sei der Anlass, die Erwartungen herunterzuschrauben. Ich solle diese Gelegenheit nutzen, um die Menschen in New York dazu zu ermutigen, wenig zu verlangen und noch weniger zu erwarten. Das werde ich nicht tun. Die einzige Erwartung, die ich zurückschrauben möchte, ist die der geringen Erwartungen. Ab heute werden wir umfassend und kühn regieren."
Mamdanis Vision ist klar: Eine Rückkehr zu einer aktiven, fordernden Regierungspolitik. "Das Rathaus wird nicht länger zögern, seine Macht zu nutzen, um das Leben der New Yorker zu verbessern", ruft er der Menge zu. Er verspricht, die Frage "Wem gehört New York?" neu zu beantworten - nicht den Reichen und gut Vernetzten, sondern allen 8,5 Millionen Einwohnern. Seine zentralen Versprechen waren: kostenloser Busverkehr, kostenlose Kinderbetreuung und gedeckelte Mieten.
Hoffnungsträger der Arbeiterklasse
Bei seinen Anhängern trifft dieser Ton einen Nerv. "Wir haben ihn gewählt, weil wir bereit für den Wandel sind", sagt Jen Shoemaker am Rande der Feierlichkeiten. "Selbst wenn er nur ein Viertel seiner Versprechen einlöst." Viele hier hoffen auf konkrete Verbesserungen ihrer Lebenssituation. Abdul Inniss etwa setzt auf eines der zentralen Wahlkampfversprechen: "Die Mieten schießen nur so in die Höhe. Hoffentlich kann er die Mieten wirklich einfrieren."
Aber was von all seinen Versprechen ist machbar? Wie realistisch sind seine ambitionierten Vorhaben? Die Politikwissenschaftlerin Annika Hinze von der Fordham Universität in New York forscht zu Kommunalpolitik und hat sich viel mit Mamdanis Kandidatur beschäftigt. Sie dämpft die Euphorie und differenziert zwischen den verschiedenen Versprechen.
Als am ehesten umsetzbar sieht Hinze die Pläne für städtische Supermärkte und die kostenlose Kinderbetreuung an. "Ich denke, beides ist für einen Bürgermeister machbar und entscheidbar. Allerdings werden sie natürlich Geld kosten", analysiert Hinze. Mamdani plant, dies durch höhere Steuern für Superreiche und den Privatmarkt zu finanzieren. Hinze hält dies nicht für unmöglich, da New York auch bei höheren Abgaben ein Wirtschaftsmagnet bleibe.
Problemfelder Wohnen und Nahverkehr
Deutlich schwieriger wird es beim Thema Wohnen. Zwar verspricht Mamdani einen "Rent Freeze", doch sein Vorgänger Eric Adams hat ihm hier strategische Steine in den Weg gelegt. Über Mieterhöhungen bei sozialgebundenen Wohnungen entscheidet das sogenannte Rent Guidelines Board. Adams hat jetzt noch mal vier neue Mitglieder ernannt. Da diese Amtszeiten gestaffelt sind, hat Mamdani kurzfristig keine Mehrheit in dem Gremium, um einen sofortigen Stopp von Mieterhöhungen durchzudrücken. Für Mamdani eine Herausforderung.
Am härtesten dürfte der Kampf um den kostenlosen Nahverkehr werden. Die New Yorker Verkehrsbetriebe (MTA) unterstehen auch dem Bundesstaat und nicht nur der Stadt. "Der Bürgermeister kann dort nur vier Mitglieder nominieren, nicht einmal ernennen", gibt Hinze zu bedenken. Hier werde Mamdani voraussichtlich "auf Granit beißen" da ihm schlicht die Macht fehlt.
Ein Sozialist im Rathaus
Mamdani macht keinen Hehl aus seiner ideologischen Ausrichtung. "Ich wurde als demokratischer Sozialist gewählt und ich werde als demokratischer Sozialist regieren", stellt er in seiner Rede klar und zitiert sein Vorbild Bernie Sanders, der ebenfalls anwesend ist. Sanders verteidigt seinen Politkollegen gegen Kritik: "Im reichsten Land der Welt ist es nicht radikal, dafür zu sorgen, dass Menschen in bezahlbaren Wohnungen leben können."
Doch die Polarisierung ist spürbar. Während junge New Yorker und Menschen mit Migrationshintergrund jubeln, gibt es auch Skepsis. Hannah Sandhu aus Brooklyn äußert Sorgen, die viele in der jüdischen Community teilen: "Ich habe Angst, dass Antisemitismus unter ihm normal wird. Ich lebe über einer israelischen Jazz-Bar, und wir werden oft angegriffen."
Mamdani, der sich stark pro-palästinensisch positioniert, versucht in seiner Rede, Brücken zu bauen. "Ich stehe an der Seite der über eine Million New Yorker, die vor fast zwei Monaten für diesen Tag gestimmt haben - und ich stehe genauso entschlossen an der Seite derer, die es nicht getan haben." Für alle, die New Yorker sind, sei er der Bürgermeister. "Unabhängig davon, ob wir einer Meinung sind, werde ich Sie beschützen", fügt er hinzu.
Überraschende Dynamik mit Trump
Ein besonders heikles Spannungsfeld eröffnet sich in der Migrationspolitik, gerade mit Blick auf Washington. Zwar liegen Einwanderungsgesetze in der Hand des Präsidenten und des Kongresses, doch Expertin Hinze sieht für Mamdani durchaus Spielraum, den Kurs seines Amtsvorgängers zu korrigieren. Adams hatte sich zuletzt Trump angenähert und der Einwanderungsbehörde ICE den Zugang zu bestimmten sensiblen Daten von illegalen Migranten gewährt. Mamdani hingegen könnte New Yorks Status als "Sanctuary City" wiederbeleben.
Zwar kann er ICE-Razzien nicht gänzlich verhindern, aber Symbolpolitik betreiben. Mamdani könnte die Polizei anweisen, nicht mit den Bundesbehörden zu kooperieren, um so den Schutzraum für Migranten innerhalb der städtischen Möglichkeiten zu wahren.
Besonders spannend zu beobachten ist daher die mittlerweile überraschende Dynamik, die sich indes zwischen ihm und US-Präsident Donald Trump abzeichnet. Obwohl Trump Mamdani lange als Kommunisten brandmarkte und mit Mittelkürzungen für New York City im Falle der Wahl Mamdanis drohte, verlief das erste persönliche Treffen der beiden Ende November überraschend harmonisch. Ob diese Waffenruhe hält, ist fraglich, doch Mamdani ist auf Bundesmittel angewiesen.
Ein neuer Stil
Für Politikwissenschaftlerin Hinze bleibt abzuwarten, wie viel von der ambitionierten Agenda der neue Bürgermeister wirklich umsetzen kann: "Vielleicht kann er in einer gesamten Amtszeit die Hälfte oder drei Viertel seiner Ziele erreichen. Aber ich vermute, in den ersten 100 Tagen werden wir sehr wenig sehen."
Mamdani selbst gibt sich kämpferisch. "Die Arbeit geht weiter, die Arbeit dauert an", ruft er der Menge zum Abschluss zu. "Die Arbeit, meine Freunde, hat gerade erst begonnen."
Angriff auf Putin-Residenz?: Moskau übergibt angebliche Beweise an USA

Die Ukraine streitet einen Angriff auf eine Putin-Residenz ab - auch der US-Geheimdienst hat offenbar Zweifel. Der Kreml bleibt bei dem Vorwurf und teilte mit, angebliche Beweise für die Attacke an die USA ausgehändigt zu haben.
Russland hat nach Angaben seines Verteidigungsministeriums Belege für einen angeblich ukrainischen Angriff auf eine Putin-Residenz an die USA ausgehändigt. Den russischen Angaben zufolge wurden Materialien mit entschlüsselten Navigationsdaten einer ukrainischen Drohne sowie ein Bauteil der Drohne einem Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau übergeben.
Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte ein Video, das die Übergabe zeigen soll. Russische Geheimdienstexperten hätten die Daten entschlüsselt, sagt darin der selten in der Öffentlichkeit auftretende Chef des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow. Damit sei klar belegt, dass diese Drohne am 29. Dezember 2025 in der Region Nowgorod einen "Terroranschlag" auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin ausführen sollte, hieß es.
Berichte: CIA unterstützt ukrainische Position
Die Ukraine weist den Vorwurf Russlands seit Tagen deutlich zurück. Berichten des Wall Street Journals und der Sender CNN und PBS zufolge unterstützt auch der US-Auslandsgeheimdienst CIA die ukrainische Sichtweise: Eine CIA-Analyse belege, dass es einen Drohnenangriff auf ein militärisches Ziel in derselben Region wie Putins Residenz gegeben habe, allerdings nicht in der Nähe des Anwesens.
Zunächst hatte der Kreml angekündigt, keine Belege für den Vorwurf vorlegen zu wollen. Schließlich wurden am Mittwoch aber doch angebliche Beweise präsentiert. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst sprach von gefälschten Karten und Attrappen.
US-Regierung: Trump zieht Nationalgarde aus US-Städten ab

Chicago, Los Angeles und Portland: In mehreren US-Städten hatten Gerichte Einsätzen von Nationalgardisten einen Riegel vorgeschoben. Nun hat Präsident Trump deren Abzug aus den von Demokraten regierten Großstädten angekündigt.
Nach mehreren gerichtlichen Entscheidungen gegen den Einsatz von Nationalgardisten will US-Präsident Donald Trump vorerst auf Entsendungen weiterer Kräfte verzichten. Die Nationalgardisten sollten aus Chicago, Los Angeles und Portland abgezogen werden, schrieb der Republikaner auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social.
Zugleich stellte er trotz richterlicher Anordnungen künftige Einsätze in Aussicht - "vielleicht in einer ganz anderen und stärkeren Form, wenn die Kriminalität wieder zunimmt".
Seit Sommer hatte Trump in mehreren Städten den Einsatz angeordnet - in den meisten Fällen gegen den Willen der Städte und Bundesstaaten und unter dem Vorwand vermeintlich ausufernder Kriminalität. Im Normalfall haben die Bundesstaaten die Kontrolle über die Nationalgarde, die eine militärische Reserveeinheit und Teil der US-Streitkräfte ist. Für die Hauptstadt Washington, die rechtlich kein eigener Bundesstaat ist, gelten Sonderregeln.
Richter untersagten Einsätze
Mitte Dezember hatte ein Bundesrichter die Regierung angewiesen, ihren Einsatz der Nationalgarde in Los Angeles zu beenden. Zu dem Zeitpunkt waren nur noch rund 100 Nationalgardisten dort im Einsatz - von ehemals etwa 4.000, die noch im Sommer mobilisiert worden waren, als dort gegen die Migrationspolitik der US-Regierung protestiert wurde. Die Westküstenmetropole war die erste von mehreren demokratisch regierten Städten, in die Washington Nationalgardisten schickte.
Kurz vor Weihnachten hatte Trump vor dem Obersten Gerichtshof der USA bei seinen Plänen eines Nationalgarde-Einsatzes in Chicago eine Niederlage kassiert. Der Oberste Gerichtshof der USA wies einen entsprechenden Eilantrag ab. Auch beim Einsatz in Portland im US-Bundesstaat Oregon untersagte eine Bundesrichterin ebenfalls die Entsendung.
"Jetzt ist Trump gezwungen nachzugeben"
Zu dem nun verkündeten vollständigen Abzug der Nationalgarde aus den drei Metropolen erklärte der Gouverneur des Bundesstaates Illinois, JB Pritzker, zu dem Chicago gehört, Illinois sei mit seiner Klage gegen Trumps Versuch, "amerikanischen Städte mit der Nationalgarde zu militarisieren", erfolgreich gewesen. "Jetzt ist Trump gezwungen nachzugeben", fügte JB Pritzker im Onlinedienst X hinzu.
Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom erklärte mit Blick auf Los Angeles, das Nachgeben von Trump bedeute, "dass diese illegale Einschüchterungstaktik endlich ein Ende hat."
Die Nationalgarde kann etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder Notfällen im Inneren eingesetzt werden. In bestimmten Situationen kann der US-Präsident das Kommando übernehmen - etwa, wenn eine Rebellion gegen die Autorität der Regierung droht oder im Gange ist.
Vierschanzentournee: Prevc fliegt auch in Garmisch-Partenkirchen davon

Die Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen konnte am Neujahrstag keinen Überraschungssieger präsentieren. Auf der Olympiaschanze zeigte der Slowene Domen Prevc erneut keine Schwäche und räumte souverän den zweiten Tournee-Sieg ab. Jan Hörl und Stephan Embacher sorgten mit Platz zwei und drei für Jubel im österreichischen Team.
Auch die deutschen Ski-Adler Felix Hoffmann und Philipp Raimund performten weiter auf hohem Niveau und landeten auf Rang sechs und sieben. "Er hat einfach ein Fluggefühl, von dem ich nur träumen kann. Es ist krass, wenn man sieht, wie groß der Abstand von Domen ist", so Raimund über Sieger Prevc. Das Ergebnis passt auf jeden Fall für Bundestrainer Stefan Horngacher: "Mit sechs und sieben kann man zufrieden sein."
Prevc kontert Angriff von Hörl
Der Österreicher Jan Hörl versuchte, mit seinem Flug auf 141 Metern Druck auf den "Domenator" auszuüben. Beeindrucken konnte er Prevc allerdings nicht. Der Slowene schickte postwendend die passende Antwort. Er flog einfach zwei Meter weiter und übernahm souverän die Führung. "Es liegt an mir, den Druck in Adrenalin umzuwandeln", sein Credo.
Im Finale ließ Prevc dann keine Zweifel darab, wer die Schanze und die Konkurrenz auch am ersten Tag des Jahres im Griff hatte. Während Herausforderer Hörl nach 131,5 Metern landete, holte sich Prevc den Sieg mit einem Sprung auf 141 Meter und baute seinen Vorsprung weiter aus. Der Tourneesieg ist ihm bereits zur Halbzeit kaum noch zu nehmen.
In der Gesamtwertung liegt der 26-Jährige nun mit 619,8 Punkten bereits deutlich vor Hörl (584,8) und hat beste Chancen, zehn Jahre nach seinem Bruder Peter den Goldadler zu gewinnen. Einen größeren Vorsprung hatte es zur Halbzeit zuletzt vor 21 Jahren gegeben.
DSV-Duo glänzt weiter
Wieder einen starken Eindruck hinterließ auch Felix Hoffmann, der nach seinem Satz auf 134 Metern ein breites Grinsen und die Jubel-Faust zeigte. Mit Platz fünf im ersten Durchgang machte aber nicht nur der 28-Jährige dem DSV-Team Hoffnungen auf einen Podestplatz, denn Philipp Raimund konnte sich direkt dahinter in Position bringen. "Nicht ganz optimal, aber gut die Sprünge", so Stefan Horngacher im ZDF-Interview. "Ich bin sehr zufrieden mit meinen Vorspringern."
Das deutsche Top-Duo lieferte auch im Finale. Raimund legte mit 135 Metern vor, Hoffmann zog mit 136 Metern nach. Für das Podest reichte es nicht. Platz sechs und sieben am Ende bedeuten dennoch wieder zwei Top-Ergebnisse für die deutschen Springer.
Paschke stärkt Selbstbewusstsein
Nicht zu vergessen Pius Paschke, der als 23. ins Finale einzog. Für den 35-jährigen Skisprung-Oldie ging die Post zwar nicht so richtig ab, aber Platz 21 am Ende des Tages war für den Vorjahres-Gesamt-Sechsten ein gutes Ergebnis. "Es läuft besser, die Basis war ganz gut", strahlte der Oberbayer erleichtert. "War solide, nehm ich so mit."
Kein zweiter Durchgang für Wellinger und Geiger
In kleinen Schritten geht es dagegen für Andreas Wellinger vorwärts. Die Leichtigkeit der vergangenen Jahre hat er zwar noch nicht zurück, doch in Garmisch-Partenkirchen gelang dem Olympiasieger einer seiner derzeit besseren Sprünge. Für den zweiten Durchgang reichten die 124,5 Meter jedoch nicht.
Auch Teamkollege Karl Geiger, der in seinem Duell auf Pius Paschke traf, flog zu kurz und erlebte das Finale nur als Zuschauer. Wie Youngster Ben Bayer zog der 32-jährige Oberstdorfer den Kürzeren. "Natürlich ist das jetzt nicht das, was ich mir erhofft und auf was ich hingearbeitet habe", so der 32-Jährige. Er müsse jetzt kleine Schritte gehn, und "das große Ganze im Blick haben."
Zajc erneut disqualifiziert
Der Slowene Timi Zajc wurde derweil auch beim zweiten Wettbewerb der Vierschanzentournee disqualifiziert und erhält nun eine Rote Karte. Der Anzug des Slowenen wich diesmal um vier Millimeter von der Norm ab, weshalb Zajc schon vor seinem ersten Sprung disqualifiziert wurde. "Es kann passieren, aber wenn es das zweite Mal in Folge passiert, muss ich sagen: Das darf nicht passieren. Das ist für den Athleten natürlich sehr frustrierend", sagte Karl Geiger über den erneuten Verstoß seines Widersachers.
Regional
Baden-Württemberg: BW-Newsticker am Morgen: Dreijähriges Kind muss nach Feuerwerks-Unfall operiert werden, Auf uns warten Schnee und Gewitter mit Blitz und Donner, Verletzter nach Brand-Katastrophe in der Schweiz nach Stuttgart gebracht

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.
2.1.2026, 7:19 Uhr
Unfälle mit Feuerwerk: Dreijähriges Kind muss operiert werden
Über die Zustände in der Silvesternacht am Stuttgarter Klinikum haben wir ja bereits vorhin berichtet, aber auch in anderen Landesteilen hatte das Hantieren mit Feuerwerk und Böllern zum Teil erhebliche Folgen: So musste in der Oberschwabenklinik in Ravensburg ein dreijähriges Kind noch in der Nacht operiert werden, nachdem es sich beim Hantieren mit einem Feuerwerkskörper eine schwerere Verletzung an der Hand zugezogen hatte. Der Vater des betroffenen Kindes wollte noch eingreifen. Er musste dann ebenfalls operiert werden. In der Notaufnahme des Klinikums Ravensburg wurden in der Silvesternacht insgesamt sieben direkt silvesterbedingte Fälle behandelt. Sechs Patienten haben sich Verletzungen durch Feuerwerkskörper oder Verbrennungen zugezogen. Ein Patient musste wegen einer Schlägerei behandelt werden. In Lahr im Ortenaukreis verlor ein 42-Jähriger bei einer Böllerexplosion drei Finger. Durch den "unsachgemäßen Umgang" mit Feuerwerkskörpern sei der Unfall zustande gekommen, so die Polizei. Er sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Ob es sich um einen legalen oder illegalen Feuerwerkskörper handelte, konnten die Beamten nicht sagen.
2.1.2026, 9:47 Uhr
Verband kritisiert Regierungspläne zum Schutz von Rettungskräften
Nachdem es in der Silvesternacht wieder Angriffe auf Rettungskräfte gab, glaubt der Berufsverband Rettungsdienst nicht, dass strengere Gesetze etwas an der Situation ändern werden. Es gebe bereits entsprechende Gesetze für hohe Strafen, die aber nicht angewendet würden, sagte der Verbandsvorsitzende Frank Flake den Zeitungen der Funke Mediengruppe über die schon jetzt geltende Rechtslage. Bis es zu Prozessen komme, dauere es Monate, manchmal Jahre, "bis dahin ist das Geschehene schon fast vergessen". Das mögliche Strafmaß, das schon jetzt bei bis zu fünf Jahren liege, werde fast nie ausgereizt. Kurz vor Silvester hatte Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) den angekündigten Gesetzentwurf zum besseren Schutz von Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften vorgelegt. Er sieht härtere Mindeststrafen für Angriffe auf diese Personengruppen vor. Laut Justizministerium soll es dafür künftig Freiheitsstrafen von mindestens sechs statt wie bisher mindestens drei Monaten geben. In besonders schweren Fällen soll eine Mindeststrafe von einem Jahr statt wie bisher sechs Monaten drohen. Das soll etwa für Überfälle gelten, bei denen Einsatzkräfte in einen Hinterhalt gelockt werden. Wer Rettungs- und Einsatzkräfte bei ihrer Arbeit behindert, soll grundsätzlich nicht mehr mit einer Geldstrafe davonkommen können, sondern in Haft.
2.1.2026, 9:33 Uhr
Halbzeit bei der Vierschanzentournee: Philipp Raimund in Schlagdistanz
Zum Neujahr gehört für Millionen Sportfans das Neujahrsspringen der Vierschanzentournee in Garmisch-Patenkirchen dazu. Der alles überragende Springer war auch gestern wieder der Slowene Domen Prevc, der mit großem Vorsprung nach Oberstdorf auch in Garmisch gewann. Eine der beiden deutschen Hoffnungen, der gebürtige Göppinger Philipp Raimund, belegte gestern Platz 7. In der Gesamtwertung liegt der 25-Jährige auf Platz 6, der Abstand zum Treppchen ist aber aufholbar. Weiter geht es für die Skispringer morgen mit der Qualifikation zum dritten Springen in Innsbruck.
2.1.2026, 9:18 Uhr
Crans-Montana: Identifizierung der Todesopfer wird noch dauern
Nach der Brandkatastrophe in der Schweiz mit rund 40 Toten und 115 Verletzten haben die Menschen der Opfer gedacht. Nach einem Gottesdienst im Skiort Crans-Montana im Kanton Wallis legten am Abend hunderte Einwohner und Angehörige Blumen nieder. Ermittler haben inzwischen mit der Identifizierung der Toten begonnen. Die Leichen seien so stark verbrannt, dass es Tage dauern könne, bis die Namen aller Opfer festgestellt würden, teilten die Schweizer Behörden mit. "Das erste Ziel ist es, allen Leichen Namen zuzuordnen", sagte der Bürgermeister von Crans-Montana, Nicolas Feraud. Die Behörden vermuten, dass auch Ausländer unter den Toten sind. Viele der mehr als 100 Verletzten weisen zudem lebensbedrohliche Verbrennungen auf. In der Universitätsklinik Lausanne wurden allein etwa 13 volljährige und 8 minderjährige Brandverletzte aufgenommen, "deren Körperoberfläche zu mehr als 60 Prozent verbrannt ist", wie der Chefarzt des Spitals Morges, Wassim Rafoul, sagte. Es handle sich um sehr schwere Verletzungen, deren Behandlung lange dauern werde. Hinzu könne kommen, dass die Verletzten auch Rauchgasvergiftungen, Quetschungen sowie Knochenbrüche durch das Gedränge erlitten hätten. Durch das Verbrennen von Kunststoff könnten sehr giftige Dämpfe entstanden sein.
2.1.2026, 9:09 Uhr
Verkehrsbehinderungen auf A6 - aber keine Sperrung mehr
Es gibt ein Update zum Unfall auf der A6 beim Kreuz Weinsberg: Nach dem Brand eines Lkw ist in Richtung Nürnberg aktuell nur die linke Spur frei. Laut Polizei gibt es eine Umleitung, die Feuerwehr ist noch vor Ort.
2.1.2026, 9:02 Uhr
Aalen: Junge Muslime säubern traditionell Innenstadt am Neujahrsmorgen
Freiwilliges Engagement, um den Dreck wegzumachen, den man selbst nicht mal verursacht hat. Kommt gefühlt immer seltener vor, aber am 1. Januar ist dies in einigen Städten im Land eine Tradition. Junge Mitglieder der Ahmadiyya Muslim Jugendorganisation haben beispielsweise in Mannheim und in Aalen (Ostalbkreis) traditionell die Innenstadt von Silvestermüll befreit. Während viele noch schlafen, sammelten die freiwilligen Helfer Raketenreste, Flaschen und andere Überbleibsel der Silvesternacht ein. Die Aktion, die seit rund 30 Jahren stattfindet, ist eine feste Tradition der muslimischen Gemeinde und soll nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch ein Zeichen für Verantwortung und gesellschaftliche Verbundenheit setzen.
2.1.2026, 8:51 Uhr
Hotel für Hunde? An Silvester ist eben alles möglich
Die Silvesternacht ist vorbei - und Millionen von Haustier-Besitzern können vermutlich ein Lied davon singen, wie anstrengend es für sie und ihr Tier wieder war. Viele Hundehalter sind von Böllern und Co. geflohen und haben sich in ein Hotel am Stuttgarter Flughafen eingemietet. Sogar ein Buffet für die Hunde wurde angeboten. Wieso? Rund um den Flughafen ist die Verbotszone für Feuerwerk noch strenger, viele Vierbeiner können hier zur Ruhe kommen. Wir haben uns entsprechend umgesehen und viele zufriedene Gesichter und Hundeschnauzen gesehen.
2.1.2026, 8:36 Uhr
Freiburg: Steuer auf Einwegverpackungen
Seit Beginn des neuen Jahres erhebt Freiburg eine Steuer auf Einwegverpackungen. Einweg-Becher oder entsprechendes Geschirr werden zum Beispiel mit 50 Cent besteuert. Ein Snack zum Mitnehmen wird dadurch wohl teurer. Das kommt euch bekannt vor? Ja, Tübingen hatte diese Abgabe bereits 2022 eingeführt. Auch Konstanz hat inzwischen eine solche Steuer.
2.1.2026, 8:21 Uhr
Monaco im Europa-Park: Fürst Albert II. wird als Gast erwartet
Eigentlich läuft im Europa-Park in Rust (Ortenaukreis) noch die Wintersaison, aber man kann ja durchaus schon mal auf die neue Saison ab Ende März schauen. Mit "Monaco" soll dann der 18. Themenbereich im Europa-Park eröffnet werden. Dafür wird im Frühjahr voraussichtlich auch Fürst Albert II. von Monaco als Gast in Rust erwartet. Schon bekannt war, dass es einen eigenen Bereich zum Thema "Weltraum" geben wird - allerdings erst 2028. Die 1997 im russischen Themenbereich eröffnete Achterbahn "Euro-Mir" soll zunächst abgebaut und dann mit neuer Technik und unter einem neuem Namen als Familienachterbahn wieder aufgebaut werden.
2.1.2026, 8:08 Uhr
Hochbetrieb bei der Telefonseelsorge: Einsamkeit und Wut prägen die Feiertage
Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr wird oft als besinnlich und friedlich beschrieben. Doch für viele Menschen ist sie genau das Gegenteil: eine belastende, emotionale Phase. Das spürt auch die Telefonseelsorge, die in diesen Tagen Hochbetrieb hat. Astrid Barnowsky, Leiterin der Telefonseelsorge Nord-Württemberg in Heilbronn, berichtet, dass viele Anruferinnen und Anrufer sich einsam, wütend oder überwältigt fühlen. Menschen, die unter Einsamkeit, familiären Konflikten oder emotionalen Belastungen leiden, suchen in dieser Zeit verstärkt Unterstützung. Neben den klassischen Telefonaten greifen immer mehr Menschen zur Tastatur, um ihre Sorgen zu teilen. Vor allem unter den unter 35-Jährigen steigt die Nachfrage nach textbasierten Angeboten wie Chats oder E-Mails. Barnowsky sieht darin einen klaren Vorteil: Die Hemmschwelle, einen Chat zu starten, sei oft deutlich geringer als zum Telefonhörer zu greifen. Besonders für Menschen, die Schwierigkeiten haben, über ihre Gefühle zu sprechen, bietet das Schreiben eine wichtige Alternative.
2.1.2026, 7:52 Uhr
A6 nach Unfall bei Weinsberg komplett gesperrt
Achtung, wenn ihr aktuell mit dem Auto unterwegs seid oder gleich los möchtet: Solltet ihr die A6 rund um Heilbronn nehmen wollen, fahrt lieber drum herum. Die A6 ist nämlich aktuell zwischen dem Kreuz Weinsberg und Bretzfeld in beide Richtungen gesperrt. Laut Polizeisprecher ist ein Lkw in Brand geraten. Verletzt wurde niemand, wie lange die Sperrung andauert, ist noch unklar.
2.1.2026, 7:36 Uhr
Baden-Württemberg nicht mehr Spitzenreiter bei Geldautomaten-Sprengungen
Es war eine eher zweifelhafte Ehre, in dieser Statistik einen Spitzenplatz zu belegen: Noch vor einem Jahr zählte Baden-Württemberg zu den bundesweiten Brennpunkten für Geldautomaten-Sprengungen. Inzwischen ist es spürbar ruhiger geworden, die Zahl der Taten ist deutlich gesunken. "Die Geldautomaten-Sprengungen haben wir deutlich nach unten gedrückt, von 43 Fällen im Jahr 2024 auf 13 im Jahr 2025", sagt Innenminister Thomas Strobl (CDU). Das entspricht einem Rückgang von rund 70 Prozent. Fünfmal kamen sie an Bargeld, insgesamt wurden laut Innenministerium rund 650.000 Euro erbeutet. Festgenommen wurde bislang niemand. Für die Bevölkerung bleibt damit ein zwiespältiges Gefühl: Es gibt zwar weniger Taten, aber weiterhin hochprofessionelle Täter. Zwar ist die Beute inzwischen geringer, doch das eigentliche Problem bleiben die massiven Schäden, die auf 5,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr an Gebäuden, Fassaden und Co. geschätzt werden.
2.1.2026, 7:08 Uhr
Die Wetter-Aussichten: Schnee, stürmische Böen, Blitz und Donner
Schnee, Sturm und sogar Gewitter: Der Winter zeigt in Baden-Württemberg am Freitag seine raue Seite. Es wird wechselnd bis stark bewölkt mit Schnee- oder Schneeregenschauern, am Nachmittag örtlich auch mit Donner und Blitz. Dazu weht ein frischer Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen, im Bergland sind schwere Sturmböen möglich. Die Temperaturen bleiben winterlich: Während im Bergland bis zu minus zwei Grad erwartet werden, sind im Raum Mannheim maximal fünf Grad drin. In der Nacht zum Samstag zieht teils mäßiger Schneefall durch, danach ist es wechselnd bis stark bewölkt. Vorsicht ist dennoch geboten: Bei Tiefstwerten zwischen minus 1 und minus 7 Grad droht Glätte.
2.1.2026, 6:53 Uhr
Notfallmediziner zu Silvester: War eine "eher heftige" Nacht - Bedrohungen und rassistische Sprüche
In den Notaufnahmen im Land war rund um den Jahreswechsel viel los. Alle Hände voll zu tun hatten die Ärzte und Pfleger beispielsweise in der Notfallaufnahme des Klinikums Stuttgart. Ein knapp 80 Jahre alter Mann habe bei einer Böllerexplosion einen Finger verloren, zwei weitere müssten wohl amputiert werden, berichtete der leitende Oberarzt Florian Dengler. Ein jüngerer Herr um die 40 habe schwerste Kopfverletzungen erlitten, als er eine Feuerwerksbatterie mit einem Gasbrenner oder einem ähnlichen Gerät anzünden wollte und die Batterie neben ihm explodierte. Der 37-jährige Mediziner berichtete, ab Mitternacht habe man fast dreimal so viele Patienten versorgen müssen wie an einer normalen Wochenend-Nacht. Dieses Jahr sei es verglichen mit anderen Silvesterschichten "eher heftig" gewesen. Der Oberarzt berichtete auch von zunehmend aggressiven Patienten, die Pflegekräfte und Ärzte beleidigten, bedrohten oder teils mit rassistischen oder sexistischen Sprüchen angingen. Auch der Sicherheitsdienst in der Notaufnahme werde in der Silvesternacht aufgestockt.
2.1.2026, 6:41 Uhr
Tresor mit Waffe und Autoschlüssel aus dem Neckar geborgen
Am Silvestermorgen haben Magnetangler am Heilbronner Neckarufer einen ungewöhnlichen Fund gemacht: Sie zogen einen etwa 30x30 Zentimeter großen, zehn Kilogramm schweren Tresor aus dem Neckar. Der Tresor, der bereits von Muscheln bewachsen war, wurde vor Ort aufgehebelt. Zum Vorschein kamen unter anderem eine Schreckschusswaffe mit vollem Magazin, ein Fahrzeugbrief für einen Fiat samt Autoschlüssel, ein Schlüsselbund einer Yamaha mit Bedienungsanleitung und eine abgelaufene Kreditkarte. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe des Fundes zu klären. Den Tresor durften die Angler übrigens behalten - er soll jetzt in ein Museum kommen.
2.1.2026, 6:26 Uhr
Ermäßigter Steuersatz in der Gastronomie: "Bin optimistischer als noch vor einem Jahr"
Der baden-württembergische Landeschef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Hans-Ulrich Kauderer, hat in der Debatte um die seit dem Jahreswechsel geltenden ermäßigten Mehrwertsteuersätze von sieben Prozent die Bedeutung der Gastronomie-Vielfalt im Land betont. Für die Branche ist der Schritt nach Ansicht Kauderers ein Meilenstein. "Essen im Gasthaus auf Porzellan und mit gutem Service wird künftig nicht mehr höher besteuert als Fastfood zum Mitnehmen", erklärte der Dehoga-Chef. Das sei nicht nur ein Gewinn für die kulinarische Kultur, sondern auch ein Gebot der Fairness. Die Wettbewerbsverzerrungen zulasten der personalintensiven Speisegastronomie sei nun endlich beseitigt worden. Der niedrigere Mehrwertsteuer-Satz löst aus Sicht des Verbandes nicht alle Probleme - verschafft den Betrieben aber dringend benötigten wirtschaftlichen Spielraum. "Die Lage bleibt herausfordernd, aber ich bin optimistischer als noch vor einem Jahr und sehe jetzt eine realistische Chance, dass wir den Negativtrend bei der Umsatzentwicklung stoppen können", so Kauderer weiter. Immer wieder gab es ja Kritik daran, dass die Preise für die Kundinnen und Kunden nicht in gleicher Weise sinken werden. Kauderer sieht es so: "Zunächst einmal ist es eine gute Nachricht für die Gäste, wenn mehr Gasthäuser und Restaurants wirtschaftlich überleben, weil so die Vielfalt des Angebots gesichert wird". Der Wettbewerb in der Branche sei intensiv, der Markt funktioniere. "Davon werden auch die Gäste profitieren."
2.1.2026, 6:15 Uhr
Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana: Verletzter nach Stuttgart ausgeflogen
Nach der verheerenden Brandkatastrophe im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana geht die Aufarbeitung weiter. In dem Ort im Kanton Wallis ist in der Silvesternacht gegen 1:30 Uhr ein Feuer in der Bar "Le Constellation" ausgebrochen. Augenzeugen hatten ARD-Korrespondenten berichtet, dass möglicherweise funkensprühende Geburtstags-Kerzen die Decke im Keller der Bar in Brand gesetzt haben könnten. Anschließend soll es zu einer Explosion gekommen sein. Nach Polizeiangaben sind dabei etwa 40 Menschen gestorben. 115 Menschen wurden verletzt, die meisten davon schwer. Sie wurden auf Krankenhäuser in der ganzen Schweiz verteilt. Ein Patient wurde in eine Klinik nach Stuttgart geflogen. Ob es Deutsche unter den Opfern gibt, ist noch nicht bekannt.
2.1.2026, 6:09 Uhr
Drei Tote nach Bränden im Land
Rund um den Silvestertag sind in Baden-Württemberg drei Menschen bei Bränden ums Leben gekommen. In Bonndorf im Kreis Waldshut kam ein 60-jähriger Mann bei einem Brand ums Leben. Wie die Polizei mitteilte, brach das Feuer am Silvesterabend gegen 21:30 Uhr im Bereich eines Balkons aus. Die genaue Ursache des Feuers ist bislang noch unklar. In Lenzkirch (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) wurde laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) ein 68-jähriger Mann tot in einer Wohnung gefunden, in der am Morgen des Silvestertags ein Brand ausgebrochen war. Das Polizeipräsidium Freiburg will dazu am heutigen Freitag weitere Informationen bekannt geben. Nach Angaben der dpa konnte die Feuerwehr 14 Personen aus dem Gebäude retten. Auch in Giengen an der Brenz im Kreis Heidenheim ereignete sich am Vormittag des Silvestertags ein Brand. Nach Informationen der dpa soll eine Frau bei dem Feuer ums Leben gekommen sein. Weitere Informationen zu diesem Vorfall liegen derzeit noch nicht vor.
2.1.2026, 6:01 Uhr
Angriff auf Polizisten und Straßenbahn: Viel zu tun für Einsatzkräfte zum Jahreswechsel
Der Jahreswechsel in Baden-Württemberg war für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung. Trotz überwiegend friedlicher Feierlichkeiten kam es zu schweren Vorfällen, darunter Brände mit Todesopfern, Angriffe auf die Polizei und Schäden an Straßenbahnen. In Mannheim kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte. Laut Innenministerium wurden mehrere Polizistinnen und Polizisten mit Pyrotechnik beschossen, wobei einige von ihnen leichte Verletzungen erlitten. Auch ein Straßenbahnfahrer wurde mit Pyrotechnik beschossen, blieb jedoch unverletzt. Drei Straßenbahnen wurden durch Böller- und Steinwürfe beschädigt. Insgesamt wurden im Land sechs Polizeibeamtinnen und -beamte leicht verletzt. Feuerwehr und Polizei hatten landesweit hunderte Einsätze innerhalb weniger Stunden zu absolvieren. Das Innenministerium sprach von einer "Herausforderung für die Einsatzkräfte". Trotz aller Unfälle und Verletzten äußerten sich Verantwortliche am Neujahrstag unter dem Strich eher positiv.
2.1.2026, 6:00 Uhr
Guten Morgen!
Willkommen zum ersten Newsticker am Morgen im neuen Jahr. Wir arbeiten die Ereignisse der Silvesternacht und alles, was sonst noch so in und um Baden-Württemberg passiert ist, für euch auf. Mein Name ist Jakob Fandrey und ich bin bis 10 Uhr für euch hier. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.
Bayern: Chefin im Landratsamt – in Bayern eher die Ausnahme

Als 1970 die erste Frau in Bayern Landrätin wurde, war das eine Sensation. Frauen auf dem Chefsessel in bayerischen Landratsämtern bleiben eine Seltenheit. Nur in jedem zehnten Landkreis regiert eine Frau. Und es könnten sogar wieder weniger werden.
"Ich war so gerne Landrat. Man ist ein kleiner König." Das sagte Paula Volkholz einmal über sich. Die fünffache Mutter wurde 1970 im damaligen Landkreis Kötzting in der Oberpfalz zur ersten Landrätin in Bayern gewählt. Sie hatte bei der Wahl für ihren Mann Ludwig Volkholz kandidiert. Der als "Jagerwiggerl" bekannte Förster und Politiker von der Bayernpartei durfte nämlich wegen einer Vorstrafe nicht bei der Wahl antreten. Deshalb kandidierte kurzerhand seine Frau und gewann die Wahl überraschend gegen den seit 18 Jahren amtierenden Landrat von der CSU. Eine Frau an der Spitze eines Landkreises – das war damals eine Sensation.
Nur sieben von 71 Landratsposten sind weiblich besetzt
Aber auch heute – mehr als 50 Jahre danach – sind Frauen als Landrätinnen in Bayern eher selten: Nur sieben von 71 Landratsposten sind derzeit weiblich besetzt. Seit der Kreisgebietsreform 1972 gab es nach Angaben des Landesamts für Statistik bayernweit insgesamt elf Landrätinnen. Im gleichen Zeitraum haben insgesamt 267 Männer den Posten an der Spitze eines bayerischen Landratsamts besetzt.
Die erste Landrätin in Schwaben war die Ostallgäuer Kreischefin Maria Rita Zinnecker. Die CSU-Politikerin kam 2014 ins Amt. Sie gewann die Wahl gegen ihren Amtsvorgänger Johann Fleschhut von den Freien Wählern (FW).
Ostallgäuer Landrätin war die erste in Schwaben
Seit fast zwölf Jahren steht Maria Rita Zinnecker nun an der Spitze des Landkreises Ostallgäu mit seinen 142.000 Einwohnern. Zur Kommunalwahl im März hört sie aus persönlichen Gründen auf. Dass sie als erste Frau den bis dahin im Ostallgäu immer männlich besetzten Landrats-Job übernahm, sei weder im Wahlkampf noch danach in der täglichen Arbeit ein großes Thema gewesen, sagt Zinnecker heute. "Das hat nie eine große Rolle gespielt – außer bei irgendwelchen Alpha-Männern, die noch das alte Rollenbild hatten."
Das Aussehen spielt eine größere Rolle
Einziger Unterschied: Auf das Aussehen werde bei den Frauen viel mehr geachtet als bei Männern. "War man beim Friseur? Was hat sie jetzt an? Ah, jetzt hat sie eine neue Frisur …" Darauf würden die Leute sehr genau schauen. "Ein Mann kann 20 Jahre den gleichen Anzug haben, da spielt es keine Rolle. Bei Frauen wird das schon kommentiert", sagt Maria Rita Zinnecker. "Das sieht man insbesondere in den sozialen Medien."
Drei Landrätinnen am Alpenrand treten ab
Heute ist Maria Rita Zinnecker in ihrer Region nicht die einzige Landrätin. Im benachbarten Landkreis Oberallgäu sitzt seit 2020 die FW-Politikerin Indra Baier-Müller auf dem Chefsessel. Der oberbayerische Nachbarlandkreis Weilheim-Schongau wird seit 2014 von Andrea Jochner-Weiß (CSU) geleitet.
Allerdings: Alle drei Kreis-Chefinnen treten bei der Kommunalwahl im März nicht mehr an. Für ihre Nachfolge kandidieren fast nur Männer auf aussichtsreichen Positionen. Nach der Wahl dürften es also weniger Landrätinnen sein am Alpenrand. "Ich finde das schade, weil wir die Politik schon auch bereichert haben", sagt die scheidende Ostallgäuer Landrätin Zinnecker. Die Tatsache, dass es nach der Wahl wahrscheinlich weniger Landrätinnen in Bayern geben wird, bezeichnet sie als Missstand.
Zinnecker: "Frauen können besser verlieren"
Frauen seien in Diskussionen konstruktiver und könnten Menschen besser zusammenbringen, glaubt Maria Rita Zinnecker. Sieg und Niederlage spielten nicht so eine große Rolle wie bei Männern. Aber: In der Politik seien Frauen nicht so präsent wie Männer – auch auf kommunaler Ebene. In allen Parteien würden sie zu wenig unterstützt, politisch aufgebaut oder motiviert für die Übernahme eines wichtigen Amtes. Bei aussichtsreichen Wahlen werden laut Zinnecker bis heute eher männliche Kandidaten platziert als Frauen.
"Ich behaupte, Frauen können besser verlieren", sagt Zinnecker. "Sie treten insbesondere an oder werden unterstützt, wenn es amtierende Gegner gibt, gegen die man gewinnen muss. Aber wenn man große Chancen hat, schieben sich gerne die Männer vorne hin."
"Wir könnten Frauen dringend brauchen!"
Maria Rita Zinnecker hofft, dass in Zukunft mehr Frauen ihrem Beispiel folgen und in die Politik gehen. "Man kann viel bewegen und es ist ein tolles Amt", sagt Zinnecker. "Ich hoffe natürlich, dass wir viele Frauen finden, egal ob im Gemeinderat, im Stadtrat, im Kreistag oder als Bürgermeisterin, Landrätin oder Abgeordnete. Da könnten wir Frauen dringend brauchen!"
Das ist die Europäische Perspektive bei BR24.
Quelle: Stadt Land Leute
17.12.2025 - 13:05 Uhr
Berlin: Ringbahn im Norden auch am Freitagmorgen weiterhin unterbrochen

Seit einem Brand am S-Bahnhof Wedding in der Silvesternacht ist die Ringbahn im Norden der Stadt unterbrochen. Wie lange die Störung noch bestehen bleibt, ist nicht bekannt.
Die Berliner Ringbahn ist im Norden auch am Freitagmorgen noch unterbrochen. Das meldet die Bahn auf ihrer Störungsseite [sbahn.berlin]. Bei der S41 und S42 gibt es zwischen Gesundbrunnen und Westhafen (sowie in umgekehrter Richtung) Ersatzverkehr mit Bussen.
Die Störung besteht bereits seit der Silvesternacht, da hatte es einen Brand am S-Bahnhof Wedding gegeben. Wie lang die Störung bestehen bleibt, ist noch unklar. Von der Bahn hieß es bislang nur, sie bleibe mindestens bis Freitagmorgen bestehen. Unter anderem müsse ein Statiker den Brandort untersuchen.
Brand eines Häuschens auf dem Bahnsteig
Kurz nach Mitternacht des Jahreswechsels war laut Feuerwehr ein Aufsichtshäuschen auf dem Bahnsteig in Brand geraten. Verletzt wurde niemand. Die Bundespolizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung. Die Bahn schreibt in ihrer Störungsmeldung bereits von "Vandalismus".
Der Ersatzverkehr mit Bussen fährt am S- und U-Bhf. Gesundbrunnen vom Hanne-Sobek-Platz (wie Buslinie 247, N8), am S- und U-Bhf. Wedding von der Haltestelle Müllerstr. (wie Buslinie 120, N6, N20) und am S- und U-Bhf. Westhafen auf der Putlitzbrücke (wie Buslinie N9). Bis 22 Uhr verkehren die Busse im fünf-Minuten-Takt, nachts alle zehn Minuten.
Brandenburg, Berlin: Das Wochenende wird stürmisch und kalt in Berlin und Brandenburg

Berlin und Brandenburg geraten zum Start ins Wochenende unter den Einfluss eines Sturmtiefs über der Ostsee. Am Freitag ist es den Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) nach stark bewölkt. Immer wieder ziehen Schnee-, Schneeregen- und Graupelschauer durch. Vereinzelt sind kurze Gewitter mit stürmischen Böen von bis zu 80 Kilometer pro Stunde möglich. Es können einzelne Äste herabstürzen und Gegenstände umherfliegen. Die Temperaturen erreichen bis zu vier Grad.
In der Nacht zum Samstag lockert es vorübergehend auf, örtlich fallen weitere Schneeschauer. Dabei kann sich stellenweise eine dünne Schneedecke bilden, zudem besteht Glättegefahr bei Tiefstwerten zwischen minus einem und minus vier Grad.
Am Samstag bleibt es wechselhaft mit einzelnen Schnee- oder Schneeregenschauern. Vereinzelt sind erneut Gewitter mit Böen möglich. Die Höchstwerte liegen zwischen minus einem und plus zwei Grad.
Auch am Sonntag setzt sich das wechselhafte Winterwetter fort, lokal mit Schneeschauern und maximalen Temperaturen um den Gefrierpunkt.
Zu Beginn der neuen Woche bleibt es kühl und unbeständig, mit vereinzelten Schneeschauern und nächtlichem Frost.
Bremen: 10 Dinge, die sich 2026 für Bremerinnen und Bremer ändern

Wer braucht einen Hundeführerschein? Wie teuer wird das Deutschlandticket sein? Und wie läuft das mit der Wehrpflicht? Wir haben für Sie eine Übersicht erstellt.
1. Die Preise in den Bremer Schwimmbädern steigen
Wer im kommenden Jahr in Bremen ein Schwimmbad besuchen will, muss etwas tiefer ins Portemonnaie greifen. In den Hallenbädern wird es in den meisten Fällen 30 Cent teurer. Das Horner Bad erhöht die Preise gar um 80 Cent. Der Eintritt in die Freibäder erhöht sich um 40 Cent. Auch in den Saunen steigen die Preise an.
2. Das Kindergeld wird erhöht
Das Kindergeld steigt in Deutschland von bisher 255 Euro auf 259 Euro pro Monat. Pro Kind gibt es also insgesamt 48 Euro mehr im Jahr.
3. Bremer Freikarte gilt nicht mehr auf Volksfesten
Die Freikarte mit einem Guthaben von 60 Euro für die Kinder und Jugendlichen in Bremen wird es auch im Jahr 2026 geben. Allerdings kann sie dann nicht mehr auf Volksfesten wie dem Freimarkt, sondern nur noch in Kultur- und Freizeiteinrichtungen eingesetzt werden.
Im Jahr 2025 haben die Schausteller auf dem Freimarkt durch das Guthaben auf den Freikarten rund 625.000 Euro eingenommen.
4. Das Deutschlandticket wird teurer
Nach dem großen Erfolg des Neun-Euro-Tickets im Sommer 2022 war das Deutschlandticket im Mai 2023 einst mit einem Preis von 49 Euro gestartet. Zum Jahresbeginn 2025 wurde dieser auf 58 Euro erhöht.
Jetzt erfolgt der nächste Anstieg: Ab dem 1. Januar 2026 kostet das Deutschlandticket bundesweit 63 Euro pro Monat.
5. Hundeführerschein wird in Bremen zur Pflicht
Wer sich ab dem 1. Juli 2026 einen Hund anschafft, muss einen Hundeführerschein vorzeigen können. Um diesen zu erlangen, müssen eine theoretische und eine praktische Prüfung bestanden werden. Grund für die Einführung sind die vergleichsweise vielen "Beißvorfälle".
Wer sich bereits vor dem Juli einen Hund zugelegt hat, muss lediglich dann über einen Hundeführerschein verfügen, wenn es sich um einen gefährlichen Hund handelt.
6. Mehrere Buslinien fahren häufiger
Anstatt wie bisher alle zehn Minuten, fahren ab 5. Januar die Buslinien 25, 26 und 27 werktags alle siebeneinhalb Minuten. Außerdem fährt die Linie 24 ab kommenden Freitagabend das ganze Jahr über jedes Wochenende bis zum Lankenauer Höft. In Bremen-Nord gibt es künftig eine neue Nachtbuslinie: Die N8 fährt fortan vom Bahnhof Vegesack über Aumund und Blumenthal bis nach Schwanewede.
7. Bremer Marathon findet bereits im September statt
Der Bremer Marathon wird im Jahr 2026 nicht im Oktober, sondern bereits am 13. September ausgetragen. Grund hierfür ist, dass Bremen im kommenden Jahr am 3. Oktober der Gastgeber der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit sein wird.
8. Höhere Pendlerpauschale
Bisher konnten Pendler für den Weg zur Arbeit jeweils 30 Cent für die ersten 20 Kilometer und 38 Cent ab dem 21. Kilometer absetzen. Ab dem 1. Januar werden die 38 Cent bereits ab dem ersten Kilometer angesetzt.
9. Die SWB senkt die Strom- und Gaspreise
Ab dem 1. Januar kostet beim Strom die Kilowattstunde (kWh) in der Grundversorgung 30,46 Cent. Der Preis verringert sich um 0,84 Cent. Zugleich steigt allerdings der monatliche Grundpreis um 30 Cent auf 11,06 Euro.
Beim Gas sinkt in der Grundversorgung der Preis pro Kilowattstunde um einen Cent auf 11,48 Cent. Zugleich erhöht sich der monatliche Grundpreis um 77 Cent auf 13,38 Euro.
10. Der Wehrdienst kehrt zurück
Wer im Jahr 2008 geboren wurde und somit 2026 den 18. Geburtstag feiert, erhält im kommenden Jahr per Post einen Fragebogen. In diesem wird mit einer Skala von null bis zehn nach dem Interesse an der Bundeswehr gefragt.
Der Wehrdienst ist freiwillig. Es ist ebenso möglich, sich zivil zu engagieren. Männer müssen den Fragebogen ausfüllen. Bei Frauen geschieht dies auf freiwilliger Basis.
Hessen: Wintereinbruch: Schnee und Glätte sorgen für Unfälle und Einschränkungen in Hessen

Schneefall und glatte Straßen haben in Hessen für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Es gab am frühen Morgen mehrere Unfälle. Auch im Nahverkehr kommt es teilweise zu Einschränkungen.
Die Polizei meldete am Morgen bereits mehrere wetterbedingte Unfälle. Auf der A66 bei Schlüchtern (Main-Kinzig) rutschte ein Lastwagen in den Graben und geriet in Brand.
Ersthelfer retteten laut Polizei den Fahrer. Er sei in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es. Die Fahrbahn Richtung Frankfurt war demnach kurzzeitig voll gesperrt.
Querstehender Lastwagen bei Schotten
Auch auf anderen Straßen kam es zu Behinderungen. Auf der A44 zwischen Kassel und Dortmund blieben in der Nacht mehrere Fahrzeuge liegen. In Schotten (Vogelsberg) stand am frühen Morgen ein Lkw auf schneebedeckter Fahrbahn quer. Bei Birstein-Völzberg (Main-Kinzig) kam ein Auto von der Straße ab, drei Menschen wurden verletzt.
Auch in Weilburg-Gaudernbach kam ein Wagen von der Straße ab. In Hohenstein (Rheingau-Taunus) krachte ein Auto gegen eine Mauer.
Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr
Auch der öffentliche Nahverkehr war am frühen Morgen vom Wintereinbruch betroffen. Wegen Schnee und Glätte gab es laut Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) Verspätungen und Bus-Ausfällen im mehreren Regionen. Betroffen waren der Hochtaunuskreis, der Lahn-Dill-Kreis, der Wetterau-Kreis sowie Gießen (Stadt und Kreis).
Im Gebiet des Nordhessischen Verkehrsverbundes (NVV) fielen am Morgen auf fast allen Linien Busse aus.
Wetterdienst warnt vor Glätte und Sturmböen
Der Deutsche Wetterdienst warnt neben Schneefall und Glätte auch vor Sturmböen, örtlich sind auch Gewitter möglich. Besonders in höheren Lagen bleibt es winterlich. Autofahrer sollten sich auf schwierige Verkehrsbedingungen einstellen. Die Temperaturen liegen am Freitag je nach Höhenlage zwischen minus zwei und fünf Grad.
Auch in den kommenden Tagen bleibt das Wetter unter dem Einfluss kalter Polarluft wechselhaft und windig. In der Nacht zum Samstag rechnen die hr-Meteorologen vor allem im Norden bis in die Mitte Hessens mit weiteren Schneeschauen und Glätte bei Tiefstwerten von null bis minus vier Grad.
Am Samstag steigen die Temperaturen demnach auf minus zwei bis drei Grad. Es gibt weiter Schneeschauer und die Straßen können glatt sein. Auch am Sonntag ist bei Höchsttemperaturen zwischen minus drei und drei Grad mit Schneeschauern und Glätte zu rechnen.
Nordrhein-Westfalen: Schneeschauer und glatte Straßen am ersten Werktag des Jahres

Das Wetter in NRW bleibt zum Jahresstart winterlich. Es gibt Schneeregen und regional teils kräftige Schneefälle, überall im Land kann es glatt werden.
2025 hat sich winterlich verabschiedet - und zum Jahresstart ist es in Teilen von NRW weiß geworden. Die Menschen, die heute zum ersten Mal im neuen Jahr zur Arbeit fahren, müssen aufpassen: Überall im Land kann es gefährlich glatt sein.
Vor allem im Osten von Nordrhein-Westfalen warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Schneefall, durch starken Wind kann es auch Schneeverwehungen geben. Teilweise kann die Sicht beim Autofahren eingeschränkt sein.
Verkehrsbeeinträchtigungen auf Autobahnen in NRW
Im Rheinland bei Euskirchen und in Richtung Eifel sind erste Autos und Lkw auf Landstraßen und der A1 liegengeblieben. Im Rhein-Erft-Kreis und im Rhein-Sieg-Kreis meldete die Polizei am Freitagmorgen kräftige Schneeschauer, es habe erste kleinere Unfälle gegeben.
Im Bergischen Land gab es am Morgen einen längeren Stau auf der A535 bei Wuppertal, dort hatte sich ein Lkw quergestellt und die Fahrbahn blockiert. Auf der A46 ist der Abschnitt zwischen Wuppertal-Katernberg und Varresbeck gesperrt. Dort prallte ein Auto gegen die Leitplanke, eine Person muss gerade aus dem Fahrzeug befreit werden. Auch im Oberbergischen gab es bereits Glätte-Unfälle, aber keine Verletzten.
Im Ruhrgebiet verletzte sich ein ein 22-Jähriger aus Bönen schwer, als er gegen 3.30 Uhr in Westerbönen mit seinem Pkw aus noch unbekannter Ursache von der Fahrbahn abkam und mit einem Baum kollidierte. Er musste in ein Krankenhaus gebracht werden, der Wagen wurde abgeschleppt.
In Ostwestfalen-Lippe war die A44 bei Warburg blockiert, dort waren in der Nacht mehr als 30 Fahrzeuge liegengeblieben und nicht mehr weitergekommen. Zwar blieben schlimmere Zusammenstöße aus - bis die Fahrbahn wieder frei war, dauerte es aber mehrere Stunden.
In Südwestfalen behindert Schnee und Schneematsch aktuell den Verkehr in Teilen der Region, die Streudienste sind seit Stunden voll im Einsatz. Insbesondere im Hochsauerland kommen Lkw an vielen Steigungen nicht weiter. In Marsberg wurde eine Person bei einem Unfall leicht verletzt. Auch in Siegen-Wittgenstein, im Märkischen Kreis und im Kreis Soest kam es zu Unfällen mit Blechschäden und einem Leichtverletzten.
A31: Unfälle durch Hagelschauer und Blitzeis
Im Münsterland waren laut Angaben der Polizei bislang vor allem Autobahnen betroffen. Seit gestern Abend habe es 29 Glätte-Unfälle mit Blechschäden und sieben Leichtverletzten gegeben, teilte die Polizei Münster mit. Die meisten Unfälle (16) ereigneten sich demnach auf der A31 im Westmünsterland.
Auf der A31 zwischen Reken und Legden-Ahaus hatte plötzlich einsetzender Hagel am Neujahrstag für Glatteis gesorgt. Gegen 18.20 Uhr kam ein Pkw in Fahrtrichtung Bottrop von der Fahrbahn ab und prallte gegen die Mittelleitplanke. Der Fahrer wurde leicht verletzt. Am Abend kam es zu weiteren fünf Unfällen mit mindestens vier weiteren Verletzten.
Auch in der Nacht zu Freitag musste die Polizei immer wieder zu Unfällen auf der A31 ausrücken. Meist seien die aber harmlos verlaufen, sagte ein Polizeisprecher dem WDR. Zwischenzeitlich musste die Autobahn im westlichen Münsterland sogar gesperrt werden.
Schnee- und Graupelschauer bei niedrigen Temperaturen
Am Freitag wird es windig und wolkig, teils mit kräftigen Schneeregen-, Schnee- und Graupelschauern. Örtlich kann es gewittern, nur selten gibt es mal kurze Auflockerungen mit etwas Sonne. Bei maximal 0 bis 4 Grad wird es örtlich glatt. Im Bergland wird es hochwinterlich mit minus 1 bis minus 3 Grad.
Auch am Wochenende können Schneeschauer und Glätte ein Thema sein. Am Samstag gibt es in NRW mehr Wolken als Sonne und zwischendurch Schnee- oder Graupelschauer mit Glätte. Es ist nicht mehr ganz so windig bei minus 4 bis plus 3 Grad. Am Sonntag gibt es einen steten Wechsel aus Sonne und Wolken mit dem einen oder anderen Schnee- oder Graupelschauer. Es bleibt kalt mit minus 3 bis plus 2 Grad.
Unsere Quellen:
Rheinland-Pfalz: Schnee und Schneeregen, Lkw auf A61 und A48 liegen geblieben, Raser mit 77km/h zu viel auf A60

In Teilen von RLP hat hat es in der Nacht geschneit, auf Autobahnen in der Eifel und im Hunsrück sind Lkw liegen geblieben, ein 18-Jähriger wurde mit 177km/h auf der A60 gestoppt
2.1.2026, 9:50 Uhr
Umfrage: So weiß ist es bei euch
Spannend! Die Schnee-Umfrage hat ergeben: Bei 45 Prozent von euch ist - wie bei mir - alles ein bisschen überzuckert. Der Rest von Rheinland-Pfalz teilt sich in zwei gleich große Teile: bei den einen liegen ein paar Zentimeter Schnee, bei den anderen ist alles grün. Dann schauen wir mal, was die nächsten winterlichen Tage noch so bringen!
2.1.2026, 9:40 Uhr
Deutsche werden im Schnitt immer reicher
Im vergangenen Jahr ist das Vermögen der Privathaushalte in Deutschland um rund sechs Prozent - das sind 600 Milliarden Euro - gestiegen. Das geht aus einer Hochrechnung der „DZ Bank“ hervor. Für den neuen Höchststand gibt es Fachleuten zufolge zwei Gründe: Wegen der wirtschaftlichen Unsicherheit und Sorgen um ihre Arbeitsplätze hätten sich viele Menschen im vergangenen Jahr mit Ausgaben zurückgehalten – und ihr Geld lieber beiseitegelegt. Außerdem hätten Bürgerinnen und Bürger, die Geld an der Börse anlegen, von steigenden Kursen profitiert.
Auch die Sparquote war im vergangenen Jahr überdurchschnittlich: Die DZ-Bank schätzt, dass die Menschen in Deutschland pro hundert Euro Einkommen 10,40 Euro beiseitegelegt haben. Etwas weniger als im Vorjahr. Im internationalen Vergleich ist der Wert dennoch sehr hoch. Das Geldvermögen in Deutschland ist sehr ungleich verteilt. Nach früheren Angaben der Bundesbank gehört rund die Hälfte der Ersparnisse den reichsten zehn Prozent der Haushalte.
2.1.2026, 9:30 Uhr
Geht Nachtisch wirklich immer?
Die Feierlichkeiten sind vorbei. Ich muss sagen, zum Glück! Denn wir essen ja schon nicht wenig über die Feiertage, oder? Und irgendwie passte ein Nachtisch doch immer rein. Aber gibt's überhaupt einen Dessert-Magen? Was es mit dem Mythos auf sich hat, könnt ihr hier rausfinden:
2.1.2026, 9:15 Uhr
Schnee-Update: Beeinträchtigungen auf Straßen und Schienen
Der Schnee sorgt nicht nur für Probleme auf Straßen in Rheinland-Pfalz, auch der Bahnverkehr ist beeinträchtigt. In diesem Arikel halten wir euch - auch nach dem Ticker - über die aktuelle Lage auf dem Laufenden:
2.1.2026, 9:02 Uhr
Neu und anders in 2026
Im Jahr 2026 gibt es ein paar gesetzliche Neuerungen: So trat gestern etwa das viel diskutierte Wehrdienstgesetz in Kraft. Dazu werden ab Mitte Januar Fragebögen an junge Männer ab dem Geburtsjahr 2008 verschickt. Außerdem: Familien bekommen mehr Geld vom Staat - und: Das Deutschlandticket wird teurer.
Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg bereiten sich zudem auf die Landtagswahl im März vor. Was sonst noch wichtig wird im und ab diesem Januar, haben wir euch hier zusammengestellt:
2.1.2026, 8:52 Uhr
Brandunglück in der Schweiz: BG-Klinik Ludwigshafen bietet Betten an
Ihr habt es weiter unten schon gelesen: Bei einem Brand mit rund 40 Toten in einem Skiort in der Schweiz sind auch mehr als 100 Menschen verletzt worden. Die BG-Klinik in Ludwigshafen hat jetzt angeboten, für die Verletzten zwei Betten bereit zu halten. Die Klinik betreibt nach eigenen Angaben eines der größten Zentren in Deutschland für die Versorgung von Patienten mit schweren Brandverletzungen. Laut einer Sprecherin des rheinland-pfälzischen Innenministeriums ist noch unklar, ob das Angebot angenommen wird.
2.1.2026, 8:30 Uhr
Ein bisschen Feuerwerk für euch
Es wird gerade erst hell und in der Nachrichtenwelt ist es heute ziemlich ruhig. Das heißt, wir haben Zeit, zusammen nochmal auf ein paar schöne Aufnahmen aus der Silvesternacht zu gucken:
Social-Media-Beitrag auf Instagram
2.1.2026, 8:17 Uhr
77 km/h zu schnell - Raser droht hohes Bußgeld
Die Autobahnpolizei hat einen 18-jährigen Autofahrer am Neujahrsmorgen mit 177 km/h auf der A60 erwischt – erlaubt ist dort Tempo 100. Die Polizei teilte mit, sie habe ein intensives verkehrserzieherisches Gespräch geführt. Unabhängig davon kommt auf den Fahranfänger jetzt wahrscheinlich ein Bußgeld in Höhe von 700 Euro zu, ein Fahrverbot von 3 Monaten sowie zwei Punkte in Flensburg.
2.1.2026, 8:02 Uhr
Mainzer Garden läuten Fastnachtskampagne ein
Weil es so schön war, noch ein kleiner Rückblick auf den Neujahrstag gestern: Pünktlich um 11.11 Uhr haben die Mainzer Garden die diesjährige Fastnachtssaison eingeläutet. Etwa 1.200 Gardisten, Dragoner, Husaren, Herolde, Prinzessinnen und Prinzen zogen durch die Innenstadt. Die Stimmung war gut, auch bei den vielen Fastnachtsfans auf den Straßen.
2.1.2026, 7:40 Uhr
Ist es bei euch weiß?
In Eifel und Hunsrück hat es heute Nacht oder am Morgen geschneit und hier bei mir in Mainz ist es auch definitiv weiß. Ich bin neugierig: Wie sieht es bei euch aus? Stimmt doch mal hier ab!
Und ich freue mich auch, wenn ihr mir ein paar Schneebilder aus eurer Region schickt. Dafür einfach hier entlang:
Schickt uns eure Fotos
2.1.2026, 7:27 Uhr
Sternsinger wieder unterwegs
In diesen Tagen sind wieder Mädchen und Jungen als Sternsinger unterwegs, unter anderem im Bistum Trier. Das gesammelte Geld soll dafür eingesetzt werden, die Rechte von Kindern weltweit zu stärken. Dieses Jahr lautet das bundesweite Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“.
2.1.2026, 7:10 Uhr
Rheinland-Pfälzer feiern entspannt ins Jahr 2026
Der Jahreswechsel hat vielerorts für sehr viele Rettungseinsätze gesorgt - bundesweit kamen einige Menschen ums Leben. In Rheinland-Pfalz ging alles zum Glück glimpflich aus: Es gab zwar massenhaft Einsätze für Polizei und Feuerwehr, aber es blieb meist bei Brandschäden.
Für einen großen Schreck sorgte ein Brand auf einem Pferdehof in Mainz-Hechtsheim. Das Feuer war in einem Stall ausgebrochen. Die 15 Pferde konnten zum Glück gerettet werden. Anwohner wurden wegen der starken Rauchentwicklung gebeten, Fenster und Türen zu schließen.
2.1.2026, 6:55 Uhr
Verkehrsbehinderungen wegen Schnee und Glätte
Der Schnee sieht schön aus, er sorgt aber auf einigen Straßen schon für Chaos. Nach Polizeiangaben kommen teilweise auf der A48 in der Eifel und auf der A61 im Hunsrück Lastwagen nicht mehr weiter. Die Straßenmeistereien müssen die betroffenen Abschnitte zwischen Kaisersesch und Laubach räumen und streuen. Auch zwischen Boppard-Buchholz und Emmelshausen blieben Lastwagen liegen, so die Polizei. Verletzte habe es aber nicht gegeben. Auch im Westerwald fällt stellenweise Schnee und die Straßenmeistereien sind im Einsatz. Rund um Rennerod steckten in der Nacht einige Lastwagen fest. „Die Straßen hier sind weiß“, heißt es von der Polizei in Altenkirchen. Dort gab es noch keine Unfälle. Anders rund um Hachenburg, wo es aber bei Blechschäden blieb.
2.1.2026, 6:44 Uhr
Brandkatastrophe in der Schweiz: noch nicht alle Opfer identifiziert
Ihr habt vermutlich von dem schrecklichen Unglück in der Schweiz gehört: Bei einem Brand bei einer Silvesterparty im Schweizer Skiort Crans-Montana sind etwa 40 Menschen gestorben. Noch konnten nicht alle Opfer identifiziert werden, da viele Leichen stark verbrannt sind. Es wird vermutet, dass auch ausländische Besucher bei dem Brand ums Leben gekommen sind. Ob darunter auch Menschen aus Rheinland-Pfalz sind, ist bisher nicht bekannt. Unser Schweiz-Korrespondent Steffen Wurzel berichtet:
2.1.2026, 6:25 Uhr
Auf diese Highlights können wir uns 2026 freuen
Vielleicht macht ihr im Januar ja gerne eine grobe Jahresplanung: Was möchte ich gerne mal entdecken - wo möchte ich dabei sein? Wir haben ein paar Ideen zusammengetragen, welche Highlights Rheinland-Pfalz (neu) zu bieten hat. Ob klettern, Achterbahn fahren oder eine besondere Ausstellung besuchen - vielleicht ist ja auch was für euch dabei:
2.1.2026, 6:15 Uhr
Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen: Wird essen gehen jetzt billiger?
Gastwirte atmen auf - auch in Rheinland-Pfalz: Seit gestern gilt die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen. Eine kalte Vorspeisenplatte, eine Suppe oder Schnitzel mit Pommes und Salat - Restaurantbetreiber müssen darauf künftig nicht mehr 19 Prozent Mehrwertsteuer, sondern nur noch sieben Prozent abführen. Eine Erleichterung für die Branche, denn die vergangenen Jahre waren schwierig, erzählt Andreas Röth, Restaurantbetreiber in Bad Kreuznach. Und die Gäste - profitieren die ebenfalls von der Steuersenkung? Ja und nein - meint der Hotel- und Gaststättenverbandes Rheinland-Pfalz (DEHOGA). Einzelheiten könnt ihr hier nachlesen:
2.1.2026, 6:05 Uhr
So wird das Wetter in Rheinland-Pfalz
Ich bin heute früh morgens richtig überrascht worden: von einer dünnen weißen Decke auf den Dächern vor meinem Fenster. Schnee in Mainz, das ist ja mal ein guter Start ins neue Jahr!
Tatsächlich wird es heute und in den nächsten Tagen richtig winterlich! Es gibt eine Mischung aus Sonne und Wolken im Land, im Südwesten von Rheinland-Pfalz fällt heute Vormittag noch weiter Schnee oder Schneeregen. Nachmittags zeigen sich vor allem im Pfälzer Wald und im Westerwald einige Flocken, ansonsten klart es auf. Die Temperaturen steigen auf minus ein (Eifel) bis maximal vier Grad (Rhein). Das fühlt sich aber kälter an, denn der Wind weht mäßig bis frisch aus westlichen Richtungen.
Bis Samstagmorgen können in der Eifel bis zu drei Zentimeter Neuschnee fallen, im Westerwald sind es regional bis zu zehn Zentimeter. Ansonsten reicht es nur für angezuckerte Landschaften in Rheinland-Pfalz, sagt SWR-Wetterexpertin Pila Bossmann. Auch am Wochenende bleibt es bei dieser wechselhaften Wetterlage. Es wird tendenziell kälter.
2.1.2026, 6:00 Uhr
Guten Morgen und gesundes neues Jahr 2026!
Die ersten Newsticker-Nachrichten in diesem Jahr bringe euch heute morgen ich, Lisa Müller. Wir schauen, was am gestrigen Neujahrstag passiert ist in Rheinland-Pfalz und was heute wichtig wird. Ich freue mich und bin gespannt, was der Tag uns bringt. Schön, dass ihr dabei seid!
Wenn ihr wollt, könnt ihr mir auch ein Foto schicken - vielleicht von eurem entspannten Neujahrsspaziergang? Oder von eurer Silvesterrunde? Einfach hier hochladen:
Ihr könnt mir auch direkt schreiben - das ist unsere E-Mail Adresse: rlp-newsticker@swr.de.
Saarland: Oft hohe Impfquoten bei saarländischen Kindern, Nachholbedarf bei Erwachsenen

Zwar sind die Impfquoten bei Kindern bundesweit weiterhin auf einem hohen Niveau, trotzdem sind die Impflücken in allen Altersgruppen noch zu groß. Besonderen Nachholbedarf gibt es bei HPV-Impfungen, aber auch bei Auffrischungsimpfungen etwa für Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten sowie bei der Grippeimpfung. Wie es im Saarland aussieht.
Impfungen können vor schweren Krankheiten bzw. schweren Krankheitsverläufen bewahren. Sind zu viele Menschen nicht oder nur unzureichend geimpft, kann das hingegen nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Folgen haben. So habe es etwa dieses Jahr bundesweit einen Diptherie-Ausbruch gegeben, bei dem ein ungeimpftes Kind und zwei ältere Menschen gestorben seien.
Das RKI plädiert deshalb in seinem aktuellen Epidemiologischen Bulletin dafür, dass Impflücken in Deutschland geschlossen werden sollten. Denn auch wenn die Impfquoten bei Kindern weiterhin auf einem hohen Niveau lägen, gebe es in allen Altersgruppen weiterhin deutliche Impflücken.
Oft erst im Schulalter vollständiger Masernschutz
Das zeigt sich zum Beispiel bei der Masernimpfung. 2020 ist das Masernschutzgesetz in Kraft getreten, nach Ablauf einer Übergangsfrist bis Ende Juli 2022 müssen seither alle nach 1970 geborenen Personen, die etwa in einer Kita, Schule, Arztpraxis oder einem Krankenhaus arbeiten oder dort betreut werden einen vollständigen Impfschutz bzw. eine Immunität gegen Masern nachweisen. Ausnahmen gibt es nur für Personen, die nachweisen können, dass medizinische Gründe gegen eine Impfung sprechen.
Dennoch zeigt die Auswertung des RKI, dass zum zweiten Geburtstag im Jahr 2024 noch mehr als ein Fünftel der Kinder in Deutschland noch nicht die zweite Masern-Impfung erhalten hatte. Im Saarland war die Quote mit 81 Prozent etwas höher. Im Schulalter sieht es hingegen anders aus. Mit sechs Jahren waren im Jahr 2024 bundesweit 92 Prozent aller Kinder vollständig gegen Masern geimpft, im Saarland sogar 96 Prozent.
Zu wenige Auffrischungsimpfungen
Anders sieht es hingegen bei der Impfung gegen Diphtherie, Tetanus und Pertussis (Keuchhusten) (DTP) aus. Hier hat noch die große Mehrheit der Kinder im Alter von 15 Monaten im Jahr 2024 bundesweit (96 Prozent) und auch im Saarland (97 Prozent) die erste Impfdosis erhalten. Auch die zweite wird mit 93 Prozent bundesweit und 95 Prozent im Saarland weiterhin sehr oft verabreicht.
Das RKI weist aber darauf hin, dass die Grundimmunisierung bei vielen Kindern nicht zeitgerecht abgeschlossen werde. Im Alter von 24 Monaten sind im Saarland demnach nur rund drei Viertel der Kinder vollständig gegen DTP geimpft. Bundesweit liegt der Anteil mit 76 Prozent nur wenig höher.
Die für Kinder zwischen fünf und sechs Jahren empfohlene Auffrischungsimpfung wurde im Saarland 2024 von weniger als der Hälfte der Sechsjährigen angenommen (47 Prozent). Bei der zweiten Auffrischungsimpfung im Jugendalter zwischen neun und 16 Jahren lag die Quote bei 51 Prozent. Nur 36 Prozent der Jugendlichen hatten beide Auffrischimpfungen erhalten.
Kein ausreichender Schutz gegen HPV
Auch die Impfungen gegen Humane Papillomviren (HPV), die verschiedene Krebserkrankungen auslösen können, stagnieren bundesweit laut RKI seit 2022. Die Impfquote lag im Jahr 2024 bei 15-Jährigen Mädchen bei 55 Prozent, im Saarland etwas höher bei 58 Prozent.
Bei Jungen ist der Anteil der Geimpften im Alter von 15 Jahren bundesweit mit 36 Prozent noch deutlich geringer, im Saarland mit nur 34 Prozent sogar noch kleiner. „Demnach startet weiterhin ein Großteil der Jugendlichen ohne ausreichenden Schutz vor HPV-assoziierten Krebserkrankungen ins Erwachsenenleben“, heißt es in dem RKI-Bulletin.
Weniger Kinder mussten mit RSV ins Krankenhaus
Eine gute Entwicklung sieht das RKI hingegen bei den Impfungen gegen Respiratorische Synzytial-Viren (RSV), die die Ständige Impfkommission (Stiko) seit 2024 für Neugeborene und Säuglinge empfiehlt.
Für Kinder, die zwischen April und September geboren wurden, lag die Quote im Jahr 2024 demnach bei 54 Prozent bundesweit. Im Saarland war der Anteil mit 58 Prozent sogar noch etwas höher. Das RKI wertet das als Erfolg. In der RSV-Saison 2024/25 seien im Vergleich zur Vorsaison 54 Prozent weniger Säuglinge mit RSV im Krankenhaus behandelt worden.
Nachfrage nach Grippeimpfungen sinkt kontinuierlich
Nicht nur bei Kindern und Jugendlichen auch bei Erwachsenen werden empfohlene Impfungen den Daten zufolge noch zu wenig genutzt. So ließen sich bundesweit in der Saison 2024/2025 nur noch 34 Prozent der Erwachsenen ab 60 Jahren gegen Grippe impfen. Mit Ausnahme eines vorübergehenden Anstiegs in der Corona-Pandemie, sei das der niedrigste Wert seit der Saison 2008/2009.
Auch bei Menschen ab 18 Jahren, denen wegen einer Grunderkrankung, eine Influenzaimpfung empfohlen wird, sinkt der Anteil der Geimpften stetig. Er lag in der vergangenen Saison bei 28 Prozent.
Im Saarland ist die Nachfrage nach Grippeimpfungen noch etwas geringer als im bundesweiten Schnitt. Hier ließen sich 33 Prozent der Personen ab 60 Jahren in der Saison 2024/2025 impfen.
Die Quote fiel nur im Jahr 2017/18 mit 32 Prozent noch etwas geringer aus. Auch bei den Menschen mit Grunderkrankung sinkt die Nachfrage seit dem ersten Coronajahr 2020/2021 kontinuierlich ab, von damals 43 Prozent auf jetzt 28 Prozent.
Sachsen: Tief Tizian bringt Schneesturm ins Erzgebirge und das Vogtland

Sturmtief Tizian hat seine Spuren auch in Sachsen hinterlassen. Im Erzgebirge und dem Vogtland gibt es Schneeverwehungen. In Dresden musste die Feuerwehr umgefallene Bäume wegräumen.
Der Winter hat Teile von Sachsen weiterhin voll im Griff. Aktuell gibt es zwar kaum Neuschnee, dafür aber Sturm. Im Vogtland waren am Freitagmorgen aufgrund von Schneeverwehungen Straßen gesperrt, so unter anderem die B94 zwischen Reichenbach und Schönfeld. Auch in den Landkreisen Zwickau und im Landkreis Mittelsachsen gab es Probleme auf den Straßen.
Winterdienst im Erzgebirge gefordert
Am Neujahrsabend forderte Sturmtief Tizian besonders den Winterdienst im Erzgebirge. Oberhalb von 800 Metern wurde es sibirisch. Von dem Schneesturm betroffen war vor allem die B95 zwischen Annaberg-Buchholz und Oberwiesenthal.
Umgefallene Bäume in Dresden
Die Dresdner Feuerwehr war sturmbedingt in der Nacht zum Freitag im Einsatz. Kurz vor Mitternacht waren im Stadtteil Kaitz Bäume umgefallen, ein Baum fiel den Angaben zufolge in eine Telefonleitung. Die Feuerwehr zerlegte die Bäume mit der Kettensäge. Die Sturmböen sollen bis in den Freitagabend anhalten.
Sachsen-Anhalt: Sturmwarnung für Sachsen-Anhalt verlängert – Wo es heftig wird

Mit Beginn des neuen Jahres zieht ein Sturmtief über Sachsen-Anhalt. Windböen bis ins Tiefland sind zu erwarten. Es gab bereits die ersten Schäden. Für den Brocken warnt der Deutsche Wetterdienst bis zum Wochenende vor orkanartigen Böen.
Seit Beginn des neuen Jahres zieht ein Sturmtief über Sachsen-Anhalt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für ganz Sachsen-Anhalt vor Sturmböen – mit Ausnahme der nördlichen Altmark – und hat seine Warnung bis Freitagabend verlängert. Demnach ist mit herabfallenden Ästen und umherfliegenden Gegenständen zu rechnen – bei Windgeschwindigkeiten bis 65 km/h.
MDR-Wetterstudio: Schneeverwehungen im Harz
Nach Angaben des MDR-Wetterstudios wurden zu Neujahr auf dem Brocken bereits Böen in Orkanstärke erreicht – mit bis zu 131 km/h Windgeschwindigkeit. Oberhalb von 400 Metern ist wegen der Windstärken zudem mit Schneeverwehungen zu rechnen. Und auch im Tiefland sind bis zum Wochenende teilweise stürmische Böen zu erwarten, so das MDR-Wetterstudio.
Umgestürzte Bäume landesweit
Wie MDR SACHSEN-ANHALT von den Leitstellen erfuhr, gab es am Neujahrstag nahezu landesweit Einsätze wegen umgestürzter Bäume. Im Landkreis Harz etwa hat auf der Bundesstraße 244 bei Wernigerode ein Baum bis zum Nachmittag für Behinderungen gesorgt.
Von deutlich mehr Einsätzen berichtete die Leitstelle für den Bereich Altmark und das Jerichower Land. Auf Landes- und Kreisstraßen sind zahlreiche Bäume durch Sturmböen umgestürzt, die weggeräumt werden mussten.
Unwetterwarnung für den Brocken – Brockenbahn ausgesetzt
Eine amtliche Unwetterwarnung des DWD gilt bis mindestens Freitagabend für den Brocken – vor orkanartigen Böen. Der Aufenthalt im Freien ist den Angaben nach zu vermeiden. Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) haben wegen der Witterung den Betrieb der Brockenbahn zwischen Schierke und Gipfel bis einschließlich Freitag eingestellt.
Thüringen: Großbrand am Domplatz: Massive Verkehrsbehinderungen in Erfurt

In der Silvesternacht sind in Erfurt mehrere historische Gebäude in Brand geraten. Die Feuewehr ist noch immer am Domplatz im Einsatz. Straßenbahnen müssen Umleitungen fahren.
- Historische Gebäude in Erfurt in Brand: Ursache vermutlich Feuerwerksrakete
- Oberleitung der Straßenbahn abgeschaltet
- Erneut Forderung nach Böllerverbot
In der Silvesternacht sind am Erfurter Domplatz mehrere Dachstühle historischer Gebäude in Brand geraten. Nach Angaben der Feuerwehr brannten insgesamt drei Dachstühle. Verletzt wurde niemand.
Auch am Morgen des 2. Januar kämpfen noch immer Feuerwehrleute gegen den Großbrand. Die alten Gebäude erschwerten den Einsatz der Feuerwehr, hieß es am Freitagmorgen von der Polizei.
Laut Feuerwehr flammen immer wieder Brandnester in den Mauern auf. Das Feuer sei mittlerweile aber unter Kontrolle. Die Leitstelle hob die Warnung wegen starker Rauchentwicklung in der Innenstadt um 9 Uhr auf.
Mehr als 150 Einsatzkräfte vor Ort
Mehr als 150 Feuerwehrleute waren in der Silvesternacht ausgerückt, um die Brände unter Kontrolle zu bringen. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, Hinweise deuteten darauf hin, dass eine Rakete den Brand ausgelöst haben könnte - obwohl die Altstadt für Raketen oder Böller gesperrt war.
Die Kriminalpolizei ermittelt. Die Thüringer Polizei hat mittlerweile ein Hinweisportal eingerichet. Gesucht werden Augenzeugen, Videos und Fotos aus der Silvesternacht.
Feuerwehr rettet Bücher aus Nachbargebäude
Den Angaben nach hatte sich das Feuer von einem der Dachstühle auf die benachbarten Häuser ausgebreitet. Durch den Einsatz von Löschwasser seien auch die Etagen darunter in Mitleidenschaft gezogen worden, darunter Wohnungen und ein Restaurant.
Nach Informationen von MDR THÜRINGEN war auch die Feuerwehr Weimar mit ihrem Gerätewagen Kulturgut im Einsatz, um mehrere Bücherschränke in einem angrenzenzenden Gebäude in Sicherheit zu bringen.
Straßenbahn-Oberleitung abgeschaltet - Umleitung
Wegen der Löscharbeiten wurde die Oberleitung der Straßenbahn auf dem gesamten Domplatz abgeschaltet. Die Straßenbahnstrecke durch die Altstadt über den Fischmarkt kann daher nicht befahren werden. Die Linien 2,3 und 6 fahren eine Umleitung. Nach Angaben der Erfurter Verkehrsbetriebe Evag kann der reguläre Fahrplan deswegen nicht eingehalten werden.
Schaden in Millionenhöhe - Spendenaktion gestartet
Experten rechnen mit einem Schaden in Millionenhöhe. Die umliegenden Restaurants am südlichen Domplatz blieben am Donnerstagabend geschlossen.
Im Internet wurde eine bislang private Spendenaktion gestartet. Auf der Plattform "gofundme.com" wird zu Spenden nach dem Wohnungsbrand ausgerufen. Bis Freitagmorgen waren rund als 26.300 Euro Spenden für die Brandopfer eingegangen.
Forderung nach Böllerverbot
Die Grünen im Stadtrat fordern erneut ein striktes Böllerverbot für die Altstadt. Die Bilder aus Erfurt zeigten, dass halbe Verbote und Sperrzonen ohne wirksame Kontrollen kein Schutz seien, sagte Kreissprecher Holger Liersch.
Bislang ist in Erfurt durch das allgemeine Sprengstoffgesetz eigentlich die gesamte Altstadt, insbesondere die Bereiche mit Fachwerkhäusern, für Raketen oder Böller gesperrt. Laut Erfurts Sicherheitsdezernentin Heike Langguth ist aber so ein Verbot lokal nur schwer durchsetzbar. Sie fordert daher ein bundesweites gesetzliches Böllerverbot.
Polizei zieht insgesamt positive Silvesterbilanz in Thüringen
Die Polizei zieht trotz mehrerer Einsätze in Thüringen eine positive Bilanz. Im Vergleich zum Jahreswechsel vor einem Jahr sei ein ähnliches Einsatzaufkommen zu verzeichnen gewesen.
Hamburg: Winterdienst wegen Schnee und Glätte in Hamburg im Einsatz

Am frühen Freitagmorgen kam Schnee in Hamburg vom Himmel. Die Straßen sind mit einer weißen Schneeschicht überzogen - die Stadtreinigung ist im Einsatz.
Seit 7.45 Uhr sind nun mehr als 500 Einsatzkräfte und 260 Fahrzeuge im Einsatz. Die Einsatzkräfte streuen und räumen seitdem wichtige Hauptverkehrsstraßen und Strecken mit Buslinienverkehr, Busbuchten, ein ausgewähltes Radwegenetz sowie Bushaltestellen und Fußgängerüberwege. Trotz des Einsatzes könne es weiter glatt sein, alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer seien um Vorsicht gebeten.
Glätte-Unfall und liegengebliebene Lkw
Die Polizei berichtete von einem Glätte-Unfall, bei dem ein Fußgänger verletzt wurde. Dieser war von einem Lastwagen erfasst worden, der an einer roten Ampel auf dem Saseler Damm bremste, aber nicht zum Stehen kam. Der Fußgänger wurde am Fußgelenk und am Ellbogen verletzt. An Autobahnauffahrten zur A7 und zur A23 blieben Lkw liegen, die an leichten Steigungen ins Rutschen kamen.
Kohlbrandbrücke gesperrt - Fischmarkt überflutet
Auch die Köhlbrandbrücke ist derzeit in beiden Richtungen wegen des Schneefalls gesperrt. Außerdem besteht wegen des Wasserstandes der Elbe die Gefahr, dass die tiefer gelegenen Parkplätze am St. Pauli Fischmarkt, Neumühlen und Rissener Ufer überspült werden. Der Höchststand wird um 15.11 Uhr erwartet.
Mecklenburg-Vorpommern: Weltkriegsbomben und Explosionen: Munitionsbergungs-Dienst zieht Bilanz

Er kommt, wenn im Wald Munition oder auf Baustellen gar Weltkriegsbomben entdeckt werden: der Munitionsbergungsdienst in MV. 2025 hatten die Munitionsberger zahlreiche Einsätze. Ihr größtes Projekt aber schlummert unter der Wasseroberfläche der Ostsee.
Der Munitionsbergungsdienst in Mecklenburg-Vorpommern zieht ein postives Fazit für das Jahr 2025. Insgesamt sind die Munitionsberger im vergangenen Jahr zu mehreren hundert Einsätzen ausgerückt und haben parallel auch an Forschungs- und Pilotprojekten gearbeitet.
Gewollte Explosion zum Test
Als im Mai nahe Güstrow (Landkreis Rostock) sechs Fliegerbomben explodierten, war das vom Munitionsbergungsdienst und seinen Forschungspartnern so gewollt. Wie breiten sich Druckwellen aus, wie weit fliegen die Splitter und wie lässt sich deren Wirkung eingrenzen? Im Frühjahr sollen die Ergebnisse vorliegen und die Berechnung von Evakuierungsradien bei Entschärfungen verbessern.
Altlasten in der Ostsee
Vor Boltenhagen lief ein Pilotprojekt bei dem rund fünf Tonnen Munition aus der Ostsee geborgen wurden. Das Ziel ist es hier, Weltkriegsmunition bald in industriellem Maßstab aus dem Meer zu holen. In zwei Jahren könnte eine Bergungs- und Entsorgungsplattform auf dem Meer ihren Dienst aufnehmen, hieß es.
Weltkriegsbomben entschärft
Fast jeden Tag - mehr als 330-Mal - waren die Munitionsberger darüber hinaus bei Soforteinsätzen wie gefundener Munition im Wald in Einsatz. Dazu kamen rund 300 planbare Einsätze wie zuletzt im Dezember, als drei Fliegerbomben bei Rechlin entschärft wurden.
Niedersachsen: Fünfjähriges Kind wird an Neujahr von Auto erfasst und stirbt

Kurz nach Mitternacht in der Silvesternacht ist in Lohne (Landkreis Vechta) ein fünfjähriger Junge auf die Straße gelaufen und von einem Auto erfasst worden. Das Kind wurde nach dem Unfall schwer verletzt und starb später in einer Klinik, wie die Polizei mitteilte. Während des Einsatzes musste die Polizei außerdem gegen Schaulustige vorgehen.
Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler lief der Fünfjährige um kurz nach Mitternacht von einem Gehweg auf die Straße. Ein 47-jähriger Autofahrer erfasste den Jungen dort mit seinem Wagen, so die Polizei. Das Kind wurde mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen, starb dort den Angaben zufolge jedoch wenige Stunden später.
Gaffer sollen Unfallstelle in Lohne fotografiert haben
Während des Einsatzes hätten sich Schaulustige an der Straße in Lohne (Landkreis Vechta) versammelt. Gegen einen 21-Jährigen und einen 17-Jährigen wurden laut Polizei Strafverfahren eingeleitet. Sie sollen Bilder von der Unfallstelle und den Rettungsmaßnahmen gemacht haben.
Schleswig-Holstein: Holstein Kiel startet ins neue Fußballjahr

Los geht es mit einem öffentlichen Training. Am Samstag geht es ins Trainingslager nach Spanien.
Fußball-Bundesligist Holstein Kiel startet am Freitag ins neue Fußballjahr. Um 13 Uhr bittet das Team zur ersten öffentlichen Trainingseinheit nach der Winterpause in den Citti Fußballpark in Kiel. Fans haben damit die Gelegenheit, die Störche erstmals wieder in Aktion zu erleben.
Am Sonntag reist die Mannschaft weiter ins Trainingslager nach Spanien. Im südspanischen Algorfa stehen bis Mitte Januar intensive Trainingseinheiten sowie zwei Testspiele auf dem Programm.

