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Unglück in Crans-Montana: Die Schweiz trauert

Menschen trauern vor Kerzen und Blumen in Crans-Montana
Menschen trauern vor Kerzen und Blumen in Crans-Montana (© EPA)

Der Schock sitzt tief nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana mit etwa 40 Toten. Vor allem junge Menschen waren in der Bar. Augenzeugen berichten von Panik, nachdem sich die Flammen schnell ausgebreitet hatten.

"Die Schweiz ist traurig, aber sie ist auch vereint im Schmerz", sagt Bundespräsident Guy Parmelin bei einer Pressekonferenz gestern Abend und spricht von einer der schlimmsten Tragödien in der Geschichte des Landes. Etwa 40 Menschen haben ihr Leben verloren bei dem verheerenden Brand in Crans-Montana. 115 wurden verletzt, die meisten von ihnen schwer. Viele Todesopfer konnten noch nicht identifiziert werden.

Nach Angaben der Behörden waren es vor allem junge Leute zwischen 15 und 26, die das neue Jahr feierten, als gegen 1.30 Uhr in der Bar "Le Constellation" das Feuer ausbrach. "Das ist das Schlimmste", sagt am Abend sichtlich bewegt und mit den Tränen kämpfend der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard im Sender RTS. "Das Schlimmste ist, dass es junge Menschen sind. Und wenn ich die Angehörigen treffe, dann sind das ihre Freunde, Brüder, die Eltern. Es ist schrecklich."

"Es herrschte Gedränge und Geschubse"

Auch die 17-jährige Laëtitia hatte in der Bar gefeiert und es wie durch ein Wunder, sagt sie, nach draußen geschafft. "Es herrschte Gedränge und Geschubse von allen Seiten, über mir Menschen in Flammen oder Tote. Ich habe nichts verstanden, nur geschrien, dass ich nicht sterben will."

Schockierende Szenen, brennende Menschen, totale Panik - davon berichten die Überlebenden. "Wir schulden den jungen Menschen Respekt", so Bundespräsident Parmelin, "und müssen alles tun, damit sich solche Tragödien nicht wiederholen".

Video soll Ausbruch des Feuers zeigen

Während Familien verzweifelt nach ihren vermissten Kindern suchen und die Schwerverletzten in Krankenhäusern versorgt werden, insbesondere den auf Brandverletzungen spezialisierten Unikliniken von Lausanne und Zürich, laufen in Crans-Montana Untersuchungen zur Ursache des verheerenden Brandes.

Mehrere Augenzeugen hatten von Wunderkerzen und kleinen Tischfeuerwerken auf Champagnerflaschen berichtet. Am Abend postete der französische Sender BFM auf X ein Foto, das angeblich den Moment des Feuerausbruchs zeigt. Darauf sind in der Menschenmenge mehrere Flaschen mit brennenden Wunderkerzen zu sehen, sowie erste Flammen an der Decke.

Nach den Augenzeugenberichten gefragt, verwies die zuständige Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud, auf die laufenden Ermittlungen. Sie könne nichts bestätigen. Die genauen Umstände des Unglücks würden noch untersucht. Nach Angaben der Walliser Kantonsregierung war es in der Bar zu einem sogenannten Flashover gekommen: Ausgehend von einem kleinen Brand entzünden sich dabei alle brennbaren Oberflächen im Raum schlagartig.

Schutz von Rettungskräften: "Existierende Gesetze anwenden"

Ein Rettungswagen in der Silvesternacht
Ein Rettungswagen in der Silvesternacht (© dpa)

Wie können Rettungskräfte und Polizei besser vor Übergriffen geschützt werden? Die Bundesregierung setzt auf Abschreckung durch härtere Strafen. Der Berufsverband des Rettungsfachpersonals hält das für wenig zielführend.

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hatte bereits vor dem Jahreswechsel einen Gesetzentwurf vorgelegt, der härtere Strafen bei Gewalt gegen Rettungskräfte sowie Polizistinnen und Polizisten vorsieht. Ist das sinnvoll? Der Deutsche Berufsverband Rettungsdienst jedenfalls zweifelt an der Wirksamkeit der Regierungspläne.

Die vorgesehenen Strafverschärfungen für Angriffe auf Helfer halte er für "wenig zielführend", sagte der Verbandsvorsitzende Frank Flake der Funke-Mediengruppe. Entsprechende Gesetze gebe es bereits: "Aber sie werden nicht angewendet." Das mögliche Strafmaß, das schon jetzt bei bis zu fünf Jahren Haft liege, werde fast nie ausgereizt, bemängelt Flake. "Es würde reichen, wenn wir die existierenden Gesetze anwenden."

Er kritisierte auch die Dauer von Strafverfahren: "Bis es zu Prozessen kommt, dauert es Monate, manchmal Jahre, bis dahin ist das Geschehene schon fast vergessen", sagte Flake.

Mindestens sechs Monate Freiheitsstrafe

Hubig will, dass Menschen, die Einsatz- und Rettungskräfte angreifen, härter bestraft werden können. Dem Gesetzentwurf zufolge sollen tätliche Angriffe auf Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste mit mindestens sechs Monaten Freiheitsstrafe geahndet werden - statt wie bisher mit drei. Wer Einsatzkräfte in einen Hinterhalt lockt und angreift, muss künftig mit einer Mindeststrafe von einem Jahr statt sechs Monaten rechnen.

Auch sollen Angriffe auf medizinisches Personal allgemein künftig so hart bestraft werden wie tätliche Übergriffe auf Polizei und Rettungskräfte. Bisher gelten besondere Strafvorschriften für Angriffe auf medizinisches Personal nur für Einsätze im Notdienst oder der Notaufnahme. Diese Einschränkung soll entfallen.

Laut Statistik immer mehr Angriffe

Angriffe auf Einsatzkräfte nehmen laut amtlicher Statistik seit Jahren zu. Verbandschef Flake sagt dazu: "Wie sich die Zahl von Angriffen auf Rettungskräfte tatsächlich entwickelt hat in den vergangenen Jahren, ist schwer zu beurteilen. Was wir sicher sagen können: Diese Fälle werden jetzt besser erfasst und kommen jetzt mehr an die Öffentlichkeit."

Die zurückliegende Silvesternacht scheine deutlich entspannter gewesen zu sein als in den vergangenen Jahren. "Es gab Übergriffe gegen Einsatzkräfte, die gibt es leider immer", so Flake. Aber es seien nicht außergewöhnlich viele gewesen.

Verschärfung der Asylpolitik: CSU-Abgeordnete fordern Rückkehr der meisten Syrer

Besucher des CSU-Parteitags stehen vor dem CSU-Logo.
Besucher des CSU-Parteitags stehen vor dem CSU-Logo. (© dpa)

Um die Rückkehr von Flüchtlingen nach Syrien wurde in der Union zuletzt viel diskutiert. Nun kommt von der CSU ein neuer Vorstoß für eine härtere Migrationspolitik - und die Forderung, die meisten Syrer müssten zurückkehren.

Die CSU im Bundestag spricht sich für eine weitere Verschärfung der Asyl- und Migrationspolitik aus. Im Beschlussentwurf zur bevorstehenden Klausurtagung der CSU-Landesgruppe heißt es, die meisten syrischen Flüchtlinge sollten zurück in ihre Heimat geschickt werden. Für Syrer mit vorübergehendem Bleiberecht entfalle nach dem Ende des Bürgerkriegs der Schutzgrund. Über das Positionspapier berichteten der Münchner Merkur und die Nachrichtenagentur dpa.

"Für diejenigen, die nicht freiwillig ausreisen, müssen Rückführungen schnellstmöglich eingeleitet werden", heißt es darin. 2026 müsse es eine "Abschiebeoffensive" geben - "mit Linienflügen und auch nach Syrien und Afghanistan". Zudem müssten "in einem ersten Schritt Straftäter konsequent abgeschoben werden". Erst vor gut einer Woche hatte die Bundesregierung erstmals seit 14 Jahren einen Straftäter nach Syrien abgeschoben.

Die Forderung, die meisten Syrer sollten in ihr Heimatland zurückkehren, hatte in den vergangenen Monaten heftige Debatten in der Union und der schwarz-roten Regierungskoalition ausgelöst.

Hürden für Migration ins Sozialsystem

Auch bei ukrainischen Flüchtlingen möchte die CSU einen härteren Kurs einschlagen, insbesondere für "wehrfähige ukrainische Männer". Weitere Details dazu gibt es in dem Entwurf nicht. Auch die Hürden für die Migration ins deutsche Sozialsystem sollen nach dem Willen der Partei erhöht werden. Dazu wolle man die Definition von "Arbeitnehmer" im Sinne der EU-Freizügigkeitsrichtlinie einschränken.

Nach Brand in Silvesternacht: Amsterdamer Vondelkirche soll wieder aufgebaut werden

Feuerschaden an der Amsterdamer Vondelkirche
Feuerschaden an der Amsterdamer Vondelkirche (© EPA)

In der Silvesternacht brannte die Vondelkirche im Herzen Amsterdams und wurde stark beschädigt. Nun ist klar: Das berühmte Bauwerk soll wieder aufgebaut werden. Als Vorbild dafür soll Notre-Dame dienen.

Nach dem Brand der Vondelkirche in Amsterdam konnten die ersten Anwohner des angrenzenden Viertels nach Hause zurückkehren. Wer nicht bei Freunden, Verwandten oder im Hotel unterkam, war vorübergehend in ein Yogastudio in der Nähe einquartiert worden und war froh, wieder daheim zu sein - wenn auch mit Blick auf eine Ruine.

"Das ist nicht das, was man am Silvesterabend erwartet", so einer der Anwohner. "Klar, es war viel Feuerwerk am Himmel. Das haben wir uns noch angeschaut. Aber wenn dann diese Kirche vor deinem Haus niederbrennt - das ist schon etwas anderes." Am Neujahrstag dann Entwarnung: Das Haus des Mannes war noch da. Die Feuerwehr hatte den Funkenregen eindämmen können.

Es war der Tag der guten Nachrichten für Amsterdam: keine Verletzten, kein Ausbreiten des Feuers auf andere Gebäude. Die Brandursache soll nun untersucht werden. Eine weitere gute Nachricht: Die denkmalgeschützte Kirche aus dem vorletzten Jahrhundert soll wieder aufgebaut werden. Die Außenmauern stehen fest.

Spendenaktion für den Wiederaufbau

Bisher war die Kirche eine gefragte Location für Konzerte, Hochzeiten und Events aller Art, seit die Katholische Kirche vor fast einem halben Jahrhundert ihr Gotteshaus an die Stadt übertragen hatte und das Gebäude in seiner Funktion umgewidmet wurde. Die Kirche hatte nicht mehr genügend Mitglieder und war zu arm, das riesige Haus zu unterhalten.

Jetzt soll es in den alten Glanz zurückversetzt werden. Es gibt alte Zeichnungen des Architekten Pierre Cuypers, der Schöpfer des Reichsmuseums und anderer wichtiger Gebäude. Er hatte die Kirche gebaut. "Sein schönstes Haus" - so hatte er seine Schöpfung 1880 genannt. Nun wird an eine Spendenaktion gedacht. Die Anwohner ziehen Parallelen zur Pariser Kathedrale Notre-Dame, die 2019 durch einen Brand schwer beschädigt wurde. Die Schäden konnten auch hier dank vieler Spenden repariert werden.

Letzte Silvesternacht ohne Böllerverbot

Ein Tag der Hoffnung nach einer brenzligen Silvesternacht, in der so viel geböllert wurde wie nie zuvor. Im nächsten Jahr soll ein Verbot greifen: keine Raketen, keine Böller. Statt heißer Silvesternächte sollen die Niederländer alte Traditionen wiederentdecken und sich abkühlen, zum Beispiel beim Neujahrstauchgang. Hunderte ließen sich das schon jetzt nicht nehmen - bei eisigen Temperaturen in den niederländischen Gewässern.

Im nächsten Jahr könnten es noch mehr Tauchgänger werden, falls sich die Niederländer vom Silvesterfeuerwerk überhaupt abbringen lassen. 20 Gemeinden versuchten es schon diesmal mit einem Feuerwerksverbot. Kaum jemand hat sich daran gehalten.

Amtsantritt von Mamdani: Eine neue Ära für New York?

Zohran Mamdani und seine Frau Rama Diwaji bei seiner Amtseinführung
Zohran Mamdani und seine Frau Rama Diwaji bei seiner Amtseinführung (© EPA)

Der erste muslimische Bürgermeister New Yorks, Mamdani, verspricht radikale Sozialreformen. Doch zwischen der Euphorie seiner Anhänger und den politischen Hürden der Realität liegt ein steiniger Weg.

"Wem gehört New York?", fragt Zohran Mamdani in seiner Antrittsrede, in der der links-demokratische Politiker deutlich macht, dass er nicht vor hat, kleine Brötchen zu backen. Er wendet sich direkt an jene Kritiker, die ihm im Vorfeld zur Mäßigung rieten: "Beim Schreiben dieser Rede wurde mir gesagt, dies sei der Anlass, die Erwartungen herunterzuschrauben. Ich solle diese Gelegenheit nutzen, um die Menschen in New York dazu zu ermutigen, wenig zu verlangen und noch weniger zu erwarten. Das werde ich nicht tun. Die einzige Erwartung, die ich zurückschrauben möchte, ist die der geringen Erwartungen. Ab heute werden wir umfassend und kühn regieren."

Mamdanis Vision ist klar: Eine Rückkehr zu einer aktiven, fordernden Regierungspolitik. "Das Rathaus wird nicht länger zögern, seine Macht zu nutzen, um das Leben der New Yorker zu verbessern", ruft er der Menge zu. Er verspricht, die Frage "Wem gehört New York?" neu zu beantworten - nicht den Reichen und gut Vernetzten, sondern allen 8,5 Millionen Einwohnern. Seine zentralen Versprechen waren: kostenloser Busverkehr, kostenlose Kinderbetreuung und gedeckelte Mieten.

Hoffnungsträger der Arbeiterklasse

Bei seinen Anhängern trifft dieser Ton einen Nerv. "Wir haben ihn gewählt, weil wir bereit für den Wandel sind", sagt Jen Shoemaker am Rande der Feierlichkeiten. "Selbst wenn er nur ein Viertel seiner Versprechen einlöst." Viele hier hoffen auf konkrete Verbesserungen ihrer Lebenssituation. Abdul Inniss etwa setzt auf eines der zentralen Wahlkampfversprechen: "Die Mieten schießen nur so in die Höhe. Hoffentlich kann er die Mieten wirklich einfrieren."

Aber was von all seinen Versprechen ist machbar? Wie realistisch sind seine ambitionierten Vorhaben? Die Politikwissenschaftlerin Annika Hinze von der Fordham Universität in New York forscht zu Kommunalpolitik und hat sich viel mit Mamdanis Kandidatur beschäftigt. Sie dämpft die Euphorie und differenziert zwischen den verschiedenen Versprechen.

Als am ehesten umsetzbar sieht Hinze die Pläne für städtische Supermärkte und die kostenlose Kinderbetreuung an. "Ich denke, beides ist für einen Bürgermeister machbar und entscheidbar. Allerdings werden sie natürlich Geld kosten", analysiert Hinze. Mamdani plant, dies durch höhere Steuern für Superreiche und den Privatmarkt zu finanzieren. Hinze hält dies nicht für unmöglich, da New York auch bei höheren Abgaben ein Wirtschaftsmagnet bleibe.

Problemfelder Wohnen und Nahverkehr

Deutlich schwieriger wird es beim Thema Wohnen. Zwar verspricht Mamdani einen "Rent Freeze", doch sein Vorgänger Eric Adams hat ihm hier strategische Steine in den Weg gelegt. Über Mieterhöhungen bei sozialgebundenen Wohnungen entscheidet das sogenannte Rent Guidelines Board. Adams hat jetzt noch mal vier neue Mitglieder ernannt. Da diese Amtszeiten gestaffelt sind, hat Mamdani kurzfristig keine Mehrheit in dem Gremium, um einen sofortigen Stopp von Mieterhöhungen durchzudrücken. Für Mamdani eine Herausforderung.

Am härtesten dürfte der Kampf um den kostenlosen Nahverkehr werden. Die New Yorker Verkehrsbetriebe (MTA) unterstehen auch dem Bundesstaat und nicht nur der Stadt. "Der Bürgermeister kann dort nur vier Mitglieder nominieren, nicht einmal ernennen", gibt Hinze zu bedenken. Hier werde Mamdani voraussichtlich "auf Granit beißen" da ihm schlicht die Macht fehlt.

Ein Sozialist im Rathaus

Mamdani macht keinen Hehl aus seiner ideologischen Ausrichtung. "Ich wurde als demokratischer Sozialist gewählt und ich werde als demokratischer Sozialist regieren", stellt er in seiner Rede klar und zitiert sein Vorbild Bernie Sanders, der ebenfalls anwesend ist. Sanders verteidigt seinen Politkollegen gegen Kritik: "Im reichsten Land der Welt ist es nicht radikal, dafür zu sorgen, dass Menschen in bezahlbaren Wohnungen leben können."

Doch die Polarisierung ist spürbar. Während junge New Yorker und Menschen mit Migrationshintergrund jubeln, gibt es auch Skepsis. Hannah Sandhu aus Brooklyn äußert Sorgen, die viele in der jüdischen Community teilen: "Ich habe Angst, dass Antisemitismus unter ihm normal wird. Ich lebe über einer israelischen Jazz-Bar, und wir werden oft angegriffen."

Mamdani, der sich stark pro-palästinensisch positioniert, versucht in seiner Rede, Brücken zu bauen. "Ich stehe an der Seite der über eine Million New Yorker, die vor fast zwei Monaten für diesen Tag gestimmt haben - und ich stehe genauso entschlossen an der Seite derer, die es nicht getan haben." Für alle, die New Yorker sind, sei er der Bürgermeister. "Unabhängig davon, ob wir einer Meinung sind, werde ich Sie beschützen", fügt er hinzu.

Überraschende Dynamik mit Trump

Ein besonders heikles Spannungsfeld eröffnet sich in der Migrationspolitik, gerade mit Blick auf Washington. Zwar liegen Einwanderungsgesetze in der Hand des Präsidenten und des Kongresses, doch Expertin Hinze sieht für Mamdani durchaus Spielraum, den Kurs seines Amtsvorgängers zu korrigieren. Adams hatte sich zuletzt Trump angenähert und der Einwanderungsbehörde ICE den Zugang zu bestimmten sensiblen Daten von illegalen Migranten gewährt. Mamdani hingegen könnte New Yorks Status als "Sanctuary City" wiederbeleben.

Zwar kann er ICE-Razzien nicht gänzlich verhindern, aber Symbolpolitik betreiben. Mamdani könnte die Polizei anweisen, nicht mit den Bundesbehörden zu kooperieren, um so den Schutzraum für Migranten innerhalb der städtischen Möglichkeiten zu wahren.

Besonders spannend zu beobachten ist daher die mittlerweile überraschende Dynamik, die sich indes zwischen ihm und US-Präsident Donald Trump abzeichnet. Obwohl Trump Mamdani lange als Kommunisten brandmarkte und mit Mittelkürzungen für New York City im Falle der Wahl Mamdanis drohte, verlief das erste persönliche Treffen der beiden Ende November überraschend harmonisch. Ob diese Waffenruhe hält, ist fraglich, doch Mamdani ist auf Bundesmittel angewiesen.

Ein neuer Stil

Für Politikwissenschaftlerin Hinze bleibt abzuwarten, wie viel von der ambitionierten Agenda der neue Bürgermeister wirklich umsetzen kann: "Vielleicht kann er in einer gesamten Amtszeit die Hälfte oder drei Viertel seiner Ziele erreichen. Aber ich vermute, in den ersten 100 Tagen werden wir sehr wenig sehen."

Mamdani selbst gibt sich kämpferisch. "Die Arbeit geht weiter, die Arbeit dauert an", ruft er der Menge zum Abschluss zu. "Die Arbeit, meine Freunde, hat gerade erst begonnen."

Angeblich Ölanlagen und Café getroffen: Russland wirft der Ukraine Angriffe vor

Karte der Ukraine und Russlands, hell schraffiert: von Russland besetzte Gebiete
Karte der Ukraine und Russlands, hell schraffiert: von Russland besetzte Gebiete (© ISW, Critical Threats Project | Stand: 31.12.2025)

Nach russischen Angaben sollen bei einem ukrainischen Angriff in der besetzten Region Cherson mehr als 20 Menschen getötet worden sein. Die Ukraine betonte hingegen, man greife ausschließlich militärische Ziele und Energieanlagen an.

Moskau hat der ukrainischen Armee einen Angriff in dem von Russland besetzten Teil der Region Cherson vorgeworfen. Bei dem Drohnenangriff ‌auf ​ein Café wurden den Angaben des von Russland eingesetzten Gouverneurs Wladimir Saldo zufolge mindestens 24 Menschen getötet.

Mehr als 50 ⁠Personen seien verletzt worden, schrieb er auf Telegram. Der Angriff habe sich in ‍dem Küstenort ​Chorly ereignet. In ​dem Café hätten Neujahrsfeierlichkeiten stattgefunden.

Ukraine: Greifen ausschließlich legitime Ziele an

Der ukrainische Generalstab wies die Darstellung als falsch und typische russische Desinformation zurück. Ziel der Russen sei es, mit solchen Falschbehauptungen Einfluss auf die Partner der Ukraine und den Verlauf der Friedensverhandlungen zu nehmen.

"Die Verteidigungskräfte der Ukraine halten sich an die Normen des humanitären Völkerrechts und führen ausschließlich Angriffe auf militärische Ziele des Feindes, Objekte des Brennstoff- und Energiekomplexes der Russischen Föderation und andere legitime Ziele durch, mit dem Ziel, das militärische Potenzial des Aggressorlandes zu verringern", sagte der Sprecher des Generalstabs der Agentur Interfax-Ukraine zufolge. Unabhängige Berichte und eine Bestätigung der Totenzahl gab es nicht.

Vorwurf: Auch russische Ölanlagen angegriffen

Russland wirft der Ukraine auch vor, in der Neujahrsnacht russische Ölanlagen mit Drohnen angegriffen zu haben. Im Gebiet Kaluga südwestlich von Moskau wurde nach Informationen russischer Telegramkanäle ein Tanklager getroffen. Eine offizielle Bestätigung gab es nicht. Auch die Raffinerie von Ilski in Südrussland soll Berichten zufolge attackiert worden sein.

Auch die Ukraine meldete russische Angriffe: Von der Luftwaffe hieß es, Russland habe in der Nacht mit 205 Kampfdrohnen angegriffen. 176 Objekte seien abgefangen worden. Es gab trotzdem Einschläge an 24 Orten, darunter nach regionalen Angaben in dem Gebiet Wolyn im Nordwesten.

US-Regierung: Trump zieht Nationalgarde aus US-Städten ab

Donald Trump
Donald Trump (© dpa)

Chicago, Los Angeles und Portland: In mehreren US-Städten hatten Gerichte Einsätzen von Nationalgardisten einen Riegel vorgeschoben. Nun hat Präsident Trump deren ‍Abzug ​aus den von Demokraten regierten Großstädten angekündigt.

Nach mehreren gerichtlichen Entscheidungen gegen den Einsatz von Nationalgardisten will US-Präsident Donald Trump vorerst auf Entsendungen weiterer Kräfte verzichten. Die Nationalgardisten sollten aus Chicago, Los Angeles und Portland abgezogen werden, schrieb der Republikaner auf seinem Online-Sprachrohr Truth Social.

Zugleich stellte er trotz richterlicher Anordnungen künftige Einsätze in Aussicht - "vielleicht in einer ganz anderen und stärkeren Form, wenn die Kriminalität wieder zunimmt".

Seit Sommer hatte Trump in mehreren Städten den Einsatz angeordnet - in den meisten Fällen gegen den Willen der Städte und Bundesstaaten und unter dem Vorwand vermeintlich ausufernder Kriminalität. Im Normalfall haben die Bundesstaaten die Kontrolle über die Nationalgarde, die eine militärische Reserveeinheit und Teil der US-Streitkräfte ist. Für die Hauptstadt Washington, die rechtlich kein eigener Bundesstaat ist, gelten Sonderregeln.

Richter untersagten Einsätze

Mitte Dezember hatte ein Bundesrichter die Regierung angewiesen, ihren Einsatz der Nationalgarde in Los Angeles zu beenden. Zu dem Zeitpunkt waren nur noch rund 100 Nationalgardisten dort im Einsatz - von ehemals etwa 4.000, die noch im Sommer mobilisiert worden waren, als dort gegen die Migrationspolitik der US-Regierung protestiert wurde. Die Westküstenmetropole war die erste von mehreren demokratisch regierten Städten, in die Washington Nationalgardisten schickte.

Kurz vor Weihnachten hatte Trump vor dem Obersten Gerichtshof der USA bei seinen Plänen eines Nationalgarde-Einsatzes in Chicago eine Niederlage kassiert. Der Oberste Gerichtshof der USA wies einen entsprechenden Eilantrag ab. Auch beim Einsatz in Portland im US-Bundesstaat Oregon untersagte eine Bundesrichterin ebenfalls die Entsendung.

"Jetzt ist Trump gezwungen nachzugeben"

Zu dem nun verkündeten vollständigen Abzug der Nationalgarde aus den drei Metropolen erklärte der Gouverneur des Bundesstaates Illinois, JB Pritzker, zu dem Chicago gehört, Illinois sei mit seiner Klage gegen Trumps Versuch, "amerikanischen Städte mit der Nationalgarde zu militarisieren", erfolgreich gewesen. "Jetzt ist Trump gezwungen nachzugeben", fügte JB Pritzker im Onlinedienst X hinzu.

Der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom erklärte mit Blick auf Los Angeles, das Nachgeben von Trump bedeute, "dass diese illegale Einschüchterungstaktik endlich ein Ende hat."

Die Nationalgarde kann etwa bei Naturkatastrophen, Unruhen oder Notfällen im Inneren eingesetzt werden. In bestimmten Situationen kann der US-Präsident das Kommando übernehmen - etwa, wenn eine Rebellion gegen die Autorität der Regierung droht oder im Gange ist.

Vierschanzentournee: Prevc fliegt auch in Garmisch-Partenkirchen davon

Domen Prevc in Garmisch-Partenkirchen in Aktion
Domen Prevc in Garmisch-Partenkirchen in Aktion (© AP Matthias Schrader)

Die Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen konnte am Neujahrstag keinen Überraschungssieger präsentieren. Auf der Olympiaschanze zeigte der Slowene Domen Prevc erneut keine Schwäche und räumte souverän den zweiten Tournee-Sieg ab. Jan Hörl und Stephan Embacher sorgten mit Platz zwei und drei für Jubel im österreichischen Team.

Auch die deutschen Ski-Adler Felix Hoffmann und Philipp Raimund performten weiter auf hohem Niveau und landeten auf Rang sechs und sieben. "Er hat einfach ein Fluggefühl, von dem ich nur träumen kann. Es ist krass, wenn man sieht, wie groß der Abstand von Domen ist", so Raimund über Sieger Prevc. Das Ergebnis passt auf jeden Fall für Bundestrainer Stefan Horngacher: "Mit sechs und sieben kann man zufrieden sein."

Prevc kontert Angriff von Hörl

Der Österreicher Jan Hörl versuchte, mit seinem Flug auf 141 Metern Druck auf den "Domenator" auszuüben. Beeindrucken konnte er Prevc allerdings nicht. Der Slowene schickte postwendend die passende Antwort. Er flog einfach zwei Meter weiter und übernahm souverän die Führung. "Es liegt an mir, den Druck in Adrenalin umzuwandeln", sein Credo.

Im Finale ließ Prevc dann keine Zweifel darab, wer die Schanze und die Konkurrenz auch am ersten Tag des Jahres im Griff hatte. Während Herausforderer Hörl nach 131,5 Metern landete, holte sich Prevc den Sieg mit einem Sprung auf 141 Meter und baute seinen Vorsprung weiter aus. Der Tourneesieg ist ihm bereits zur Halbzeit kaum noch zu nehmen.

In der Gesamtwertung liegt der 26-Jährige nun mit 619,8 Punkten bereits deutlich vor Hörl (584,8) und hat beste Chancen, zehn Jahre nach seinem Bruder Peter den Goldadler zu gewinnen. Einen größeren Vorsprung hatte es zur Halbzeit zuletzt vor 21 Jahren gegeben.

DSV-Duo glänzt weiter

Wieder einen starken Eindruck hinterließ auch Felix Hoffmann, der nach seinem Satz auf 134 Metern ein breites Grinsen und die Jubel-Faust zeigte. Mit Platz fünf im ersten Durchgang machte aber nicht nur der 28-Jährige dem DSV-Team Hoffnungen auf einen Podestplatz, denn Philipp Raimund konnte sich direkt dahinter in Position bringen. "Nicht ganz optimal, aber gut die Sprünge", so Stefan Horngacher im ZDF-Interview. "Ich bin sehr zufrieden mit meinen Vorspringern."

Das deutsche Top-Duo lieferte auch im Finale. Raimund legte mit 135 Metern vor, Hoffmann zog mit 136 Metern nach. Für das Podest reichte es nicht. Platz sechs und sieben am Ende bedeuten dennoch wieder zwei Top-Ergebnisse für die deutschen Springer.

Paschke stärkt Selbstbewusstsein

Nicht zu vergessen Pius Paschke, der als 23. ins Finale einzog. Für den 35-jährigen Skisprung-Oldie ging die Post zwar nicht so richtig ab, aber Platz 21 am Ende des Tages war für den Vorjahres-Gesamt-Sechsten ein gutes Ergebnis. "Es läuft besser, die Basis war ganz gut", strahlte der Oberbayer erleichtert. "War solide, nehm ich so mit."

Kein zweiter Durchgang für Wellinger und Geiger

In kleinen Schritten geht es dagegen für Andreas Wellinger vorwärts. Die Leichtigkeit der vergangenen Jahre hat er zwar noch nicht zurück, doch in Garmisch-Partenkirchen gelang dem Olympiasieger einer seiner derzeit besseren Sprünge. Für den zweiten Durchgang reichten die 124,5 Meter jedoch nicht.

Auch Teamkollege Karl Geiger, der in seinem Duell auf Pius Paschke traf, flog zu kurz und erlebte das Finale nur als Zuschauer. Wie Youngster Ben Bayer zog der 32-jährige Oberstdorfer den Kürzeren. "Natürlich ist das jetzt nicht das, was ich mir erhofft und auf was ich hingearbeitet habe", so der 32-Jährige. Er müsse jetzt kleine Schritte gehn, und "das große Ganze im Blick haben."

Zajc erneut disqualifiziert

Der Slowene Timi Zajc wurde derweil auch beim zweiten Wettbewerb der Vierschanzentournee disqualifiziert und erhält nun eine Rote Karte. Der Anzug des Slowenen wich diesmal um vier Millimeter von der Norm ab, weshalb Zajc schon vor seinem ersten Sprung disqualifiziert wurde. "Es kann passieren, aber wenn es das zweite Mal in Folge passiert, muss ich sagen: Das darf nicht passieren. Das ist für den Athleten natürlich sehr frustrierend", sagte Karl Geiger über den erneuten Verstoß seines Widersachers.

Regionales

Baden-Württemberg: BW-Newsticker am Morgen: Dreijähriges Kind muss nach Feuerwerks-Unfall operiert werden, Auf uns warten Schnee und Gewitter mit Blitz und Donner, Verletzter nach Brand-Katastrophe in der Schweiz nach Stuttgart gebracht

Silvesterfeuerwerk explodiert während der Silvesternacht in Neukölln vor einem Polizeiauto.
Silvesterfeuerwerk explodiert während der Silvesternacht in Neukölln vor einem Polizeiauto. (© dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow)

Kurz und informativ - das Wichtigste für den Morgen und den Tag. Aktuelle Nachrichten für Baden-Württemberg live in unserem SWR Aktuell Newsticker, heute von Jakob Fandrey.

2.1.2026, 7:19 Uhr

Unfälle mit Feuerwerk: Dreijähriges Kind muss operiert werden

Über die Zustände in der Silvesternacht am Stuttgarter Klinikum haben wir ja bereits vorhin berichtet, aber auch in anderen Landesteilen hatte das Hantieren mit Feuerwerk und Böllern zum Teil erhebliche Folgen: So musste in der Oberschwabenklinik in Ravensburg ein dreijähriges Kind noch in der Nacht operiert werden, nachdem es sich beim Hantieren mit einem Feuerwerkskörper eine schwerere Verletzung an der Hand zugezogen hatte. Der Vater des betroffenen Kindes wollte noch eingreifen. Er musste dann ebenfalls operiert werden. In der Notaufnahme des Klinikums Ravensburg wurden in der Silvesternacht insgesamt sieben direkt silvesterbedingte Fälle behandelt. Sechs Patienten haben sich Verletzungen durch Feuerwerkskörper oder Verbrennungen zugezogen. Ein Patient musste wegen einer Schlägerei behandelt werden. In Lahr im Ortenaukreis verlor ein 42-Jähriger bei einer Böllerexplosion drei Finger. Durch den "unsachgemäßen Umgang" mit Feuerwerkskörpern sei der Unfall zustande gekommen, so die Polizei. Er sei in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Ob es sich um einen legalen oder illegalen Feuerwerkskörper handelte, konnten die Beamten nicht sagen.

2.1.2026, 7:52 Uhr

A6 nach Unfall bei Weinsberg komplett gesperrt

Achtung, wenn ihr aktuell mit dem Auto unterwegs seid oder gleich los möchtet: Solltet ihr die A6 rund um Heilbronn nehmen wollen, fahrt lieber drum herum. Die A6 ist nämlich aktuell zwischen dem Kreuz Weinsberg und Bretzfeld in beide Richtungen gesperrt. Laut Polizeisprecher ist ein Lkw in Brand geraten. Verletzt wurde niemand, wie lange die Sperrung andauert, ist noch unklar.

2.1.2026, 7:36 Uhr

Baden-Württemberg nicht mehr Spitzenreiter bei Geldautomaten-Sprenungen

Es war eine eher zweifelhafte Ehre, in dieser Statistik einen Spitzenplatz zu belegen: Noch vor einem Jahr zählte Baden-Württemberg zu den bundesweiten Brennpunkten für Geldautomaten-Sprengungen. Inzwischen ist es spürbar ruhiger geworden, die Zahl der Taten ist deutlich gesunken. "Die Geldautomaten-Sprengungen haben wir deutlich nach unten gedrückt, von 43 Fällen im Jahr 2024 auf 13 im Jahr 2025", sagt Innenminister Thomas Strobl (CDU). Das entspricht einem Rückgang von rund 70 Prozent. Fünfmal kamen sie an Bargeld, insgesamt wurden laut Innenministerium rund 650.000 Euro erbeutet. Festgenommen wurde bislang niemand. Für die Bevölkerung bleibt damit ein zwiespältiges Gefühl: Es gibt zwar weniger Taten, aber weiterhin hochprofessionelle Täter. Zwar ist die Beute inzwischen geringer, doch das eigentliche Problem bleiben die massiven Schäden, die auf 5,7 Millionen Euro im vergangenen Jahr an Gebäuden, Fassaden und Co. geschätzt werden.

2.1.2026, 7:08 Uhr

Die Wetter-Aussichten: Schnee, stürmische Böen, Blitz und Donner

Schnee, Sturm und sogar Gewitter: Der Winter zeigt in Baden-Württemberg am Freitag seine raue Seite. Es wird wechselnd bis stark bewölkt mit Schnee- oder Schneeregenschauern, am Nachmittag örtlich auch mit Donner und Blitz. Dazu weht ein frischer Südwestwind mit starken bis stürmischen Böen, im Bergland sind schwere Sturmböen möglich. Die Temperaturen bleiben winterlich: Während im Bergland bis zu minus zwei Grad erwartet werden, sind im Raum Mannheim maximal fünf Grad drin. In der Nacht zum Samstag zieht teils mäßiger Schneefall durch, danach ist es wechselnd bis stark bewölkt. Vorsicht ist dennoch geboten: Bei Tiefstwerten zwischen minus 1 und minus 7 Grad droht Glätte.

2.1.2026, 6:53 Uhr

Notfallmediziner zu Silvester: War eine "eher heftige" Nacht - Bedrohungen und rassistische Sprüche

In den Notaufnahmen im Land war rund um den Jahreswechsel viel los. Alle Hände voll zu tun hatten die Ärzte und Pfleger beispielsweise in der Notfallaufnahme des Klinikums Stuttgart. Ein knapp 80 Jahre alter Mann habe bei einer Böllerexplosion einen Finger verloren, zwei weitere müssten wohl amputiert werden, berichtete der leitende Oberarzt Florian Dengler. Ein jüngerer Herr um die 40 habe schwerste Kopfverletzungen erlitten, als er eine Feuerwerksbatterie mit einem Gasbrenner oder einem ähnlichen Gerät anzünden wollte und die Batterie neben ihm explodierte. Der 37-jährige Mediziner berichtete, ab Mitternacht habe man fast dreimal so viele Patienten versorgen müssen wie an einer normalen Wochenend-Nacht. Dieses Jahr sei es verglichen mit anderen Silvesterschichten "eher heftig" gewesen. Der Oberarzt berichtete auch von zunehmend aggressiven Patienten, die Pflegekräfte und Ärzte beleidigten, bedrohten oder teils mit rassistischen oder sexistischen Sprüchen angingen. Auch der Sicherheitsdienst in der Notaufnahme werde in der Silvesternacht aufgestockt.

2.1.2026, 6:41 Uhr

Tresor mit Waffe und Autoschlüssel aus dem Neckar geborgen

Am Silvestermorgen haben Magnetangler am Heilbronner Neckarufer einen ungewöhnlichen Fund gemacht: Sie zogen einen etwa 30x30 Zentimeter großen, zehn Kilogramm schweren Tresor aus dem Neckar. Der Tresor, der bereits von Muscheln bewachsen war, wurde vor Ort aufgehebelt. Zum Vorschein kamen unter anderem eine Schreckschusswaffe mit vollem Magazin, ein Fahrzeugbrief für einen Fiat samt Autoschlüssel, ein Schlüsselbund einer Yamaha mit Bedienungsanleitung und eine abgelaufene Kreditkarte. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um die Hintergründe des Fundes zu klären. Den Tresor durften die Angler übrigens behalten - er soll jetzt in ein Museum kommen.

2.1.2026, 6:26 Uhr

Ermäßigter Steuersatz in der Gastronomie: "Bin optimistischer als noch vor einem Jahr"

Der baden-württembergische Landeschef des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Hans-Ulrich Kauderer, hat in der Debatte um die seit dem Jahreswechsel geltenden ermäßigten Mehrwertsteuersätze von sieben Prozent die Bedeutung der Gastronomie-Vielfalt im Land betont. Für die Branche ist der Schritt nach Ansicht Kauderers ein Meilenstein. "Essen im Gasthaus auf Porzellan und mit gutem Service wird künftig nicht mehr höher besteuert als Fastfood zum Mitnehmen", erklärte der Dehoga-Chef. Das sei nicht nur ein Gewinn für die kulinarische Kultur, sondern auch ein Gebot der Fairness. Die Wettbewerbsverzerrungen zulasten der personalintensiven Speisegastronomie sei nun endlich beseitigt worden. Der niedrigere Mehrwertsteuer-Satz löst aus Sicht des Verbandes nicht alle Probleme - verschafft den Betrieben aber dringend benötigten wirtschaftlichen Spielraum. "Die Lage bleibt herausfordernd, aber ich bin optimistischer als noch vor einem Jahr und sehe jetzt eine realistische Chance, dass wir den Negativtrend bei der Umsatzentwicklung stoppen können", so Kauderer weiter. Immer wieder gab es ja Kritik daran, dass die Preise für die Kundinnen und Kunden nicht in gleicher Weise sinken werden. Kauderer sieht es so: "Zunächst einmal ist es eine gute Nachricht für die Gäste, wenn mehr Gasthäuser und Restaurants wirtschaftlich überleben, weil so die Vielfalt des Angebots gesichert wird". Der Wettbewerb in der Branche sei intensiv, der Markt funktioniere. "Davon werden auch die Gäste profitieren."

2.1.2026, 6:15 Uhr

Nach Brandkatastrophe in Crans-Montana: Verletzter nach Stuttgart ausgeflogen

Nach der verheerenden Brandkatastrophe im Schweizer Ski-Ort Crans-Montana geht die Aufarbeitung weiter. In dem Ort im Kanton Wallis ist in der Silvesternacht gegen 1:30 Uhr ein Feuer in der Bar "Le Constellation" ausgebrochen. Augenzeugen hatten ARD-Korrespondenten berichtet, dass möglicherweise funkensprühende Geburtstags-Kerzen die Decke im Keller der Bar in Brand gesetzt haben könnten. Anschließend soll es zu einer Explosion gekommen sein. Nach Polizeiangaben sind dabei etwa 40 Menschen gestorben. 115 Menschen wurden verletzt, die meisten davon schwer. Sie wurden auf Krankenhäuser in der ganzen Schweiz verteilt. Ein Patient wurde in eine Klinik nach Stuttgart geflogen. Ob es Deutsche unter den Opfern gibt, ist noch nicht bekannt.

2.1.2026, 6:09 Uhr

Drei Tote nach Bränden im Land

Rund um den Silvestertag sind in Baden-Württemberg drei Menschen bei Bränden ums Leben gekommen. In Bonndorf im Kreis Waldshut kam ein 60-jähriger Mann bei einem Brand ums Leben. Wie die Polizei mitteilte, brach das Feuer am Silvesterabend gegen 21:30 Uhr im Bereich eines Balkons aus. Die genaue Ursache des Feuers ist bislang noch unklar. In Lenzkirch (Kreis Breisgau-Hochschwarzwald) wurde laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) ein 68-jähriger Mann tot in einer Wohnung gefunden, in der am Morgen des Silvestertags ein Brand ausgebrochen war. Das Polizeipräsidium Freiburg will dazu am heutigen Freitag weitere Informationen bekannt geben. Nach Angaben der dpa konnte die Feuerwehr 14 Personen aus dem Gebäude retten. Auch in Giengen an der Brenz im Kreis Heidenheim ereignete sich am Vormittag des Silvestertags ein Brand. Nach Informationen der dpa soll eine Frau bei dem Feuer ums Leben gekommen sein. Weitere Informationen zu diesem Vorfall liegen derzeit noch nicht vor.

2.1.2026, 6:01 Uhr

Angriff auf Polizisten und Straßenbahn: Viel zu tun für Einsatzkräfte zum Jahreswechsel

Der Jahreswechsel in Baden-Württemberg war für die Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung. Trotz überwiegend friedlicher Feierlichkeiten kam es zu schweren Vorfällen, darunter Brände mit Todesopfern, Angriffe auf die Polizei und Schäden an Straßenbahnen. In Mannheim kam es zu Angriffen auf Einsatzkräfte. Laut Innenministerium wurden mehrere Polizistinnen und Polizisten mit Pyrotechnik beschossen, wobei einige von ihnen leichte Verletzungen erlitten. Auch ein Straßenbahnfahrer wurde mit Pyrotechnik beschossen, blieb jedoch unverletzt. Drei Straßenbahnen wurden durch Böller- und Steinwürfe beschädigt. Insgesamt wurden im Land sechs Polizeibeamtinnen und -beamte leicht verletzt. Feuerwehr und Polizei hatten landesweit hunderte Einsätze innerhalb weniger Stunden zu absolvieren. Das Innenministerium sprach von einer "Herausforderung für die Einsatzkräfte". Trotz aller Unfälle und Verletzten äußerten sich Verantwortliche am Neujahrstag unter dem Strich eher positiv.

2.1.2026, 6:00 Uhr

Guten Morgen!

Willkommen zum ersten Newsticker am Morgen im neuen Jahr. Wir arbeiten die Ereignisse der Silvesternacht und alles, was sonst noch so in und um Baden-Württemberg passiert ist, für euch auf. Mein Name ist Jakob Fandrey und ich bin bis 10 Uhr für euch hier. Bei Fragen, Wünschen, Lob oder Kritik schreibt mir gerne per E-Mail an newsticker-bw@SWR.de.

Berlin: Berliner Wohnungsbaugesellschaften genehmigen 98 Balkonkraftwerke

Archivbild: Immer mehr Haushalte setzen auf Balkonkraftwerke und nutzen die Photovoltaik. (Quelle: imago images/Gudath)
Archivbild: Immer mehr Haushalte setzen auf Balkonkraftwerke und nutzen die Photovoltaik. (Quelle: imago images/Gudath) (© imago images/Gudath)

Bis vor Kurzem hat Berlin sogenannte Balkonkraftwerke gefördert, doch von den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften wurden nicht einmal 100 dieser Solaranlagen genehmigt. Die Grünen sprechen von einer "Blockade".


  • Nur 98 Balkonkraftwerke durch landeseigene Wohnungsesellschaften in zwei Jahren genehmigt

  • Unklar bleibt, ob in allen Fällen auch Solarmodule installiert wurden

  • Grüne sprechen von "Blockade"

In den vergangenen beiden Jahren sind in Berlin 98 sogenannte Balkonkraftwerke in den 360.000 Wohnungen aller landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften genehmigt worden. Das geht aus der Antwort der Stadtentwicklungsverwaltung auf eine Anfrage der Grünen hervor. Unklar bleibt aber, ob in allen Fällen auch Solarmodule auf Balkonen installiert wurden.

So meldet die Gewobag für 2025 lediglich 15 genehmigte Anträge. Die Gesobau kommt für 2024 und 2025 zusammen auf zehn. Angaben zu tatsächlich installierten Balkonkraftwerken machen beide nicht.

Die Degewo hat hingegen für 2024 und 2025 jeweils vier installierte Solaranlagen auf Balkonen erfasst. Bei der Howoge waren es 16 Solaranlagen im Jahr 2024 und 28 im Jahr 2025. Die Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land listet 21 installierte Anlagen für beide Jahre auf. Die WBM liefert keine Zahlen.

Hürden für Installation unterschiedlich

Angesichts von mehr als 360.000 Wohnungen im Bestand der landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften spricht der energiepolitische Sprecher der Grünen, Stefan Taschner, von einer "Blockade" bei den Berliner Wohnungsbaugesellschaften. Es gebe den "deutlichen Willen" vieler Mieterinnen und Mieter, bei der Energiewende mitzumachen. "Bei den landeseigenen Wohnungsbaugesellschaften ist sehr viel möglich", zeigte sich Taschner überzeugt.

Wie aus der Antwort auf die Parlamentsanfrage auch hervorgeht, sind die Hürden für die Installation von Solarmodulen auf Balkonen unterschiedlich hoch. So führt die Degewo beispielsweise ein Antragsverfahren durch, zu dem zwingend auch eine Tauglichkeitsprüfung des Stromkreises durch eine Elektrofachfirma gehört.

Die Gewobag verlangt hingegen keine kostenpflichtige Prüfung durch eine externe Fachfirma. Die Howoge bietet ihren Mieterinnen und Mietern Genehmigung, Anbau und Abnahme der Anlagen, inklusive Fachunternehmererklärung aus einer Hand an.

Förderung von Steckersolargeräten beendet

Bekannt ist, dass die Wohnungsbaugesellschaften längst nicht allen Anträgen von Mieterinnen und Mietern stattgeben. Als Gründe für die Ablehnung werden der bauliche Zustand von Balkonen, eine unzureichende Elektrik, nicht genehmigungsfähige Module oder fehlende Nachweise genannt. Darüber hinaus können auch Denkmalschutz, Vorgaben des Milieuschutzes oder die Höhe von Wohnhäusern ausschlaggebend für die Ablehnung sein.

Grünen-Energiepolitiker Taschner befürchtet, dass der Zubau von Balkonkraftwerken abgewürgt werden könnte, weil der Senat die Förderung von Steckersolargeräten in Höhe von 250 Euro beendet hat. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hatte das damit begründet, dass die Kosten für die Balkon-Module stark gesunken seien.

Das Förderprogramm war im Februar 2023 gestartet worden, insgesamt wurden laut Giffey mehr als 19.000 Balkonkraftwerke gefördert. Künftig sollen die vorhandenen Mittel für Anlagen verwendet werden, die größere Mengen Strom liefern können.

Brandenburg, Berlin: Nah- und Fernverkehr beeinträchtigt: Diese Bahn-Baustellen sind 2026 in Berlin geplant

Archivbild: Baufahrzeuge stehen in der Nähe vom Hauptbahnhof auf den Gleisen auf der Baustelle der S21-Bahnstrecke. (Quelle: dpa/Skolimowska)
Archivbild: Baufahrzeuge stehen in der Nähe vom Hauptbahnhof auf den Gleisen auf der Baustelle der S21-Bahnstrecke. (Quelle: dpa/Skolimowska) (© dpa/Skolimowska)

Berlin ohne Baustellen? Unvorstellbar. Im öffentlichen Nahverkehr wird in den nächsten Monaten an verschiedenen Stellen gebaut. Einiges wird im nächsten Jahr eröffnet werden, anderes zieht sich.


  • im öffentlichen Nahverkehr in Berlin wird 2026 an verschiedenen Stellen gebaut

  • Ende März soll endlich eine ganz neue S-Bahn-Linie den Betrieb aufnehmen

  • bei der BVG wird mit dem U-Bahnhof Alexanderplatz ein Knotenpunkt saniert

Pendlerinnen und Pendler müssen sich im kommenden Jahr auf einige Baustellen auf dem Berliner Schienennetz und der Region einstellen. Einige wichtige Bauprojekte werden hingegen fertig und sollen für eine Verbesserung im Nah- und Regionalverkehr sorgen. Ein Überblick über die wichtigsten Bauprojekte im kommenden Jahr.

Berliner Bahnhöfe

Der Bahnhof Alexanderplatz soll von Anfang 2026 bis Mitte 2029 zur Großbaustelle werden. Dann wird er nämlich kernsaniert. Die Geschäfte und Imbissbuden im Inneren müssen bereits zum Jahresende schließen und die Station verlassen. Erste Maßnahmen zur Bauvorbereitung will die Bahn bereits in den nächsten Wochen starten. Der Zugbetrieb soll während der Bauphase wie gewohnt weiter laufen.

Am Hauptbahnhof wird der Europaplatz neu gestaltet. Die Baustelle auf dem nördlichen Vorplatz des Bahnhofs ist im ersten Halbjahr geplant, dabei soll ein "barrierefreier Bewegungskorridor" zwischen Hauptbahnhof und Bus- bzw Tramhaltestelle entstehen. Zudem ist unter anderem eine Abstellanlage für bis zu 220 Fahrräder geplant.

S-Bahnen und Regionalbahnen

Ende März soll nach jahrelanger Verzögerung die neue S-Bahn-Verbindung der S21/S15 zwischen dem Berliner Nordring und dem Hauptbahnhof in Betrieb gehen. Damit erhielte der Wedding eine direkte Anbindung zu einem wichtigen Fernverkehrsknotenpunkt. Für das Projekt wurde unter dem Hauptbahnhof ein neuer S-Bahnhof gebaut. Die Verbindung wird der erste Teil des Gesamtprojekts "S21 Berlin", eine Nord-Süd-Verbindung vom Nordbahnhof bis zum Südkreuz, die das bisherige Netz entlasten soll.

Weitergebaut wird am S-Bahnhof Wollankstraße in Pankow.

Fernverkehr

Die Strecke Hamburg-Berlin, ein zentrales Bauprojekt der Deutschen Bahn soll im ersten Halbjahr 2026 fertig gestellt werden. Derzeit werden dort Gleise, Weichen, Oberleitungen und Stellwerkstechnik erneuert. In der Bauphase gibt es Umleitungen über Stendal und Uelzen, was zu rund 45 Minuten längeren Fahrzeiten führt. Ende April soll das abgeschlossen und die Strecke wiedereröffnet sein. Die Hoffnung der Bahn: Die runderneuerte Strecke wird dann auch weniger fehleranfällig.

Ein halbes Jahr später wird dann der Fernverkehr auf einer anderen wichtigen Achse aus Berlin ausgebremst: Zwischen Berlin und Lehrte (bei Hannover). Dort soll zwischen Oktober und Dezember gebaut werden. Wie die Umleitung aussehen wird, ist noch nicht klar.

BVG

Auch bei der BVG wird an zahlreichen Stellen gebaut. Bei der U6 mussten die Verkehrsbetriebe unlängst eine deutliche Bauzeitverlängerung für die Sanierung verkünden. Ende 2026 sollen die Bauarbeiten endlich enden.

Auch U1 und U3 sind ab dem 12. Januar vorerst beeinträchtigt, weil am U-Bahnhof Nollendorfplatz gebaut wird, die U4 stellt die BVG deshalb sogar ganz ein. Bis Mitte Mai sollen diese Bauarbeiten beendet sein.

Dass die U2 am Senefelderplatz nicht hält, kennen Fahrgäste bereits aus den letzten Monaten. Die Einschränkung wird auch 2026 bleiben. Die Haltestelle soll erst im März 2027 wieder angefahren werden. Gleiches gilt für den U-Bahnhof Seestraße auf der U6, hier ist unklar, wann der Bahnhof wieder genutzt wird.

Bremen: 10 Dinge, die sich 2026 für Bremerinnen und Bremer ändern

Menschen laufen an einem Sommertag über die Bremer Domsheide.
Menschen laufen an einem Sommertag über die Bremer Domsheide. (© Imago | Imagebroker)

Wer braucht einen Hundeführerschein? Wie teuer wird das Deutschlandticket sein? Und wie läuft das mit der Wehrpflicht? Wir haben für Sie eine Übersicht erstellt.

1. Die Preise in den Bremer Schwimmbädern steigen

Wer im kommenden Jahr in Bremen ein Schwimmbad besuchen will, muss etwas tiefer ins Portemonnaie greifen. In den Hallenbädern wird es in den meisten Fällen 30 Cent teurer. Das Horner Bad erhöht die Preise gar um 80 Cent. Der Eintritt in die Freibäder erhöht sich um 40 Cent. Auch in den Saunen steigen die Preise an.

2. Das Kindergeld wird erhöht

Das Kindergeld steigt in Deutschland von bisher 255 Euro auf 259 Euro pro Monat. Pro Kind gibt es also insgesamt 48 Euro mehr im Jahr.

3. Bremer Freikarte gilt nicht mehr auf Volksfesten

Die Freikarte mit einem Guthaben von 60 Euro für die Kinder und Jugendlichen in Bremen wird es auch im Jahr 2026 geben. Allerdings kann sie dann nicht mehr auf Volksfesten wie dem Freimarkt, sondern nur noch in Kultur- und Freizeiteinrichtungen eingesetzt werden.

Im Jahr 2025 haben die Schausteller auf dem Freimarkt durch das Guthaben auf den Freikarten rund 625.000 Euro eingenommen.

4. Das Deutschlandticket wird teurer

Nach dem großen Erfolg des Neun-Euro-Tickets im Sommer 2022 war das Deutschlandticket im Mai 2023 einst mit einem Preis von 49 Euro gestartet. Zum Jahresbeginn 2025 wurde dieser auf 58 Euro erhöht.

Jetzt erfolgt der nächste Anstieg: Ab dem 1. Januar 2026 kostet das Deutschlandticket bundesweit 63 Euro pro Monat.

5. Hundeführerschein wird in Bremen zur Pflicht

Wer sich ab dem 1. Juli 2026 einen Hund anschafft, muss einen Hundeführerschein vorzeigen können. Um diesen zu erlangen, müssen eine theoretische und eine praktische Prüfung bestanden werden. Grund für die Einführung sind die vergleichsweise vielen "Beißvorfälle".

Wer sich bereits vor dem Juli einen Hund zugelegt hat, muss lediglich dann über einen Hundeführerschein verfügen, wenn es sich um einen gefährlichen Hund handelt.

6. Mehrere Buslinien fahren häufiger

Anstatt wie bisher alle zehn Minuten, fahren ab 5. Januar die Buslinien 25, 26 und 27 werktags alle siebeneinhalb Minuten. Außerdem fährt die Linie 24 ab kommenden Freitagabend das ganze Jahr über jedes Wochenende bis zum Lankenauer Höft. In Bremen-Nord gibt es künftig eine neue Nachtbuslinie: Die N8 fährt fortan vom Bahnhof Vegesack über Aumund und Blumenthal bis nach Schwanewede.

7. Bremer Marathon findet bereits im September statt

Der Bremer Marathon wird im Jahr 2026 nicht im Oktober, sondern bereits am 13. September ausgetragen. Grund hierfür ist, dass Bremen im kommenden Jahr am 3. Oktober der Gastgeber der Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit sein wird.

8. Höhere Pendlerpauschale

Bisher konnten Pendler für den Weg zur Arbeit jeweils 30 Cent für die ersten 20 Kilometer und 38 Cent ab dem 21. Kilometer absetzen. Ab dem 1. Januar werden die 38 Cent bereits ab dem ersten Kilometer angesetzt.

9. Die SWB senkt die Strom- und Gaspreise

Ab dem 1. Januar kostet beim Strom die Kilowattstunde (kWh) in der Grundversorgung 30,46 Cent. Der Preis verringert sich um 0,84 Cent. Zugleich steigt allerdings der monatliche Grundpreis um 30 Cent auf 11,06 Euro.

Beim Gas sinkt in der Grundversorgung der Preis pro Kilowattstunde um einen Cent auf 11,48 Cent. Zugleich erhöht sich der monatliche Grundpreis um 77 Cent auf 13,38 Euro.

10. Der Wehrdienst kehrt zurück

Wer im Jahr 2008 geboren wurde und somit 2026 den 18. Geburtstag feiert, erhält im kommenden Jahr per Post einen Fragebogen. In diesem wird mit einer Skala von null bis zehn nach dem Interesse an der Bundeswehr gefragt.

Der Wehrdienst ist freiwillig. Es ist ebenso möglich, sich zivil zu engagieren. Männer müssen den Fragebogen ausfüllen. Bei Frauen geschieht dies auf freiwilliger Basis.

Hessen: Silvester-Bilanz: Feuerwerk, Angriffe auf Einsatzkräfte und Brände

Vor einem nächtlichen Himmel ist ein lichterloh brennendes Haus auf einem Hügel in einem kleinen Ort zu sehen.
Vor einem nächtlichen Himmel ist ein lichterloh brennendes Haus auf einem Hügel in einem kleinen Ort zu sehen. (© Feuerwehr Bad Endbach)

Die Hessinnen und Hessen haben das neue Jahr mit Feuerwerk begrüßt. Die Silvesternacht hielt aber auch Ordnungs- und Rettungskräfte in Atem. In Frankfurt wurden Rettungsfahrzeuge eingekesselt und angegriffen. Es gab etliche Brände, ausgelöst durch Feuerwerkskörper.

Same procedure as every year: Auch das Jahr 2026 wurde in allen Orten Hessens mit Feuerwerksraketen und Böllerschüssen eingeläutet. Aber nicht immer blieb es in der Silvesternacht harmlos oder friedlich – auch das ist eine wiederkehrende Feststellung zum Jahresstart.

Größere Zwischenfälle seien glücklicherweise ausgeblieben, teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit. Die Polizei registrierte silvestertypische Straftaten wie etwa Schlägereien, Körperverletzungen und Brände, oftmals ausgelöst durch Feuerwerkskörper.

Frankfurt: Böller auf Einsatzkräfte

In Frankfurt wurden nach Auskunft der Polizei Einsatzkräfte mit Böllern beworfen. Vorfälle gab es demnach zum Beispiel auf der Zeil. Dort wie auch an Haupt- und Konstablerwache sowie dem Eisernen Steg war Böllern seit dem Abend verboten. Die Verbotszonen haben sich laut Polizei bewährt, es seien nur vereinzelt Böller und Raketen gezündet worden.

Die Polizei war mit mehr als 700 Beamtinnen und Beamten im Einsatz. Sie sprachen im Lauf des Abends und der Nacht etwa 200 Platzverweise aus und nahmen 73 Menschen fest, wie es in einer Mitteilung am Donnerstag hieß.

Der Eiserne Steg und der Holbeinsteg mussten zeitweise wegen Überfüllung geschlossen werden. Die zwei Fußgängerbrücken verbinden die Innenstadt und Sachsenhausen und sind traditionell Treffpunkte für viele, um das Silvesterfeuerwerk vor und zwischen den Hochhäusern in der City anzuschauen.

Frankfurt: Rettungswagen blockiert und angegriffen

Am Mainufer wurden Rettungskräfte der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) und Polizeibeamte nach eigenen Angaben mit Böllern beworfen. Die DLRG-Kräfte mussten schon bald nach dem Jahreswechsel Menschen mit Böllerverletzungen versorgen und solche, die zu viel Alkohol getrunken hatten.

Auch das Deutsche Rote Kreuz (DRK) meldete einen Angriff, über den die Polizei informierte: In der Fahrgasse, die von der Konstablerwache abgeht, blockierte eine größere Gruppe von Menschen einen Rettungswagen. Manche von ihnen beschädigten den Wagen durch Schläge und Tritte und rissen Teile davon ab.

Ein Mitarbeiter stieg aus und wurde zusammengeschlagen. Die Randalierer drangen in den DRK-Wagen ein und legten eine bewusstlose Frau auf die Behandlungsliege - sie solle in ein Krankenhaus gebracht werden. Als der Rettungswagen losfuhr, wurde er mit Pyrotechnik beschossen.

In den Stadtteilen Griesheim, Ginnheim, Rödelheim und Bonames kam es jeweils zu Angriffen auf Feuerwehrleute. Sie waren dorthin ausgerückt, um brennende Straßenblockaden aus Mülltonnen und Einkaufswagen zu löschen. Polizeistreifen begleiteten fortan die Feuerwehr bei Einsätzen in den nördlichen Stadtteilen.

In Preungesheim half ein spezielles Einsatzfahrzeug der Polizei – ein sogenannter Räumpanzer – die Hindernisse wegzuräumen. Medienberichte, wonach dort zuvor ein Rettungswagen blockiert worden sein soll, konnte die Polizei auf hr-Nachfrage nicht bestätigen.

Wiesbaden: Toter nach Streit

In der Wiesbadener Innenstadt kam es in der Silvesternacht nach Angaben der Polizei zu einem tödlichen Streit. Wie die Polizei am Vormittag mitteilte, war dabei ein Messer im Spiel. Um kurz nach Mitternacht gerieten demnach vier Menschen aneinander. Dabei sei ein junger Mann getötet worden, ein anderer kam schwer verletzt in ein Krankenhaus.

Stadt und Kreis Offenbach: Böllerwürfe auf Autos

Das Polizeipräsidium Südosthessen meldete für den Kreis Offenbach einige unschöne Silvestervorkommnisse. In Langen hätten Menschen von einer Brücke über der Bundesstraße 486 herab Böller auf vorbeikommende Autos geworfen und Raketen in ihre Richtung abgefeuert. So etwas sei laut Zeugenaussagen auch in Rodgau an der B45 passiert.

In Dietzenbach wurde die Besatzung eines Rettungsfahrzeugs zu einem Einsatz in einem 16-stöckigen Mehrfamilienhaus gerufen. Als sie die Patientin in ihr Fahrzeug verluden, wurden die Einsatzkräfte mit Pyrotechnik beworfen. Die Polizei verdächtigt eine 18-Jährige, aus einem oberen Stockwerk Feuerwerkskörper nach unten geschleudert zu haben. Sie habe die Einsatzkräfte nur knapp verfehlt.

Ebenfalls in Dietzenbach griff ein 63-Jähriger eine Rettungssanitäterin an - obwohl er selbst es war, den sie behandelte. Er verletzte die 32-Jährige leicht und beruhigte sich auch nach seinem Transport in ein Krankenhaus nicht. Dort versuchte er, einem herbeigerufenen Polizisten ins Gesicht zu schlagen.

In Offenbach-Lauterborn warfen Unbekannte Böller in Richtung eines Streifenwagens, in Rodgau ebenfalls. Dort sprach die Polizei Platzverweise aus. Anwohner in Obertshausen meldeten der Polizei, zwischen Freizeitbad und B448 ballerten Menschen mit Schreckschusswaffen herum. In Hainburg soll ein 19-Jähriger verbotenerweise mit einer Schreckschusswaffe mehrmals um sich geschossen haben.

Dietzenbach: Sack mit selbst gebastelten Feuerwerkskörpern

Und noch eine Meldung aus der Kreisstadt des Kreises Offenbach: Ein Mann gab bei der Polizei in Dietzenbach am Nachmittag des Silvestertags einen Sack mit "offensichtlich unüblichen Knallkörpern, viele davon augenscheinlich hochsprengfähige Selbstlaborate" ab, wie es im Polizeibericht heißt. Der Sack sei offenbar in einem Mülltonnenverschlag vor einem Wohnhaus in der Westendstraße deponiert worden.

Main-Kinzig-Kreis: Rakete auf Mann gefeuert

In Langenselbold und in Nidderau sollen am Silvesterabend Menschen Böller auf Passanten und parkende Fahrzeuge geworfen haben. In Erlensee sollen zwei Männer im Alter von 22 und 34 einen 35-Jährigen mit einer Silvesterrakete beschossen und beinahe getroffen haben. Schließlich sollen sie ihn geschubst und mit einer Schreckschusswaffe geschlagen haben. Die Polizei nahm die beiden mit auf die Wache.

In Hanau, das streng genommen seit Mitternacht nicht mehr zum Main-Kinzig-Kreis gehört und nun eine kreisfreie Stadt ist, beobachtete eine Polizeistreife einen 58-Jährigen, wie er eine Schreckschusswaffe in die Luft abfeuerte. Die Beamten nahmen sie ihm weg.

Relativ ruhige Nacht in Ost-, Mittel- und Südhessen

Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Osthessen in Fulda sagte, die Silvesternacht sei "ausgesprochen ruhig" gewesen. Es habe die üblichen Kleinbrände von Mülleimern, Kleidercontainern oder Hecken gegeben. Die Polizei in Gießen, die Mittelhessen überblickt, hatte nach den Worten eines Sprechers zwar "alle Hände voll zu tun". Glücklicherweise habe es sich nur um viele "kleine Scharmützel" gehandelt.

Ein Sprecher der Polizeipräsidiums Südhessen in Darmstadt sprach von einer "ruhigen Nacht". Die Leitstelle habe etwas mehr als 35 Brände in den ersten Stunden des Jahres verzeichnet.

In Messel (Darmstadt-Dieburg) brannte der Dachstuhl eines Hauses. Die Feuerwehr erstickte die Flammen zügig. Der Schaden dürfte bei mehreren zehntausend Euro liegen. In Bad König (Odenwald) hörten Anwohner erst Knallgeräusche und entdeckten dann einen Balkonbrand. Wie hoch hier der Schaden ist, war zunächst unklar. In Groß-Gerau verirrte sich eine Rakete in die Dachrinne eines Hauses und brannte dort ab, ohne größeren Schaden zu verursachen.

Innenminister: 14 verletzte Polizisten

Nach Angaben des Innenministers Roman Poseck (CDU) wurden 14 Polizisten bei Einsätzen rund um den Jahreswechsel verletzt. Acht Beamte seien nicht mehr dienstfähig gewesen. "Glücklicherweise handelt es sich dabei um eher leichte Verletzungen", sagte Poseck, darunter Augenverletzungen durch Funkenschlag und Knalltraumata.

Der Innenminister erinnerte daran, dass der Einsatz von Polizisten, Feuerwehrleuten und Rettungskräften Anerkennung und Respekt verdiene: "Sie verzichten aufs Feiern, um die Sicherheit anderer zu gewährleisten." Angriffe auf sie seien "völlig unverständlich und inakzeptabel".

Frankfurt: 166 Brände, mehr als 550 Einsätze

Auch die Frankfurter Feuerwehr zog am Neujahrstag Bilanz. Sie zählte in der gesamten Nacht mehr als 550 Einsätze. Der Rettungsdienst sei überwiegend wegen chirurgischer Verletzungen sowie medizinischer Notfälle nach zu hohem Alkoholkonsum, außerdem wegen hilfloser Personen und Verletzungen durch Pfefferspray gerufen worden.

Die Kräfte der Feuerwehr seien hauptsächlich durch viele kleine Brände beschäftigt gewesen. Am häufigsten brannten demnach Papierkörbe, Müllbehälter, Altkleidungscontainer, Unrat, Gestrüpp oder Hecken. Vier Balkone brannten, wobei jeweils ein Übergreifen auf die Wohnungen verhindert wurde. Die Branddirektion Frankfurt verzeichnete in der einsatzstärksten Nacht des Jahres zwischen 19 und 6 Uhr insgesamt 166 Brände, elf Hilfeleistungen und 269 Rettungsdiensteinsätze.

Bad Endbach: Mehrfamilienhaus nach Brand unbewohnbar

Am frühen Neujahrsmorgen brach im Dachstuhl eines Mehrfamilienhauses in Bad Endbach (Marburg-Biedenkopf) ein Feuer aus. Der Brand aus bislang ungeklärter Ursache wurde gegen 6.20 Uhr gemeldet. Den Schaden schätzt die Polizei auf 350.000 Euro. Das Haus sei derzeit nicht bewohnbar. Der Dachstuhl sei abgebrannt.

Die Bewohner retteten sich selbstständig aus dem brennenden Haus. Ein 26-Jähriger kehrte danach zurück und zog sich schwere Verletzungen an den Händen zu. Er hatte wohl vermutet, dass sich noch Menschen im Gebäude aufhielten. Dem war nicht so, wie die Polizei meldete. Zwei andere Bewohner erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Keiner der Verletzten musste ins Krankenhaus.

Kassel: Keller- und Dachstuhlbrand

Im Stadtgebiet von Kassel kam es zu zahlreichen Feuerwehreinsätzen. Kurz nach Mitternacht wurden die Einsatzkräfte zu einem Brand in einem Kellerraum gerufen. 13 Personen erlitten Rauchgasvergiftungen. Sie kamen in Krankenhäuser. Die Brandursache war zunächst unklar. Ersten Schätzungen zufolge beläuft sich der Schaden auf bis zu 80.000 Euro.

Gegen 1 Uhr wurde in der Holländischen Straße ein Dachstuhlbrand gemeldet. Nach Angaben der Einsatzkräfte war der Brand schnell unter Kontrolle. Verletzt wurde niemand, da die Bewohner der betroffenen Wohnung sich im Urlaub befinden.

Kreise Offenbach und Main-Kinzig: Balkon-, Garagen- und Hüttenbrände

Rund 40.000 Euro beträgt der Schaden, der am Silvesterabend bei einem Balkonbrand in Dreieich entstand. Vermutlich wurde eine Feuerwerksrakete fehlgeleitet, so die Polizei. Eine Fensterscheibe zersprang, Rauch zog in die Wohnung. Beim Brand einer Gartenhütte in Dreieich beschädigten Rauch und Hitze eine benachbarte Hütte. Der Schaden wird hier auf 20.000 Euro geschätzt.

In Egelsbach brannte es in einer Garage. Das Feuer zerstörte nach Polizeiangaben ein Moped und mehrere Fahrräder. Schaden: etwa 15.000 Euro.

In Nidderau fing schon am frühen Silvesterabend eine Altpapierpresse eines Supermarkts im Nidder-Forum Feuer. Die Feuerwehr hält es für möglich, dass Pyrotechnik den Brand auslöste. Um ihn zu ersticken, musste sie den Container komplett leeren.

Nordrhein-Westfalen: Was 2026 auf NRW zukommt: Gesetze, Steuern, Olympia, Bahn-Baustellen

Grafik mit Jahreszahl „2026“ in der Mitte. Links neben der Zahl ein moderner Zug, davor ein Baustellenschild und ein Geldbündel. Rechts neben der Zahl ein Auto, ein Ladestecker sowie eine Hand, die einen Geldsack hält; darunter ebenfalls ein Geldbündel.
Grafik mit Jahreszahl „2026“ in der Mitte. Links neben der Zahl ein moderner Zug, davor ein Baustellenschild und ein Geldbündel. Rechts neben der Zahl ein Auto, ein Ladestecker sowie eine Hand, die einen Geldsack hält; darunter ebenfalls ein Geldbündel. (© WDR)

Zum neuen Jahr 2026 ändern sich wie immer manche Gesetze und Vorschriften, außerdem stehen Großbaustellen und eine Bürgerabstimmung zur geplanten NRW-Olympia-Bewerbung an. Ein Überblick, was auf Nordrhein-Westfalen zukommt.

Das Jahr 2026 hat begonnen. Überall in NRW sind Bauarbeiten geplant, ob im Schienenverkehr, auf Autobahnen oder auf Bundesstraßen. Das wirkt sich unmittelbar auf den Alltag von vielen Menschen aus. In mancher Hinsicht gibt es mehr Geld - anderes wird teurer. Was im neuen Jahr auf euch zukommt - ein Überblick von A wie Abwassergebühren über L wie Lachgas bis Z wie Zusatzbeitrag.

Überblick:

  • A - wie Abwasser- und Abfallgebühren
  • B - wie Bahn-Baustellen
  • C - wie CO₂-Steuer
  • D - wie Deutschlandticket
  • E - wie Ehrenamt
  • F - wie Fleisch
  • G - wie Ganztagsbetreuung
  • I - wie Industriestrompreis
  • K - wie Kindergeld und Kfz-Steuer
  • L - wie Lachgas
  • M - wie Mindestlohn
  • N - wie Neubauförderung
  • O - wie Olympia
  • P - wie Pendlerpauschale
  • R - wie Rentenerhöhung und Aktivrente
  • S - wie Straßenprojekte und Steuerfreibetrag
  • U - wie Umsatzsteuer in der Gastronomie
  • W - wie Wohnraumförderung
  • Z - wie Zusatzbeitrag

Abwasser- und Abfallgebühren 2026: Was sich für NRW ändert

Die Gebühren in vielen Kommunen könnten im kommenden Jahr deutlich hochgehen. Wie eine stichprobenartige Erhebung des Bundes der Steuerzahler NRW ergab, wollen die Städte und Gemeinden spürbar mehr Geld für die Wasseraufbereitung haben. In Münster steigen die Abwassergebühren um 6,9 Prozent. Ähnlich steil nach oben soll es hierbei in Mülheim an der Ruhr gehen, und auch in Gütersloh, Bottrop, Essen, Siegen, Hallenberg im Hochsauerland und Dahlem (Kreis Euskirchen) sollen die Bürger laut Steuerzahlerbund tiefer in die Tasche greifen.

Auch die Müllgebühren werden vielerorts steigen - entweder haben die Kommunen das bereits beschlossen oder sie sind kurz davor, entsprechende Pläne zu bestätigen. Der Steuerzahlerbund kritisiert hierbei die Stadt Düsseldorf, wo ein Anstieg der Abfallgebühren um 3,5 Prozent anvisiert werde.

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Bahn-Baustellen 2025: Wichtige Änderungen im Bahnverkehr in NRW

Wer mit der Bahn unterwegs ist, muss sich 2026 auf Einschränkungen durch mehrere Großbaustellen im Schienennetz einstellen. Eine Sperrung fällt allerdings weg: Der Kölner Hauptbahnhof soll nun doch erst 2027 gesperrt werden, damit dort das neue elektronische Stellwerk in Betrieb gehen kann.

  • Duisburg - Essen: Insgesamt sieben Wochen lang wird die für Fern- und Regionalzüge wichtige Verbindung zwischen Duisburg und Essen gesperrt - das erste Mal am 9. Januar. Der Grund dafür sind Arbeiten am Autobahnkreuz Kaiserberg, das in Duisburg über acht Bahngleise führt.
  • Köln - Wuppertal - Hagen: Ab dem 6. Februar 2026 wird die stark befahrene Strecke von Köln über Wuppertal nach Hagen für gut fünf Monate gesperrt. Reisende im Fernverkehr müssen sich bis zum 10. Juli 2026 auf Umleitungen und Ausfälle einstellen. Für Pendler in der Region sollen Ersatzbusse fahren. Die Arbeiten sind Teil der bundesweiten Generalsanierung des Schienennetzes. Ziel ist es, dass Züge nach Abschluss der Bauarbeiten pünktlicher und zuverlässiger fahren.
  • Troisdorf - Bonn: Ab Juli 2026 gibt es umfangreiche Arbeiten an der rechtsrheinischen Strecke von Troisdorf über Bonn und Koblenz bis nach Wiesbaden. Bis Dezember 2026 müssen auch dort zahlreiche Züge umgeleitet werden.
  • Hannover - Berlin: Auch eine Großbaustelle außerhalb von NRW wird im Herbst 2026 spürbare Auswirkungen auf die Reisenden hierzulande haben: Ab dem 2. Oktober 2026 wird an der Strecke zwischen Hannover und Berlin gebaut. Züge werden dann umgeleitet und fallen teilweise auch aus.

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CO₂-Steuer 2025: So ändern sich die Preise fürs Heizen mit Gas und Öl

Der CO₂-Preis fürs Heizen mit Gas und Öl steigt 2026: Aktuell liegt er bei 55 Euro pro Tonne Kohlendioxid. Künftig ist der Preis dann nicht mehr festgelegt, sondern soll durch die Versteigerung von Zertifikaten auf dem freien Markt gebildet werden - im nächsten Jahr ist nur der Korridor festgelegt, in dem der Preis liegen soll: 55 bis 65 Euro pro Tonne.

Bei einem Gasverbrauch von 20.000 kWh in einem wenig sanierten Einfamilienhaus rechnet die Verbraucherzentrale damit, dass aktuell rund 263 Euro für die CO₂-Steuer anfallen. Im kommenden Jahr wären es dann bis zu 311 Euro im Jahr. Bei 2.000 Litern Heizöl-Verbrauch wären es aktuell 349 Euro, kommendes Jahr dann bis zu 412 Euro.

Die Einnahmen aus der CO₂-Abgabe fließen in den Klima- und Transformationsfonds. Damit finanziert der Bund klimafreundliche Technologien und Entlastungsmaßnahmen für Haushalte. In NRW heizen Millionen Haushalte mit Gas.

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Deutschlandticket 2026: So teuer wird es

Ein Jahr nach der ersten Preiserhöhung wird das Deutschlandticket nochmal teurer: Ab Januar steigt der Preis von 58 auf 63 Euro pro Monat. Allein in NRW nutzen Millionen von Menschen das Deutschlandticket, das bundesweit Fahrten im Regional- und Nahverkehr ermöglicht.

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Ehrenamt in NRW 2026: Höhere Pauschale, weniger Haftungsrisiken

Viele Menschen in NRW engagieren sich freiwillig - zum Beispiel in Sportvereinen oder bei kirchlichen Organisationen. Wer für solche Tätigkeiten Geld bekommt, zum Beispiel als Aufwandsentschädigung, muss auf einen Teil davon keine Steuern zahlen. Dieser Freibetrag heißt Ehrenamtspauschale und steigt 2026 von 840 auf 960 Euro im Jahr.

Einen noch höheren Freibetrag gibt es für ausgewählte Tätigkeiten wie Trainer im Sportverein oder auch Chorleiter. Diese sogenannte Übungsleiterpauschale soll von 3.000 auf 3.300 Euro angehoben werden.

Außerdem sollen Haftungsrisiken für Ehrenamtler verringert werden. Bislang gilt schon, dass sie für von ihnen verursachte Schäden nur haftbar sind, wenn diese vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht wurden. Allerdings gilt diese Regel nur für Ehrenamtler, die höchstens 840 Euro im Jahr für ihre Tätigkeit bekommen, also soviel wie die Ehrenamtspauschale. Diese Grenze soll sich in Zukunft an der Übungsleiterpauschale orientieren und dann bei 3.300 Euro liegen.

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Fleischkauf-Hilfe: Staatliches Tierhaltungslogo soll im März starten

Eigentlich hätte das staatliche Tierhaltungslogo schon im August starten sollen, nun soll die Kennzeichnungspflicht am 1. März kommen - zunächst für Schweinefleisch im Supermarkt. Das Siegel soll beim Fleischkauf mehr Klarheit über die Bedingungen in den Ställen bringen. Kundinnen und Kunden erfahren so auf einen Blick, wie die Tiere gehalten wurden.

Vorgesehen sind fünf Kategorien, von der Stufe "Stall" mit den gesetzlichen Mindestanforderungen bis hin zu "Bio". Seit 2019 gibt es bereits eine freiwillige Kennzeichnung für Schwein, Rind und Geflügel mit dem Aufdruck "Haltungsform".

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Ganztagsbetreuung 2026: Rechtsanspruch für Erstklässler in NRW

Ab dem Schuljahr 2026/2027 sollen zunächst alle Erstklässlerinnen und Erstklässler einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in den Schulen haben. Dieser Anspruch wird in den kommenden Jahren um je eine Klassenstufe pro Jahr ausgeweitet.

Mehrere Städte in NRW wollen mit Klagen bei den Verwaltungsgerichten des Landes Klarheit zur Finanzierung des Rechtsanspruchs auf einen Ganztagsplatz (OGS) an Grundschulen schaffen. Die Oberbürgermeister der Städte Düsseldorf, Krefeld und Hamm kündigten sogenannte Feststellungsklagen an, die rechtliche Klarheit bringen sollen, ob das Land künftig mehr bezahlen muss. Weitere fünf Städte - Aachen, Bochum, Bielefeld, Düren und Dormagen - reichten beispielhaft auch für andere Kommunen in NRW Klagen ein.

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Industriestrompreis 2026: Wie sich der Strompreis für Unternehmen verändert

Ab 2026 will der Gesetzgeber energieintensive Unternehmen mit einem subventionierten Industriestrompreis entlasten. Dafür fehlen laut Wirtschaftsministerin Reiche noch letzte Abstimmungen mit der EU-Kommission, grundsätzlich hat Brüssel so einem Strompreis-Rabatt aber zugestimmt - Reiche geht vom Start zum 1.1.2026 aus.

In Deutschland dürften dann bestimmte Unternehmen maximal die Hälfte ihres Stroms zu einem vergünstigten Preis bekommen, offenbar etwa fünf Cent pro Kilowattstunde - aktuell zahlen Unternehmen mindestens 12 Cent pro Kilowattstunde, wenn sie alle Förderungsmöglichkeiten ausnutzen können.

Die Unternehmen, die den Industriestrompreis nutzen dürfen, müssen auf einer Liste der EU stehen, auf der energieintensive Unternehmen stehen, die ihre Produktion wegen hoher Kosten und Wettbewerb ins Ausland verlagern könnten. Der Mittelstand soll hingegen nicht profitieren. Auch in NRW gibt es viele energieintensive Unternehmen, etwa in der Chemie- und Stahlbranche.

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Kindergelderhöhung und keine Kfz-Steuer für E-Autos

Das Kindergeld wird zum 1. Januar um vier Euro auf 259 Euro pro Monat erhöht. Der steuerliche Kinderfreibetrag soll 2026 auf 3.414 Euro, bei verheirateten Arbeitnehmern 6.828 Euro steigen.

Zudem soll die Kfz-Steuerbefreiung für reine Elektrofahrzeuge verlängert werden. Die Steuerbefreiung gilt bislang für reine Elektrofahrzeuge, die bis zum Stichtag 31. Dezember 2025 erstmalig zugelassen bzw. komplett auf Elektroantrieb umgerüstet werden. Der Gesetzentwurf verlängert diese steuerliche Begünstigung um fünf Jahre – neuer Stichtag: 31. Dezember 2030. Der Bundesrat muss noch zustimmen.

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Lachgas: Verbot ab 2026

Das als Partydroge populäre Lachgas soll für Kinder und Jugendliche künftig verboten werden. Das heißt, die Abgabe an Kinder ist nicht erlaubt, auch der Online-Handel und der Kauf an Selbstbedienungsautomaten soll untersagt werden. Der entsprechende Gesetzentwurf muss noch durch den Bundesrat. In einigen NRW-Städten gibt es schon jetzt ein Verkaufsverbot von Lachgas an Minderjährige.

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Mindestlohn: Diese Steigerung gibt es 2026

Der Mindestlohn steigt zum 1. Januar auf 13,90 Euro pro Stunde. Hier könnt ihr nachlesen, wer in welchen Branchen in NRW von der Erhöhung profitiert:

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Die zeitlich befristete Effizienzhaus 55-Plus-Förderung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien startet am 16. Dezember 2025. Damit werden baureife Vorhaben mit bis zu 100.000 Euro zinsverbilligter KfW-Kredite pro Wohneinheit gefördert. 800 Millionen Euro sind in dem Fördertopf. Sind die Mittel aufgebraucht, endet die Förderung.

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Olympia-Bewerbung: Bürgerentscheide in NRW-Kommunen im April 2026

Deutschland plant eine neue Bewerbung für Olympische Sommerspiele - in einem der Jahre 2036, 2040 oder 2044. In Deutschland gibt es Interesse aus Hamburg, München und Berlin - und aus NRW: Die Stadt Köln und die Region Rhein-Ruhr wollen sich ebenfalls bewerben. Dabei sollen auch die Menschen gefragt werden, die in den betroffenen Kommunen leben. Am 19. April 2026 soll es Bürgerentscheide geben - in allen 17 Kommunen in NRW, in denen olympische Wettbewerbe stattfinden könnten. Bei einem positiven Votum würde das Land offiziell seine Bewerbung beim Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) einreichen.

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Pendlerpauschale soll 2026 steigen

Die Pendlerpauschale, also der Betrag, den Pendler für den Weg zur Arbeit von der Steuer absetzen können, wird dauerhaft auf 38 Cent ab dem ersten Kilometer erhöht. Das entsprechende Gesetz verabschiedete der Bundesrat in seiner letzten Sitzung des Jahres 2025. Bislang lag die Pendlerpauschale für die ersten 20 Kilometer Wegstrecke bei 30 Cent pro Kilometer, erst ab dem 21. Kilometer konnte man 38 Cent ansetzen.

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Die Renten sollen zum 1. Juli angehoben werden. Die Erhöhung könnte sich um die 3,7 Prozent bewegen, wie aus einem Entwurf für den jährlichen Rentenversicherungsbericht hervorgeht. Der Wert ist aber nur eine Schätzung. Wie stark die Rente steigt, legt das Bundeskabinett immer erst im Frühjahr je nach aktueller Konjunkturlage und Lohnentwicklung fest.

Zum 1. Januar 2026 soll die die Aktivrente eingeführt werden. Hierbei geht es darum, Rentnern einen monatlichen steuerfreien Hinzuverdienst von bis zu 2.000 Euro monatlich zu ermöglichen, wenn sie über die Regelaltersgrenze hinaus sozialversicherungspflichtig arbeiten. Ausgeschlossen von der Aktivrente sind nach derzeitigem Stand Selbstständige, Freiberufler, Minijobber, Land- und Forstwirte sowie Beamte.

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Straßenbau in NRW 2026: Baustellen und Großprojekte

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat unlängst die Freigabe für die folgenden Bundesstraßen- und Autobahn-Neubauprojekte in NRW gegeben:

  • B64 - Höxter / Godelheim - Höxter einschließlich Anschluss B83
  • B83 - Beverungen / Wehrden - Höxter / Godelheim
  • A43 - AS Bochum-Gerthe - AS Bochum-Riemke
  • A57 - AS Krefeld-Oppum - AS Krefeld-Gartenstadt
  • A44 - Autobahnkreuz Ratingen-Ost - Heiligenhaus (Fortsetzung des Projekts)

Wann die Bauarbeiten konkret beginnen, ist bei diesen Projekten noch nicht bekannt.

Zu den laufenden Autobahn-Neubauprojekten, die nun in der aktuellen Investitionsprogrammplanung berücksichtigt und damit zeitlich nahtlos fortgesetzt werden, gehören der Abschnitt Autobahnkreuz (AK) Ratingen-Ost - Heiligenhaus der A44 in NRW.

Steuerfreibetrag und Kinderfreibetrag 2026

Der steuerliche Grundfreibetrag, also das Einkommen, bis zu dem keine Steuer gezahlt werden muss, steigt im neuen Jahr. 2026 liegt er dann bei 12.348 Euro. Der Kinderfreibetrag wird auf 9.756 Euro angehoben.

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Die Umsatzsteuer für Speisen in der Gastronomie wird dauerhaft von 19 auf 7 Prozent reduziert werden. Das galt auch schon während der Corona-Pandemie. Der Bundesrat gab ab 19.12. grünes Licht für die Änderung.

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Wohnraumförderung 2026: Neue Programme für Mieter, Familien und Kommunen in NRW

Es gibt mehr Geld für die öffentliche Wohnraumförderung: Für 2023 bis 2027 hat NRW nun 1,5 Milliarden Euro mehr als ursprünglich kalkuliert. Insgesamt stünden somit 12 Milliarden Euro dafür zur Verfügung, teilte NRW-Bauministerin Ina Scharrenbach (CDU) unlängst mit.

Damit soll es laut Mitteilung des Bauministeriums mehr "moderne und klimabewusste Modernisierung", mehr Wohnangebote für Auszubildende und Studierende sowie zusätzlichen barrierefreien und behindertengerechten Wohnraum geben.

Zusatzbeitrag: Große Krankenkassen heben Beiträge an

Zwei Krankenkassen heben bundesweit den Zusatzbeitrag an. Bei der Techniker Krankenkasse (TK), der größten gesetzlichen Kasse, steigt er von 2,45 auf 2,69 Prozent. Bei der DAK-Gesundheit, der drittgrößten Versicherung, hingegen von 2,8 auf 3,2 Prozent. Laut DAK-Vorstandschef Andreas Strom reiche das "kleine Sparpaket" der Bundesregierung nicht aus, um "das Versprechen stabiler Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung halten zu können".

Kurz vor Weihnachten hatten Bundestag und Bundesrat ein Sparpaket von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) gebilligt. Dieses soll den Druck für erneute Anhebungen zum 1. Januar vermindern. Den durchschnittlichen Zusatzbeitrag als Orientierungsmarke für 2026 hatte das Ministerium auf dem aktuellen Niveau von 2,9 Prozent festgelegt.

Unsere Quellen:

Rheinland-Pfalz: Schnee und Schneeregen, Lkw auf A61 und A48 liegen geblieben, friedlicher Start ins neue Jahr

In der Nacht auf den 2. Januar hat es in Mainz geschneit
In der Nacht auf den 2. Januar hat es in Mainz geschneit (© SWR)

In Teilen von RLP hat hat es in der Nacht geschneit, die niedrigere Mehrwertsteuer in der Gastro ist in Kraft getreten. Wir haben für euch Highlights für 2026 in RLP gesammelt

2.1.2026, 8:02 Uhr

Mainzer Garden läuten Fastnachtskampagne ein

Weil es so schön war, noch ein kleiner Rückblick auf den Neujahrstag gestern: Pünktlich um 11.11 Uhr haben die Mainzer Garden die diesjährige Fastnachtssaison eingeläutet. Etwa 1.200 Gardisten, Dragoner, Husaren, Herolde, Prinzessinnen und Prinzen zogen durch die Innenstadt. Die Stimmung war gut, auch bei den vielen Fastnachtsfans auf den Straßen.

2.1.2026, 7:40 Uhr

Ist es bei euch weiß?

In Eifel und Hunsrück hat es heute Nacht oder am Morgen geschneit und hier bei mir in Mainz ist es auch definitiv weiß. Ich bin neugierig: Wie sieht es bei euch aus? Stimmt doch mal hier ab!

Und ich freue mich auch, wenn ihr mir ein paar Schneebilder aus eurer Region schickt. Dafür einfach hier entlang:

Schickt uns eure Fotos

2.1.2026, 7:27 Uhr

Sternsinger wieder unterwegs

In diesen Tagen sind wieder Mädchen und Jungen als Sternsinger unterwegs, unter anderem im Bistum Trier. Das gesammelte Geld soll dafür eingesetzt werden, die Rechte von Kindern weltweit zu stärken. Dieses Jahr lautet das bundesweite Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“.

2.1.2026, 7:10 Uhr

Rheinland-Pfälzer feiern entspannt ins Jahr 2026

Der Jahreswechsel hat vielerorts für sehr viele Rettungseinsätze gesorgt - bundesweit kamen einige Menschen ums Leben. In Rheinland-Pfalz ging alles zum Glück glimpflich aus: Es gab zwar massenhaft Einsätze für Polizei und Feuerwehr, aber es blieb meist bei Brandschäden.

Für einen großen Schreck sorgte ein Brand auf einem Pferdehof in Mainz-Hechtsheim. Das Feuer war in einem Stall ausgebrochen. Die 15 Pferde konnten zum Glück gerettet werden. Anwohner wurden wegen der starken Rauchentwicklung gebeten, Fenster und Türen zu schließen.

2.1.2026, 6:55 Uhr

Verkehrsbehinderungen wegen Schnee und Glätte

Der Schnee sieht schön aus, er sorgt aber auf einigen Straßen schon für Chaos. Nach Polizeiangaben kommen teilweise auf der A48 in der Eifel und auf der A61 im Hunsrück Lastwagen nicht mehr weiter. Die Straßenmeistereien müssen die betroffenen Abschnitte zwischen Kaisersesch und Laubach räumen und streuen. Auch zwischen Boppard-Buchholz und Emmelshausen blieben Lastwagen liegen, so die Polizei. Verletzte habe es aber nicht gegeben. Auch im Westerwald fällt stellenweise Schnee und die Straßenmeistereien sind im Einsatz. Rund um Rennerod steckten in der Nacht einige Lastwagen fest. „Die Straßen hier sind weiß“, heißt es von der Polizei in Altenkirchen. Dort gab es noch keine Unfälle. Anders rund um Hachenburg, wo es aber bei Blechschäden blieb.

2.1.2026, 6:44 Uhr

Brandkatastrophe in der Schweiz: noch nicht alle Opfer identifiziert

Ihr habt vermutlich von dem schrecklichen Unglück in der Schweiz gehört: Bei einem Brand bei einer Silvesterparty im Schweizer Skiort Crans-Montana sind etwa 40 Menschen gestorben. Noch konnten nicht alle Opfer identifiziert werden, da viele Leichen stark verbrannt sind. Es wird vermutet, dass auch ausländische Besucher bei dem Brand ums Leben gekommen sind. Ob darunter auch Menschen aus Rheinland-Pfalz sind, ist bisher nicht bekannt. Unser Schweiz-Korrespondent Steffen Wurzel berichtet:

2.1.2026, 6:25 Uhr

Auf diese Highlights können wir uns 2026 freuen

Vielleicht macht ihr im Januar ja gerne eine grobe Jahresplanung: Was möchte ich gerne mal entdecken - wo möchte ich dabei sein? Wir haben ein paar Ideen zusammengetragen, welche Highlights Rheinland-Pfalz (neu) zu bieten hat. Ob klettern, Achterbahn fahren oder eine besondere Ausstellung besuchen - vielleicht ist ja auch was für euch dabei:

2.1.2026, 6:15 Uhr

Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen: Wird essen gehen jetzt billiger?

Gastwirte atmen auf - auch in Rheinland-Pfalz: Seit gestern gilt die Senkung der Mehrwertsteuer auf Speisen. Eine kalte Vorspeisenplatte, eine Suppe oder Schnitzel mit Pommes und Salat - Restaurantbetreiber müssen darauf künftig nicht mehr 19 Prozent Mehrwertsteuer, sondern nur noch sieben Prozent abführen. Eine Erleichterung für die Branche, denn die vergangenen Jahre waren schwierig, erzählt Andreas Röth, Restaurantbetreiber in Bad Kreuznach. Und die Gäste - profitieren die ebenfalls von der Steuersenkung? Ja und nein - meint der Hotel- und Gaststättenverbandes Rheinland-Pfalz (DEHOGA). Einzelheiten könnt ihr hier nachlesen:

2.1.2026, 6:05 Uhr

So wird das Wetter in Rheinland-Pfalz

Ich bin heute früh morgens richtig überrascht worden: von einer dünnen weißen Decke auf den Dächern vor meinem Fenster. Schnee in Mainz, das ist ja mal ein guter Start ins neue Jahr!

Tatsächlich wird es heute und in den nächsten Tagen richtig winterlich! Es gibt eine Mischung aus Sonne und Wolken im Land, im Südwesten von Rheinland-Pfalz fällt heute Vormittag noch weiter Schnee oder Schneeregen. Nachmittags zeigen sich vor allem im Pfälzer Wald und im Westerwald einige Flocken, ansonsten klart es auf. Die Temperaturen steigen auf minus ein (Eifel) bis maximal vier Grad (Rhein). Das fühlt sich aber kälter an, denn der Wind weht mäßig bis frisch aus westlichen Richtungen.

Bis Samstagmorgen können in der Eifel bis zu drei Zentimeter Neuschnee fallen, im Westerwald sind es regional bis zu zehn Zentimeter. Ansonsten reicht es nur für angezuckerte Landschaften in Rheinland-Pfalz, sagt SWR-Wetterexpertin Pila Bossmann. Auch am Wochenende bleibt es bei dieser wechselhaften Wetterlage. Es wird tendenziell kälter.

2.1.2026, 6:00 Uhr

Guten Morgen und gesundes neues Jahr 2026!

Die ersten Newsticker-Nachrichten in diesem Jahr bringe euch heute morgen ich, Lisa Müller. Wir schauen, was am gestrigen Neujahrstag passiert ist in Rheinland-Pfalz und was heute wichtig wird. Ich freue mich und bin gespannt, was der Tag uns bringt. Schön, dass ihr dabei seid!

Wenn ihr wollt, könnt ihr mir auch ein Foto schicken - vielleicht von eurem entspannten Neujahrsspaziergang? Oder von eurer Silvesterrunde? Einfach hier hochladen:

Ihr könnt mir auch direkt schreiben - das ist unsere E-Mail Adresse: rlp-newsticker@swr.de.

Saarland: Neuer evangelischer Kirchenkreis "An der Saar" nimmt Arbeit auf

Die evangelische Kirche in Saarlouis
Die evangelische Kirche in Saarlouis (© IMAGO / BeckerBredel)

Mit Beginn des neuen Jahres gibt es im Saarland nur noch einen gemeinsamen evangelischen Kirchenkreis: Durch die Fusion der beiden Kreise Saar-West und Saar-Ost ist der neue Kreis mit dem Namen "An der Saar" entstanden. Die Kirche erhofft sich davon deutliche Kosteneinsparungen.

Die Entscheidung war bereits im Juni 2024 gefallen: Die Vertreter der beiden evangelischen Kirchenkreise Saar-West und Saar-Ost hatten bei einer Synode den Zusammenschluss zu einem Kreis beschlossen. Seit dem 1. Januar 2026 gibt es nur noch den gemeinsamen evangelischen Kirchenkreis "An der Saar".

Große Neustrukturierung der Evangelischen Kirche

Die Neustrukturierung im Saarland ist nur einer von vielen Zusammenschlüssen im Bereich der Evangelischen Kirche, die zum Jahresanfang vollzogen werden. Wie die Rheinische Kirche mitteilte, gibt es insgesamt 26 Gemeindefusionen und zwei Zusammenschlüsse von Kirchenkreisen. Ab Januar habe man damit noch 527 Gemeinden und 34 Kirchenkreise.

Zusammenschluss lange vorbereitet

Die Planungen für den Zusammenschluss der evangelischen Kirchenkreise Saar-West und Saar-Ost laufen schon länger. Ein Grund dafür sind nach Kirchenangaben die sinkenden Einnahmen aus der Kirchensteuer, weil immer mehr Menschen aus der Kirche austreten.

Die Evangelische Kirche hofft durch den Abbau einer Verwaltungsebene Kosten einzusparen. Betroffen von der Fusion sind im Saarland rund 113.000 Mitglieder in 31 evangelischen Kirchengemeinden.

Sachsen: Fanny Stoye hat Leitung der Zwickauer Kunstsammlungen übernommen

Fanny Stoye steht in den Kunstsammlungen Zwickau.
Fanny Stoye steht in den Kunstsammlungen Zwickau. (© picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt)

Sieben Jahre lang hat Fanny Stoye das Naturalienkabinett in Waldenburg geleitet. Mit Beginn des neuen Jahres ist sie an die Kunstsammlungen Zwickau gewechselt. Dort tritt sie die Nachfolge von Petra Lewey an, die seit 1986 am Haus war und es seit 2003 leitete. Stoye gehört zu einer neuen Generation von Museumsleiterinnen: Als Kunsthistorikerin, Theologin und Biologin sei sie interdisziplinär ausgebildet und international vernetzt, heißt es seitens der Kunstsammlungen. Ein Porträt.

  • Die Kunsthistorikerin Fanny Stoye hat seit 2018 das historische Naturalienkabinett Waldenburg geleitet.
  • Als neue Leiterin der Kunstsammlungen Zwickau will sie das Museum zu einem Ort machen, an dem sich jeder willkommen fühlt.
  • Ihr neues Amt hat Stoye zum 1. Januar 2026 angetreten.

Sieben Jahre lang ist Fanny Stoye im Naturalienkabinett Waldenburg nahezu täglich aus- und eingegangen. Seit Jahresbeginn ist sie die neue Leiterin der Kunstsammlungen Zwickau.

Bevor die 40-Jährige die Leitung in Waldenburg übernahm, war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Kunstsammlung des Zeppelin Museums Friedrichshafen. Ihre Zeit in Waldenburg bezeichnet sie als ihre intensivste und wichtigste berufliche Station. Das habe sowohl mit der außergewöhnlichen Sammlung des Museums zu tun, aber auch die Sanierung des Hauses, die aufgrund eines Wasserschadens notwendig geworden war, sei eine Herausforderung für sie gewesen.

"Das sind Herausforderungen, die so außergewöhnlich gewesen sind, dass sie diese Waldenburger Zeit noch einmal zu einer besonderen gemacht haben", erinnert sich die Kunsthistorikerin im Gespräch mit MDR KULTUR. Wegen der Sanierung ist das Museum im Moment geschlossen. Zum Schutz sind sämtliche Exponate und Vitrinen in Folien eingehüllt. Für Mai 2026 ist jetzt die Wiedereröffnung angekündigt, dann will Stoye zumindest als Gast dabei sein.

Zentrale Aufgabe – Neukonzeption der Kunstsammlungen Zwickau

Der Abschied aus Waldenburg fällt nicht leicht – doch bei der Aussicht, die Kunstsammlungen Zwickau zu leiten, habe sie Feuer gefangen: "Es ist ein großes Privileg, ein Haus mit einer solchen Geschichte weiterführen zu dürfen", so Stoye. Dabei hat sie ihre Arbeit erneut auf einer Baustelle begonnen, denn bis voraussichtlich 2028 wird das Museum saniert.

Eine zentrale Aufgabe für die Kunsthistorikern liegt damit auf der Hand – die Neukonzeption des Hauses. Dabei wolle sie nun die Kunstsammlungen zu einem Ort machen, an dem sich alle Menschen willkommen fühlen, betont Stoye. "Welche Geschichten haben wir noch nicht erzählt? Welche Besucherinnen und Besucher erreichen wir – und welche noch nicht? Mein Ziel ist es, Zwickaus Kunst so sichtbar zu machen, dass kein Weg an ihr vorbeiführt."

Ein Museum, das andere Perspektiven sichtbar macht

Laut Kulturamtsleiterin Bianca Dommes steht Fanny Stoye für ein Museum, das vom Menschen her gedacht ist. Sie bringe nicht nur Expertise und Ideenreichtum mit, sondern auch das Talent, Geschichten neu zu erzählen und andere Perspektiven sichtbar zu machen, so Dommes. "Genau dieser Impuls ist jetzt besonders wichtig: Ein Museum muss sich ständig neu erfinden, um sowohl traditionelle Besucherinnen und Besucher als auch neue Zielgruppen anzusprechen."

Was Fanny Stoye am Zwickauer Museum reizt, ist dessen Vielfalt – mit der Gemäldesammlung, der gleichermaßen bedeutsamen grafischen Sammlung, der mineralogisch-geologischen Sammlung und der Sammlung spätgotischer Skulpturen. Hinzu kommt, dass sich in Zwickau die weltweit größte Dauerausstellung mit Werken des Expressionisten Max Pechstein, prominenter Sohn der Stadt, befindet. Sie sieht darin deutliche Anknüpfungspunkte an ihre Arbeit im Naturalienkabinett Waldenburg. Kunst und Natur, so Stoye, könnten in einen fruchtbaren Dialog miteinander gesetzt werden: "Und vielleicht gibt es ja in der Fortsetzung eine Kooperation zwischen den Häusern."

Informationen zu den Kunstsammlungen Zwickau

Kunstsammlungen Zwickau Max-Pechstein-Museum
im ZwischenRaum (wegen Sanierung):
Domhof 2
08056 Zwickau

Öffnungszeiten:
Dienstag und Mittwoch: 12:30 bis 18 Uhr
Donnerstag bis Sonntag, Feiertag: 11:30 bis 17 Uhr

Sachsen-Anhalt: Sturmwarnung für Sachsen-Anhalt verlängert – Wo es heftig wird

rot-weißer Windsack bei Sturm vor grauem Himmel
rot-weißer Windsack bei Sturm vor grauem Himmel (© MDR/André Plaul)

Mit Beginn des neuen Jahres zieht ein Sturmtief über Sachsen-Anhalt. Windböen bis ins Tiefland sind zu erwarten. Es gab bereits die ersten Schäden. Für den Brocken warnt der Deutsche Wetterdienst bis zum Wochenende vor orkanartigen Böen.

Seit Beginn des neuen Jahres zieht ein Sturmtief über Sachsen-Anhalt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt für ganz Sachsen-Anhalt vor Sturmböen – mit Ausnahme der nördlichen Altmark – und hat seine Warnung bis Freitagabend verlängert. Demnach ist mit herabfallenden Ästen und umherfliegenden Gegenständen zu rechnen – bei Windgeschwindigkeiten bis 65 km/h.

MDR-Wetterstudio: Schneeverwehungen im Harz

Nach Angaben des MDR-Wetterstudios wurden zu Neujahr auf dem Brocken bereits Böen in Orkanstärke erreicht – mit bis zu 131 km/h Windgeschwindigkeit. Oberhalb von 400 Metern ist wegen der Windstärken zudem mit Schneeverwehungen zu rechnen. Und auch im Tiefland sind bis zum Wochenende teilweise stürmische Böen zu erwarten, so das MDR-Wetterstudio.

Umgestürzte Bäume landesweit

Wie MDR SACHSEN-ANHALT von den Leitstellen erfuhr, gab es am Neujahrstag nahezu landesweit Einsätze wegen umgestürzter Bäume. Im Landkreis Harz etwa hat auf der Bundesstraße 244 bei Wernigerode ein Baum bis zum Nachmittag für Behinderungen gesorgt.

Von deutlich mehr Einsätzen berichtete die Leitstelle für den Bereich Altmark und das Jerichower Land. Auf Landes- und Kreisstraßen sind zahlreiche Bäume durch Sturmböen umgestürzt, die weggeräumt werden mussten.

Unwetterwarnung für den Brocken – Brockenbahn ausgesetzt

Eine amtliche Unwetterwarnung des DWD gilt bis mindestens Freitagabend für den Brocken – vor orkanartigen Böen. Der Aufenthalt im Freien ist den Angaben nach zu vermeiden. Die Harzer Schmalspurbahnen (HSB) haben wegen der Witterung den Betrieb der Brockenbahn zwischen Schierke und Gipfel bis einschließlich Freitag eingestellt.

Thüringen: Historische Gebäude brennen in Erfurt - Feuerwehrleute in Ronneburg attackiert

Erfurt, Domplatz Brand
Erfurt, Domplatz Brand (© MDR/Stefan Heine)

In der Silvesternacht hat es in Thüringen mehrere Einsätze von Polizei und Feuerwehren gegeben. In Erfurt brannten historische Gebäude, in Ronneburg kam es zu einem Angriff auf Feuerwehrleute. Die Polizei zieht dennoch eine insgesamt positive Bilanz.

  • In Erfurt brannten in der Silvesternacht drei Dachstühle historischer Gebäude.
  • In Blankenhain wurden 16 Menschen durch Rauchgas verletzt nachdem ein Rollstuhl angezündet wurde.
  • In Ronneburg wurden Feuerwehrleute mit Raketen attackiert.
  • Die Polizei meldete insgesamt eine positive Silvesterbilanz für Thüringen.

In der Silvesternacht sind am Erfurter Domplatz mehrere Dachstühle historischer Gebäude in Brand geraten. Nach Angaben der Feuerwehr brannten insgesamt drei Dachstühle. Verletzt wurde niemand.

Auch am Morgen des 2. Januar kämpfen noch immer Feuerwehrleute gegen den Großbrand. Die alten Gebäude erschwerten den Einsatz der Feuerwehr, hieß es am Freitagmorgen von der Polizei. Laut Feuerwehr flammen immer wieder Brandnester in den Mauern auf.

Mehr als 150 Einsatzkräfte vor Ort

Mehr als 150 Feuerwehrleute waren in der Silvesternacht ausgerückt, um die Brände unter Kontrolle zu bringen. Ein Sprecher der Feuerwehr sagte, Hinweise deuteten darauf hin, dass eine Rakete den Brand ausgelöst haben könnte - obwohl die Altstadt für Raketen oder Böller gesperrt war.

Die Kriminalpolizei ermittelt. Die Thüringer Polizei hat mittlerweile ein Hinweisportal eingerichet. Gesucht werden Augenzeugen, Videos und Fotos aus der Silvesternacht.

Feuerwehr Weimar rettet Bücher aus Nachbargebäude

Den Angaben nach hatte sich das Feuer von einem der Dachstühle auf die benachbarten Häuser ausgebreitet. Durch den Einsatz von Löschwasser seien auch die Etagen darunter in Mitleidenschaft gezogen worden, darunter Wohnungen und ein Restaurant.

Nach Informationen von MDR THÜRINGEN war auch die Feuerwehr Weimar mit ihrem Gerätewagen Kulturgut im Einsatz gewesen, um mehrere Bücherschränke in einem angrenzenzenden Gebäude in Sicherheit zu bringen.

Schaden in Millionenhöhe - Spendenanktion gestartet

Experten rechnen mit einem Schaden in Millionenhöhe. Die umliegenden Restaurants am südlichen Domplatz blieben am Donnerstagabend geschlossen. Zudem fielen zahlreiche Straßenbahnen laut Erfurter Verkehrsbetrieben aus. Auch am Freitag fahren die Straßenbahnen in Richtung Domplatz-Süd nur unregelmäßig und mit größeren Umwegen.

Im Internet wurde eine bislang private Spendenaktion gestartet. Auf der Plattform "gofundme.com" wird zu Spenden nach dem Wohnungsbrand ausgerufen. Bis Freitagmorgen waren rund als 26.300 Euro Spenden für die Brandopfer eingegangen.

Forderung nach Böllerverbot

Die Grünen im Stadtrat fordern erneut ein striktes Böllerverbot für die Altstadt. Die Bilder aus Erfurt zeigten, dass halbe Verbote und Sperrzonen ohne wirksame Kontrollen kein Schutz seien, sagte Kreissprecher Holger Liersch.

Bislang ist in Erfurt durch das allgemeine Sprengstoffgesetz eigentlich die gesamte Altstadt, insbesondere die Bereiche mit Fachwerkhäusern, für Raketen oder Böller gesperrt. Laut Erfurts Sicherheitsdezernentin Heike Langguth ist aber so ein Verbot lokal nur schwer durchsetzbar. Sie fordert daher ein bundesweites gesetzliches Böllerverbot.

Blankenhain: 16 Menschen durch brennenden Rollstuhl verletzt

In Blankenhain im Weimarer Land sind am Silvesterabend 16 Menschen leicht durch Rauchgas verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatte ein Unbekannter im Keller eines Mehrfamilienhauses einen abgestellten Rollstuhl angezündet. Die dadurch entstandene Rauchwolke verrußte den Keller und den Hausflur stark. Die Wohnungen sind vorerst nicht bewohnbar, mindestens für einen Tag. Der Schaden wird auf rund 5.000 Euro geschätzt.

Mehr als 70 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Drei der vier Aufgänge konnten inzwischen wieder freigegeben werden. Kurz nach dem Einsatz musste die Feuerwehr erneut ausrücken: In der Christian-Speck-Straße brannte ein Baum.

Feuerwehrleute in Ronneburg mit Raketen angegriffen

In Ronneburg im Kreis Greiz sind in der Silvesternacht Feuerwehrleute mit Feuerwerksraketen attackiert worden. Die Feuerwehr war nach eigenen Angaben kurz vor Mitternacht gerufen worden, weil mehrere Container in der Nähe eines Wohngebäudes und eines Parkplatzes brannten. Auf dem Markt seien sie dann mit Raketen angegriffen worden.

Landrat Ulli Schäfer (CDU) verurteilte die Attacke scharf. Es sei eine zutiefst verabscheuungswürdige Tat, Menschen anzugreifen, die anderen in einer Notlage helfen, sagte er. Zugleich dankte er Feuerwehr, Rettungsdiensten und Polizei für ihren Einsatz in der Silvesternacht.

Polizei zieht insgesamt positive Silvesterbilanz in Thüringen

Nach Angaben der Polizei verlief die Silvesternacht trotz mehrerer Einsätze ohne größere Zwischenfälle. Im Vergleich zum Jahreswechsel vor einem Jahr sei ein vergleichbares Einsatzaufkommen zu verzeichnen gewesen, teilte die Landespolizeidirektion am Donnerstagmorgen mit.

Den Angaben zufolge wurden die Einsatzkräfte überwiegend zu kleineren Bränden gerufen, etwa an Mülltonnen oder auf Balkonen. Landesweit sei es zu rund 80 Bränden und 108 Verstößen bei der Verwendung von Pyrotechnik gekommen. Zudem habe es vereinzelt Ruhestörungen gegeben. Bis zum frühen Morgen wurden 60 Körperverletzungsdelikte gezählt.

Bei zwei Auseinandersetzungen seien zudem drei Polizisten verletzt worden. In Jena wurde laut Polizei ein 17-Jähriger verletzt, bei dem ein Feuerwerkskörper in der Hand explodierte. In Weimar sprengten zwei Personen einen Zigarettenautomaten und flüchteten. Sie seien später mit Hilfe eines Polizeihubschraubers mit dem Beutegut in einer nahegelegenen Kleingartensiedlung gestellt worden.

Hamburg: Silvesterangriffe in Hamburg: Härtere Strafen für Täter gefordert

Einsatzkräfte der Polizei inmitten von Pyrotechnik in Hamburg.
Einsatzkräfte der Polizei inmitten von Pyrotechnik in Hamburg. (© picture alliance/dpa | Marcus Golejewski)

Die Gewerkschaft der Polizei in Hamburg fordert nach den Angriffen auf Einsatzkräfte an Silvester härtere Strafen für die Täterinnen und Täter.

"Wer gezielt Böller und Pyrotechnik auf Polizeikräfte wirft, handelt nicht aus einer spontanen Situation heraus", sagt Horst Niens, Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Hamburg. Das sei eine bewusste Form von Gewalt und eine klare Grenzüberschreitung.

Einsatzkräfte mit Böllern und Raketen angegriffen

In der Silvesternacht hatten vor allem im Stadtteil Steilshoop Dutzende Randalierer Böller auf Polizistinnen und Polizisten geworfen - und sie zum Teil auch mit Raketen beschossen. Zehn Einsatzkräfte wurden laut Polizei verletzt und konnten ihren Dienst nicht fortsetzen. Mehrere mutmaßliche Randalierer wurden festgenommen.

Gewerkschaft: Staat muss auf verschiedenen Ebenen handel

Bei ihnen handelt es sich laut Niens um Menschen, die sich auch im Alltag nur schwer an Gesellschaftsregeln und -normen halten. Er sieht ein tiefgreifenderes Problem: Der Staat dürfe nicht erst an Silvester reagieren, sondern müsse auf verschiedenen Ebenen konsequent handeln.

Die Angriffe auf Einsatzkräfte dürften nicht folgenlos blieben. Deshalb fordert er schnelle Ermittlungen und eine konsequente Strafverfolgung. Alles andere wäre ein falsches Signal, so GDP-Landeschef Niens.

Mecklenburg-Vorpommern: Warnemünde: Freiwillige sammeln Silvester-Müll am Strand

Am Strand der Ostsee werden Eimer zum Sammeln von Müll verteilt.
Am Strand der Ostsee werden Eimer zum Sammeln von Müll verteilt. (© Screenshot)

Die Tourismuszentrale bittet Freiwillige, den Strand vom Müll zu befreien. Los geht es um 10 am Teepott.

Nach Silvester und dem anschließenden Warnemünde Turmleuchten wollen Freiwillige nun den Strand vom liegengebliebenen Müll befreien. Dazu ruft die Tourismuszentrale Einwohner und Gäste auf. Beginn ist am Freitagvormittag um 10 am Strandaufgang zwei beim Teepott. Ende Januar will die Bürgerschaft entscheiden, ob der Warnemünder Strand generell zur Schutzzone erklärt wird. Dann könnte dort das Abfeuern von Raketen und Böllern zum Jahreswechsel verboten werden. Eine Mehrheit der Ortsbeiräte hatte sich für einzelne Schutz- und Ruhezonen in der gesamten Stadt ausgesprochen. Eine Entscheidung in der Bürgerschaft war dann aber erst einmal vertagt worden.

Niedersachsen: Sturmflut trifft Norderney: Hunderte Urlauber sitzen fest

Das Wasser ist im Hafen von Norddeich über die Kaimauer gelaufen, die Norderney -Fähre liegt sicher vertaut.
Das Wasser ist im Hafen von Norddeich über die Kaimauer gelaufen, die Norderney -Fähre liegt sicher vertaut. (© picture alliance/dpa | Lars Penning)

Eine Sturmflut hat am Donnerstagabend Teile des Hafens auf Norderney überflutet. Der Fährverkehr wurde vorübergehend eingestellt. Hunderte Urlauber saßen zeitweise auf der Insel fest.

Das Wasser drückte über die Kaimauern, mehrere Bereiche des Hafengebietes standen unter Wasser. Der Fährverkehr zwischen Norderney und Norddeich wurde zeitweise eingestellt, viele Urlauber saßen auf der Insel fest. Inzwischen fahren die Fähren wieder, dennoch könne es weiterhin kurzfristig zu Ausfällen kommen, sagte ein Polizeisprecher auf Norderney. Reisende sollten sich daher vorab online über den aktuellen Fährplan informieren.

Sturmflut auch in Wilhelmshaven und Cuxhaven

Auch in Wilhelmshaven und Cuxhaven erreichte das Hochwasser Sturmflutniveau. Dort wurden Parkflächen und Gehwege überschwemmt. In Wilhelmshaven rät die Feuerwehr Autofahrern, Parkplätze am und rund um den Hafen vorerst zu meiden, bis sich die Wetterlage entspannt. Nach Angaben des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) lag der Wasserstand an der nordfriesischen Küste und im Elbegebiet zwischen 1,5 und 2 Metern über dem mittleren Hochwasser. In Ostfriesland sowie am Pegel Wilhelm-Kaisen-Brücke in Bremen blieb der Wasserstand unter der Sturmflutmarke. Das Bremer Lagezentrum sprach von leicht erhöhten Wasserständen.

Keine größeren Schäden - Sturm hält an

Größere Schäden wurden in der Nacht auf Freitag nicht gemeldet. Im Laufe des Tages wird weiterhin mit Hochwasser gerechnet, eine weitere Sturmflut sagte das BSH jedoch nicht voraus. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet an der Nordsee weiterhin stürmisches Wetter mit Böen von bis zu 100 Kilometern pro Stunde.

Schleswig-Holstein: Rückreise-Verkehr: Volle Straßen und Fähren in SH

Stau auf der Autobahn.
Stau auf der Autobahn. (© Daniel Friederichs, Daniel Friederichs)

Nach dem Silvesterurlaub sind viele Menschen nun auf der Rückreise. Winterliches Wetter und volle Straßen können zu Einschränkungen in Schleswig-Holstein führen. Die Fähren und Autozüge sind fast ausgebucht.

Der Silvesterurlaub geht zu Ende und für viele beginnt nun die Rückreise. Besonders müssen offenbar diejenigen, die in Dänemark oder auf den nordfriesischen Inseln Kurzurlaub gemacht haben, mit Staus und Verzögerungen rechnen.

Der ADAC rechnet zwar nicht mit einem Verkehrschaos, rät aber dazu, die Fahrbahnen im Blick zu behalten. Schnee, Graupelschauer und Regen könnten für rutschige Straßen sorgen. Jeder sollte daher mehr Zeit für die Rückreise einplanen und, wenn möglich, früh morgens oder spät abends fahren, dann wenn weniger Verkehr ist. Sonntag sollte sich die Lage auf den Straßen aber beruhigen, so der ADAC weiter.

Mobile Kontrollen an dänischer Grenze

Vor allem an der dänischen Grenze kann es laut Bundespolizei wegen mobiler Kontrollen zu Behinderungen kommen. Trotz des hohen Reiseaufkommens wird die Bundespolizei ihr Personal an den Grenzen nicht aufstocken, sondern weiterhin wie gewohnt an verschiedenen Stellen punktuelle Kontrollen durchführen, hieß es auf Anfrage von NDR Schleswig-Holstein.

Fähren und Sylt-Shuttle gut ausgelastet

Auch auf den Fähren herrscht am Wochenende starker Andrang. Die Wyker Dampfschiffs-Reederei (WDR) erwartet ebenfalls an diesem Wochenende eine hohe Auslastung und setzt deshalb bis zum 4. Januar alle vier Fähren ein. Nach Angaben eines Sprechers der Reederei sind Autoplätze kaum noch zu bekommen, Personen können jedoch jederzeit mitfahren. Jede Fähre biete Platz für rund 1.300 Menschen und 70 Fahrzeuge. Auch der Sylt-Shuttle ist gut ausgelastet, verfügt laut Deutscher Bahn aber noch über verfügbare Kapazitäten.

Wegen des Sturms fährt nach Angaben der zuständigen Reederei am Freitag keine Fähre von Helgoland nach Cuxhaven.

Restplätze mit Glück per Online-Buchung erhältlich

Für eine sichere Planung lohnt sich laut der WDR der Blick ins Internet: "Es ist immer Bewegung bei uns in der Online-Buchung. Leute stornieren. Es werden immer mal hier und da Restplätze frei", erklärt Nick Obert, Betriebsleiter der Reederei. Dies gelte für An- und Abreise. Nur für Fußgänger gebe es immer freie Kapazitäten, so der Fährbetreiber.